dass es um Rettung von Leben geht. In jedem Fall. Natürlich sollte die Bevorzugung einiger unterbunden werden, den Aufruf zur Organspende aber zu unterbinden bedeutet Leben zu riskieren. Das von Unschuldigen...
dapdReaktion auf den Skandal bei der Vergabe von Organen: Die AOK hat den Versand von Info-Briefen und Ausweisen zur Organspende an Versicherte gestoppt. Die Krankenkasse fordert eine Aufklärung des undurchsichtigen Handels.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...854688,00.html
dass es um Rettung von Leben geht. In jedem Fall. Natürlich sollte die Bevorzugung einiger unterbunden werden, den Aufruf zur Organspende aber zu unterbinden bedeutet Leben zu riskieren. Das von Unschuldigen...
Wenn es nämlich genügend Spender gäbe, gäbe es auch keine Bevorzugungsmöglicheit. s ist da den AOKlern nur eingefallen?
Jede Art, Spenderorgane zu akquirieren, ist dringend gebraucht ! Bei der AOK denkt keiner weiter als über seinen Bleistift und verstanden haben die AOKler auch nichts - wie immer ! Aber als Zwangskasse sind denen eben ihre Versicherten völlig egal und es wird ja auch billiger für sie, wenn ihre Zwangsmitglieder sterben, statt ein Organ transplantiert zu bekommen.
Solange Ärzte Krankenhäuser und die Pharmaindustrie sich die Taschen füllen aber für den Spender noch nicht einmal eine ordentliche Bestattung beim diesem Geschäft drin ist,
bleibt die Spendenbereitschaft weit unter dem Möglichen.
die menschen sterben nicht, weil sie keine spenderorgane bekommen. die menschen sterben deshalb, weil sie todkrank sind.
ganz abgesehen davon, gibt es m.w. keine studie, die nachweist, ob es überhaupt ausreichend spenderorgane gibt, die überhaupt transplantiert werden können.
selbst wenn man einen spendenausweis z.b. für niere oder leber in der tasche hat, ist noch lange nicht gesagt, daß man diese niere oder leber auch tatsächlich transplantieren kann.
und so weit ich weiß, sind niere und leber die am meisten benötigten organe.
nieren aber kann man lebend spenden, und bei lebern braucht man keineswegs eine volltransplantation. es reicht aus, einen teil einer leber zu transplantieren, da diese nachwächst. also sind auch hier lebendspenden möglich.
und würde man in deutschland nicht so einen geheiligten bohei um stammzellforschung machen, wäre man vielleicht schon weiter, und es würde reichen einen kleinen teil von niere und leber (von lebendspendern) zu transplantieren und den rest erledigen die stammzellen.
aber wie gesagt, lebendspenden von nieren und lebern sind heute schon möglich. es müssen noch nicht einmal blutsverwandte sein. auch nicht verheiratete partner können spenden, sofern es "passt".
etwas irritierend, daß das doch eher weniger kommuniziert wird, und man statt dessen allen ein schlechtes gewissen einreden will, weil man keinen spendenausweis mit "ja" in der tasche hat.
Eine Mär, die sich hartnäckig hält. Nicht genügend Spender zu haben, ist das eine (und unbestritten). Selbst wenn aber alle Menschen Spender wäre, würden immer noch Menschen sterben, weil es für sie schlicht kein passendes Organ gibt. Es müssen viele, viele medizinische Dinge zusammenpassen, damit jemand ein Organ bekommen kann. Das Spenderdefizit wird also IMMER bestehen.
Die Bevorzugungsmöglichkeiten sind aus dem selben Grund sehr eingeschränkt. Das würde nämlich bedeuten, dass mind. zwei Menschen mit den selben genetischen Dispositionen existieren, die auf eine Spende angewiesen sind. Das ist extrem selten.
Etwas unzureichend, denn die Spender müssen sich persönlich sehr nahe stehen.
Lebendspende - ORGANSPENDE
Damit sind Lebensspenden die allerletzte Lösung, die das Gesetz ermöglicht.
Die Entscheidung der AOK ist vor dem aktuellen Hintergrund richtig. Liegen Wahrnehmung/Response eines Mailings ohnehin schon im niedrigen einstelligen Prozentbereich, würde die Wirkung in der aktuellen verunsicherten Stimmung der potentiellen Spender schlicht versanden. Bedenkt man den Millionenaufwand, um 24 Mio Kunden anzuschreiben (Druckkosten, Papier, Konfektionierung, Porti), kann man die AOK doch nur loben, daß sie das Geld der Versicherten nicht unnötig ausgibt.
Das ist ja keineswegs eine Entscheidung gegen die Organspende und die Akquise von Spendern!