Forum


 

Transplantationsmedizin: Zahl der Organspenden in Deutschland sinkt

Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist im vergangenen Jahr um gut sieben Prozent gesunken. Die zuständige Stiftung glaubt, dass daran eine steigende Zahl von Patientenverfügungen schuld ist. Wer Intensivmedizin ablehnt, kommt als Spender kaum in Frage.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...808649,00.html
  1. #40

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Das ist ja mal ein interessanter Aspekt, von dem ich vorher so noch nichts gehört habe: Ohne Intensivmedizin keine Organspender.

    Jetzt sind also die Patientenverfügungen und deren Wunsch nach einem würdevollen Tod das Problem.
    Der Aspekt ist wirklich interessant. Aber ich sehe es etwas anders als Sie. Es gibt offensichtlich Menschen, die völlig unsinnige Patientenverfügungen erstellen - sie verbieten sinnvolle intensivmedizinische Behandlung um ihr Leben zu retten, oder sich vor schwere Folgen einer Erkrankung oder Verletzung zu bewahren (z.B. künstliches Koma), und wählen stattdessen den Tod oder schwere Folgeschäden. Es müsste m.E. mehr Aufklärung stattfinden, um Menschen beizubringen, dass intensivmedizinische Behandlung Leben und Lebensqualität retten kann.
  2. #41

    Selbst mehr als zwei Mediziner können übereinstimmend irren...

    Zitat von lunge02 Beitrag anzeigen
    ...Demnach müssen zwei Mediziner, die nicht zum Transplantationsteam gehören, unabhängig voneinander den Tod feststellen...
    Verfügen Sie über belastbare Untersuchen, mit welcher statistischen Warscheinlichkeit zwei und/oder mehr Mediziner zu einer übereinstimmenden Fehldiagnose kommen können? Im "wachen" Zustand, und vergleichsweise nach langem Dienst oder Dienstbereitschaft?

    Und darf man als Organspender zumindest sicher sein, daß im Falle einer nicht auszuschließenden "Doppel-" oder "Mehrfachfalschdiagnose" sich alle daran beteiligten Mediziner wegen fahrlässiger Tötung verantworten müssen?
    Und ist gewährleistet daß sie dieser Anschuldigung nicht mit Leichtigkeit durch Hinweise auf ihre Belastung, auf stets mögliche Fehlinterpretationen von (evt. unzulänglichen) Geräten oder ganz allgemein auf die bekannte Tatsache, daß in der Medizin aufgrund noch begrenzten Wissens Fehler nie auszuschließen sind, entgehen können?

    Oder sind die Chancen, eine Fehldiagnose bezüglich des Todes festzustellen, nachdem der Patient in der Annahme des bereits eingetretenen Todes zur Vorbereitung auf die Organentnahme entsprechend "weiterbehandelt" wurde, derart gering bis nicht vorhanden, daß es kaum lohnt, über rechtliche Aspekte und Verfolgung nachzudenken? ;-)
  3. #42

    Zitat von lunge02 Beitrag anzeigen
    Ach so, Sie meinen, wenn jemand z.B. mit Mukoviszidose geboren wird, dann hat sein negatives Karma Schuld, dass er diese Lungenkrankheit in die Wiege gelegt bekommen hat? Sie meine, dass ein Kind das mit einem Herzfehler geboren wird, sich diesen Fehler durch Sünde "verdient" hat? Wie krank muss man sein, um so ein dummes Geschwätz zu glauben?
    Es nützt nichts die Augen vor der Realität zu verschließen. Der Materialismus ist ein Produkt des sündigen Menschen, damit ergeschaffen, damit er tun und lassen kann, was er will.
  4. #43

    Zitat von Privatier Beitrag anzeigen
    Verfügen Sie über belastbare Untersuchen, mit welcher statistischen Warscheinlichkeit zwei und/oder mehr Mediziner zu einer übereinstimmenden Fehldiagnose kommen können? Im "wachen" Zustand, und vergleichsweise nach langem Dienst oder Dienstbereitschaft?
    Und darf man als Organspender ....
    Ich habe keine Ahnung, was alle Ihre blöden Smileys sollen. Dass Sie das Thema nicht ernst nehmen, sondern nur trollen möchten?

    Damit Sie klar sehen – wenn ein Mediziner den Hirntod feststellt, kann er von sich aus die Beatmung abstellen, wenn der Patient kein Organspender ist. Wenn aber der Patient Organspender ist, muss ein zweiter Arzt die Hirntod-Diagnose bestätigen.

    Vielleicht informieren Sie sich hier, wie die der Hirntod festgestellt wird.
  5. #44

    Pv

    Zitat von lunge02 Beitrag anzeigen
    Damit Sie klar sehen – wenn ein Mediziner den Hirntod feststellt, kann er von sich aus die Beatmung abstellen, wenn der Patient kein Organspender ist. Wenn aber der Patient Organspender ist, muss ein zweiter Arzt die Hirntod-Diagnose bestätigen.
    Könnte nicht genau das jetzt das Problem für Organentspende ja oder nein sein? Per PV keine lebensverlängernden Maßnahmen veranlassst und somit eben auch keine Zeitspanne mehr zur Überprüfung. Sprich, die Geräte müssen nach der Diagnose abgestellt werden.
  6. #45

    .

    Zitat von white eagle Beitrag anzeigen
    Es nützt nichts die Augen vor der Realität zu verschließen. Der Materialismus ist ein Produkt des sündigen Menschen, damit ergeschaffen, damit er tun und lassen kann, was er will.
    Ich bin absolut sündlos da Atheist!
    :-)
  7. #46

    Keine Sorge, das Thema bewegt mich todernst...

    ...und sicher erheblich mehr, als die Sie möglicherweise beeindruckenden, aber offensichtlich ratlos hinterlassenden Smileys:

    Zitat von lunge02 Beitrag anzeigen
    Ich habe keine Ahnung, was alle Ihre blöden Smileys sollen. ...
    [/url]
    ALLE?
    Sehen Sie mehr als den einen Smiley, der meinem letzen Absatz nach einem Leerzeichen folgte? Real? Oder vielleicht als Geisterbild?
    Oder sollten Sie möglicherweise zwei simple Klammern in meinem zweiten Absatz - evt. misinformiert bezüglich Form und Gestalt von Smileys - fälschlicherweise zu den Emoticons zählen? ;-)

    Und kann man zweifelsfrei davon ausgehen, daß eine beliebige Zahl von Medizinern im (höchstwahrscheinlich seltenen, aber eben nicht völlig ausschließbaren Einzelfall) bezüglich vergleichbar einfacher Deutungen der Wirklichkeit versagen können?
    (SCNR)
    Zur Übung können Sie auch in diesem Beitrag wiederum die Smileys unter Nichtberücksichtigung einfacher Klammern zählen.
    (/SCNR)
  8. #47

    Zitat von Privatier Beitrag anzeigen
    ...und sicher erheblich mehr, als die Sie möglicherweise beeindruckenden, aber offensichtlich ratlos hinterlassenden Smileys:


    ALLE?
    Sehen Sie mehr als den einen Smiley, der meinem letzen Absatz nach einem Leerzeichen folgte? Real? Oder vielleicht als Geisterbild?... ;-)
    Ist die Zahl 1 von "alle" ausgeschlossen? Das ist mir neu.
    Zitat von Privatier Beitrag anzeigen
    Und kann man zweifelsfrei davon ausgehen, daß eine beliebige Zahl von Medizinern im (höchstwahrscheinlich seltenen, aber eben nicht völlig ausschließbaren Einzelfall) bezüglich vergleichbar einfacher Deutungen der Wirklichkeit versagen können?
    Sie haben offensichtlich den von mir verlinkten Beitrag nicht gelesen und sonst auch noch einiges nicht verstanden, oder wollen nur trollen.

    Wenn Sie kein Organspender sind, kann auf Anordnung eines einzelnen Arztes die Beatmung und sonstige intensivmedizinische Behandlung gestoppt werden. Wenn Sie aber ein Organspender sind, bedarf es zwei Ärzte, um diese Entscheidung zu treffen. Was kommt Ihnen wahrscheinlicher vor: das ein Arzt einen Fehler macht, oder zwei Ärzte denselben Fehler machen?

    Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, dass alles gemacht wird, um Ihr Leben zu retten, dann werden Sie Organspender! Ach ja, vorsichtshalber noch ein ";-)", weil Sie das offenbar brauchen.
  9. #48

    Zitat von **Kiki** Beitrag anzeigen
    Leute wie Sie - daß es die gibt, wußte ich erst, seit letztes Jahr die Organspendediskussion aufkam - sind der Grund dafür, daß ich jetzt einen Organspendeausweis habe. Auf dem habe ich "Nein" angekreuzt. (...)Ich bin nämlich kein Ersatzteillager auf zwei Beinen.
    Das kann ich gut verstehen. Ich habe trotzdem einen Organspenderausweis. Mein Mann übrigens auch; mich persönlich würde es, stelle ich mir vor, in gewisser Weise trösten zu wissen, dass im Falle des Falles wenigstens ein Teil von ihm weiterleben und helfen kann, und ich denke, mein Mann sieht das, träfe es mich, ähnlich.

    Dass man mich zu früh 'abschaltet', befürchte ich weniger, denn ich denke, wenn es so wäre, wäre mir mit einem Nichtabschalten vermutlich gar nicht gedient.

    Mich stört eben eines: in dem Moment, in dem Spenderorgane knapp sind, wird zwangsweise eine Auswahl getroffen - und der Grad zwischen 'medizinisch begründet' und 'sozial erwünscht' könnte da doch sehr ins Schwimmen geraten. Wem geben wir denn nun die Niere - dem erfolgreichen Chefarzt mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von 85% oder dem Hartz-IV-Empfänger mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von 90%? Je mehr Organe verfügbar sind, desto weniger wird es zu solchen Dilemmata kommen...
  10. #49

    Sie haben völlig recht! Meinen Respekt für Ihr Geschick...

    Zitat von lunge02 Beitrag anzeigen
    Ist die Zahl 1 von "alle" ausgeschlossen? Das ist mir neu....
    ...die Zahl "1" hinter "alle" zu verschleiern möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. So bereits vorab jede Gefahr zu bannen, sachlicher Fehler überführt zu werden, erscheint äußerst gewandt...

    ...und erinnert mich gleichzeitig fatal an die hohe Kunst nicht weniger Mediziner, in völlig flüssiger Sprache bedarfsgerecht mehrfach-interpretierbare Aussagen zu formulieren.

    Zitat von lunge02 Beitrag anzeigen
    Ach ja, vorsichtshalber noch ein ";-)", weil Sie das offenbar brauchen.
    Vielen Dank für Ihren Versuch Gutes zu tätigen! Aber in der Praxis dürfte die Suchzeit nach Ihrem Beitrag inklusive dem dann noch erforderlichen cut & paste im Vergleich zu einer Direkteingabe entsprechender Zeichenfolgen zeitlich kaum wettbewerbsfähig sein.

    MfG


TOP



TOP