Als ob sich das eine gegen das andere ausspielen ließe.
... ob man religiöse Gründe als "gute Gründe" klassifizieren will, steht dahin. Ich würde sagen, jeder hat ein Recht darauf, eine Organspende aus religiösen Gründen abzulehnen, aber deswegen ist dieser Grund noch lange nicht gut. Es hat auch ein jeder ein Recht darauf, sich jeden Samstag abend zu besaufen (solange er im Suff nicht Auto fährt, seine Frau verprügelt oder sonstwie anderen in die Quere kommt), weil er meint, sich nur so entspannen zu können, aber trotzdem ist es weder gut, sich jeden Samstag abend zu besaufen, noch ist der dafür angeführte Grund eine hinreichende Rechtfertigung.
Wenn ich einem Bettler ganz altruistisch 10 Euro gebe, damit er sich etwas zu essen kauft, und er geht mit dem Geld in den Laden und kauft sich ein paar Semmeln, Wurst und Käse, wurde dann meine altruistische Handlung schamlos vom Einzelhändler ausgenützt, der bei dieser Transaktion seinen Profit macht?
Und die Gesundheitsindustrie ist es dann wohl auch, die die Herzen, Nieren etc. überhaupt erst zerstört hat, damit sie etwas transplantieren kann?

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