Zitat von
Bowie
muss man leider allzu oft den Vorwurf eines entsolidarisierten Egoismus machen. Denn alle Diskussionsbeiträge hinsichtlich genauer Definition des Todes, vermeintlicher Geschäftemacherei, Selbstbestimmung über den Tod hinaus, etc. sind irrelevant. Letztendlich geht es darum, dass es ab dem Moment des Hirntodes kein Zurück mehr gibt! Unabhängig davon, ob der maschinell aufrechterhaltene Kreislauf vermeintliche "Lebens"zeichen des Restkörpers zeigt - alles was den Menschen, sein Bewusstsein und seine Persönlichkeit ausgemacht haben, ist vorbei. Körperliche Reize können vom abgestorbenen Gehirn nicht mehr wahrgenommen werden. Ab diesem Moment gibt es genau zwei Möglichkeiten: Ich schalte die Maschinen ab, der restliche Körper wird seine Funktionen einstellen und anfangen, sich zu zersetzen. Oder ich unterdrücke zwar zutiefst menschliche, aber dennoch falsche Neigungen, die mir Leben im Restkörper vorgaukeln und das Bedürfnis auch nutzlos über den Tod hinaus selbstbestimmt zu agieren und nehme meine humane Verantwortung wahr, zumindest mit meinen Organen noch Gutes zu leisten, die ansonsten NUTZLOS verbrannt oder begraben worden wären. Und genau deswegen müssen sich die Organspendegegner von mir den Vorwurf der Irrationalität und der mangelnden Solidarität gefallen lassen, die sich in Wirklichkeit hinter ihren Argumenten versteckt.