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Transplantationen: Uni Leipzig gibt Manipulation bei Organspende zu

DPAAm Universitätsklinikum Leipzig sind Patienten kranker gemacht worden, als sie tatsächlich waren. Mit dieser Manipulation wurden sie auf der Warteliste für neue Organe weiter nach oben geschoben. Der zuständige Direktor und zwei Oberärzte wurden beurlaubt.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-875316.html
  1. #40

    Zitiert

    Zitat von vincentius Beitrag anzeigen
    Einen großen Namen haben Sie sich da gegeben. Nun wollen Sie diesem auch mit "globalem" Denken gerecht werden.

    Dazu dürfen Sie nicht bei dem Grundriß der oben genannten Story stehen bleiben, sondern die weiteren Implikationen bedenken!

    Ich habe dazu .....
    Bin hier zitiert worden.
    Hier muß geprüft werden, warum die Leipziger Ärzte die Patienten kranker gemacht haben, als sie wirklich sind.
    Ich kann mir vorstellen, daß es "Zielvereinbarungen" gibt, wiviele Lebertransplantationen pro Jahr durchgeführt werden sollen, wovon wiederum das Gehalt der Ärzte abhängig ist.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß aus reiner Nächstenliebe und Fürsorge für den Patienten die Wartelisten "frisiert" worden sind. Da muß mehr dahinterstecken.....
  2. #41

    Den ersten Stein? OK, mach' ich:

    Zitat von global payer Beitrag anzeigen
    jetzt kann man sich aufregen über Ärzte, die sich nicht an Spielregeln halte, aber ist der Arzt nicht zuerst der Rettung "seines" Patienten verpflichtet? Wieviel mutet man einem Arzt zu, der ehrliche Angaben macht, vielleicht ahnend, dass in anderen Häusern das nicht so ist. Würden wir uns als Patient nicht alle wünschen, dass mein Arzt etwas mogelt, damit er mir hilft? Man muss also fragen, ob die Kriterien des Systems zur Vergabe von Organen in der Mangelsituation angemessen ist.
    Die Katastrophe ist, daß durch solche Mitmenschen das Image des gesamten System ruiniert worden ist.

    Lange, lange Zeit hatte ich mich der Illusion hingegeben, die Beteiligten an diesem Spiel seien, wenn denn schon nicht von Natur aus gut und unbestechlich, so doch zumindest genauestens kontrolliert.

    Pustekuchen.

    Die sind so fehlbar wie alle anderen auch,
    die manipulieren Aufzeichnungen, nehmen offensichtlich auch Geld, zumindest aber Ruhm, und alle spielen mit.

    Und eine effiziente Kontrolle findet nicht statt auf der Empfängerseite.

    Und? Wie sieht es auf der anderen Seite aus? Da, wo ich mich lange Zeit freiwillig aufgehalten habe, bei den potentiellen Spendern?

    Nee, Freunde, game over, der vom langen Tragen verknitterte Ausweis is weg, und da, wo der früher steckte, kommt jetzt, ein

    NEIN, ICH BIN KEIN ORGANSPENDER

    rein.
  3. #42

    Zitat von Surgeon_ Beitrag anzeigen
    Was hat das mit dem Organspendeausweis zu tun,

    Solchen Typen wie Ihnen sollte man keine Organe spenden !!
    dazu wird es nicht kommen , niemals würde ich mich auf einer liste setzen
    lassen
    Es ist ja nicht so das Patienten , wenn sie erfolgreich ein Spenderorgan
    bekommen haben besser geht als vorher ,
  4. #43

    Klar, nur .....

    Zitat von heute_morgen Beitrag anzeigen
    und immer universitätskliniken. das ganze scheint system zu haben.
    Unikliniken, denn nur diese können sich aufgrund der Grösse den Aufwand der Transplantationsmedizin leisten.
    Jedes kleine Klinikum wäre damit finanziell heillos überfordert.

    BTW: ich verabscheue genau wie Sie diese Tricksereien in der Organvergabe, wird Zeit, dass dies übergeordnet geregelt wird.
  5. #44

    Erschrocken....

    Die Kommentare hier schocken mich: wie sind sie nur soweit vom Thema abgekommen...
    Ich hoffe für alle, die wutentbrand ihren Organspendeausweis weggeworfen haben, dass sie im Fälle des Falles eine lebensrettende Organtransplantation bei sich selbst verweigern....
    Haben sie alle zu viele Horrorfilme geschaut oder was ist hier passiert?! Sie können sich nicht vorstellen, dass ein Arzt dies alles tut weil er seine Patienten retten möchte? Er muss finanzielle Absichten haben? Dann machen Sie mal ein Praktikum auf ner Transplantstation und gucken sie eine Woche zu, wie es den Menschen dort geht.... wie einige Sterben, nur weil rechtzeitig kein Organ da ist.....
    Einfach traurig, dass sie wegen Fehler einzelner Personen, anderen die Chance auf Leben nehmen möchten.
  6. #45

    kritisch hinterfragen

    Neben den allseits bestens nachvollziehbaren vitalen Interessen der Organempfänger geht es für die Transplantationen durchführenden in unserer vor allem monetär geprägten Gesellschaft auch bei der s. g. Organspende vor allem um viel Geld und Ruhm für die Pharmaindustrie, Kliniken und Ärzteschaft - und jeder Mensch sollte sich sehr genau überlegen ob er seine für Transplantationszwecke begehrten Teile seines Körpers dafür hergeben will - auch wegen der großen Missbrauchsgefahr - denn für Geld und Ruhm gibt es für viele Karrieristen bekanntlich keine Tabus! Von wegen Organspende nach dem Tod. Mit einem toten Körper und toten Organen kann niemand etwas anfangen; es müssen schon lebende Organe sein aus einem zum Zeitpunkt der Entnahme (noch) lebenden Körper! Hier liegt die Wurzel des Problemes! Selbstverständlich ist jeder/m freigestellt sich dem Gewebe- und Organtransplantationssystem vertrauensvoll auszuliefern. Organtranasplantation scheint so etwas wie der Kanibalismus der Moderne zu sein, in dem sich einer im Bedarfsfalle die noch brauchbaren Teile eines anderen buchstäblich einverleiben lässt. Und wirklich "gerettet" kann sowieso kein Leben je werden; es werden höchstens ein paar Monate oder im Idealfall auch Jahre an Lebenszeit - meist als Dauerintensivpatient - gewonnen. Deshalb trage ich konsequenter Weise vorsorglich immer einen Nichtspenderausweis bei mir, in drei Sprachen mit dem Wortlaut "Ich bin kein Organspender und kein Organempfänger!"
  7. #46

    teure Medikamente

    Zitat von spielzeugland Beitrag anzeigen
    Glauben die meisten eigendlich ihren scheiß den sie schreiben?

    @weniger/nicht mehr als Spender bereitstehen
    Was verbessert das? Wird dadurch die Situation nicht noch schlimmer weil noch weniger Organe bereit stehen?
    Die Folge sind höhere Kosten durch ersatzverfahren!
    Die Transplantation kostet weit weniger Geld wie eine Dialyse,....
    Bitte schaltet mal euer Gehirn ein.
    Die Kosten für den Organempfänger enden nicht mit der Transplantation. Die Empfänger müssen ihr restliches Leben extrem teure Medikamente einnehmen, damit die Organe nicht abgestoßen werden.

    Und selbst wenn jeder Deutscher einen Spendeausweis hätte, gäbe es immer noch zu wenig Spender, da es einfach nicht genug sog. "Hintote" gibt. Nicht die sinkende Zahl an Spendewilligen ist für die Organknappheit verantwortlich, sondern die immer größer werdende Anzahl auf Empfängerlisten, bedingt durch die Fortschritte in der Transplantationsmedizin.
  8. #47

    @hilmarhirnschrodt
    wie kommen sie darauf das das Leben nur für Wenige Monate verlängert wird? Heute Leben die Empfänger damit mehrere Jahrzente!!
    Und was meinen sie mit Dauerintensivpatient?
    Ich könnte ihnen eine Gruppe von Transplantierten / auf der Warteliste und Gesunde Präsentieren. Da können sie bestimmt den Aktuellen Stand erraten?

    @besserbescheidwisser
    Klar endet es nicht mit der Transplantation.
    Aber mal eine Rechnung:
    Immunsuppressiva = 5600Euro/Jahr (Stand 2006) X
    Dialyse = 29484 (Stand 2012) Medikamente X

    Pauschal kann man da sagen:
    Tranplantiert = 10000Euro/Jahr
    Dialyse = 30000Euro/Jahr
    In 30 Jahren macht das:
    Dialyse = 900.000Euro
    Tranplantion = 330000Euro (mit Transplantation)

    Wenn man bei unseren Nachbarn die Zahl der auf der Warteliste mit unseren vergleicht sind doch annähernd fast genug Hirntote vorhanden.

    Bitte Informieren sie sich vorher!
  9. #48

    .Gesund pflegen oder als Organspender "frisieren"?!

    Zitat von FidelCastor2 Beitrag anzeigen
    Ist ist sehr schwierig Ihrer Denklinie zu folgen!
    Was wollen Sie uns denn sagen?
    Sprechen Sie sich doch einfach ins reine.
    Indirekt verstehe ich Sie so:
    Sie haben Angst .....
    Es ging mir darum, die Gefahr klarzumachen, dass - zunächst - normale Patienten besser ausgewertet werden könnten, wenn man sie als Organspender verwendet.
    Wie das geht?

    Es gab eine Ausführung im "Klinikbewertungsforum", wo eine Frau beschrieb, wie Ihre - noch lebende - (aber sehr kranke) Mutter nicht weiter behandelt wurde. Man konfrontierte die Tochter damit, in bezug auf ihre (wie gesagt, noch lebende) Mutter einer Organentnahme zuzustimmen (berichtete Klinikaussage "in diesem Stadium therapieren wir nicht mehr"). Leider ist der Text nicht mehr in dieser Form vorfindbar!
    Darum geht es! Patienten während der konventionellen Behandlung schon als Organspender auszuwählen. Im Lichte der o.g. Manipulationen muß also auf eine hypothetische Analogie hingewiesen werden: die Gefahr, dass Patienten so behandelt oder gerade nicht behandelt (oder auch nur dokumentarisch so erfasst) werden, dass sie nunmehr "legitim" als totgeweihter Organspender Verwendung finden können.
    Also: wie "gesund" wird zukünftig ein Patient gepflegt werden, wenn er als Organspender potentiell viel mehr einbringen würde?

    Ich rede hier von einer Gefahr, die zu benennen ist, damit sie nicht Realität wird! Strukturell ist diese Gefahr jedenfalls schon angelegt, was die betriebswirtschaftl. Ausrichtung angeht. Fraglich ist, wie in diesem Umfeld ein WIRKLICH wirksames Kontrollorgan aussehen kann
  10. #49

    Hallo Herr vincentius,

    ist ihnen klar das ein KH welches eine Organentnahme vornimmt eine Transplantation oft gar nicht selber durchführt? Welches nutzen haben dann Kliniken umbedingt soviel Spender wie möglich zu haben?

    Kostentechnisch wären sie besser gestellt je mehr Empfänger und weniger Spender es gibt. Weil verdienen tun sie bei Behandlungen und das können sie am besten bei vielen Kranken.

    Bitte alle mal Informieren wie genau die Organvergabe Funktioniert.


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