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Transplantationen: Bahr macht Organspendeskandal zur Chefsache

dapdDer Gesundheitsminister wird aktiv. Daniel Bahr will mit allen Verbänden, die in Sachen Transplantation etwas zu sagen haben, Konsequenzen aus dem Organspendeskandal von Göttingen beraten. Behörden schieben sich inzwischen gegenseitig die Schuld für Versäumnisse zu.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...848135,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Gesundheitsminister wird aktiv. Daniel Bahr will mit allen Verbänden, die in Sachen Transplantation etwas zu sagen haben, Konsequenzen aus dem Organspendeskandal von Göttingen beraten. Behörden schieben sich inzwischen gegenseitig die Schuld für Versäumnisse zu.

    Transplantationen: Bahr macht Organspendeskandal zur Chefsache - SPIEGEL ONLINE
    Die beste Konsequenz wäre eine Widerspruchsregelung, aber da drücken sich FDV/CDU/CSU. Vermutlich weil man befürchtet, dass die Wähler es schlecht finden, sich bewusst gegen eine Spende entscheiden zu müssen. Man kann sichs halt nicht so einfach wegschieben.
    Dann gäbe es auch kein so großes Problem mehr mit diesen Manipulationen, da es dann sehr wahrscheinlich genügend Organe geben würde. Dadurch wäre die Attraktivität von den Manipulationen sehr gering. Aber da traut man sich nicht ran.

    Wieso nur macht mans nicht wie in Österreich oder noch besser: Spanien.

    An die Leute die nicht spenden:
    Wieso nicht? Wieso wolt ihr anderen menschen nicht helfen? Weil ihr Angst habt, dass Ärzte euch zu früh für Hirntod erklären könnten? Ihr wisst aber schon, dass die Wahrscheinlichkeit dazu absolut gering ist?
    Sehr viel niedriger als bei einem Autounfall sofort zu sterben?
  2. #2

    Wenn bei der FDP etwas zur Chefsache wird...

    ...dann wird der unliebsame Gegenstand der öffentlichen Entrüstung meistens unter den Teppich gekehrt. So war es immer und so wird es , bahr jeder Logik, auch bleiben. Hier wird der Bock zum Gärtner. Und schlimmer noch - eine Partei, die wie keine andere den Kittel-Klüngel der Ärzte verteidigt und verharmlost, soll nun auch noch zur Ehrenrettung herangezogen werden! Es ist alles so traurig - schon alleine deswegen, weil Herr Bahr im Eiltempo das Transplantationsgesetz durchgeboxt hat. Ich bin sehr gespannt, was die Spiegel-Journalisten noch so alles aufdecken.
  3. #3

    "Spenderorgane in vielen Fällen nicht nach medizinischer Notwendigkeit und Dringlichkeit vergeben wurden. Sollte das zutreffen, wäre dies gesetzeswidrig und ethisch in höchstem Maße verwerflich", sagte Bahr.

    Warum soll das denn bitte nicht stimmen. Das Gesundheitssystem ist ein Geschaeft wie jedes andere auch. Wenn der Kunde bezahlen kann dann wird auch bevorzugt geliefert.

    Zitat von Bokurano Beitrag anzeigen
    An die Leute die nicht spenden:
    Wieso nicht? Wieso wolt ihr anderen menschen nicht helfen? Weil ihr Angst habt, dass Ärzte euch zu früh für Hirntod erklären könnten? Ihr wisst aber schon, dass die Wahrscheinlichkeit dazu absolut gering ist?
    Sehr viel niedriger als bei einem Autounfall sofort zu sterben?
    Zur Zeit ist Wkt gering fuer Gehirntod erklaert zu werden. niemand kann daraus einen Nutzen ziehen.
    Koennte mir aber vorstellen das nach so einer Entscheidung das Gehirnversagen ansteigen wird (neue Volkskrankheit).
  4. #4

    Chefsache, hi , hi

    Ausgerechnet Bahr (FDP ) geriert sich als "Chef " !
    Von was eigentlich ? Der Vollzugsbehörde der Pharmalobby Ärzteverbände ?
    Der FDP-Klientel in Industrie und Ärzteschaft!
    Mehr als ein erhobener Zeigefinger und mediengerechte , starke Worte wird es nic ht geben. Wetten dasssss !
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Gesundheitsminister wird aktiv. Daniel Bahr will mit allen Verbänden, die in Sachen Transplantation etwas zu sagen haben, Konsequenzen aus dem Organspendeskandal von Göttingen beraten. Behörden schieben sich inzwischen gegenseitig die Schuld für Versäumnisse zu.

    Transplantationen: Bahr macht Organspendeskandal zur Chefsache - SPIEGEL ONLINE
    Nach > 30 Jahren Bereitschaft zur Spende habe ich meinen aktuellen Spendenausweis in den Reisswolf gesteckt. Das ist ja so pervers was da abgeht ...
  6. #6

    Zitat von pirx64 Beitrag anzeigen
    Nach > 30 Jahren Bereitschaft zur Spende habe ich meinen aktuellen Spendenausweis in den Reisswolf gesteckt. Das ist ja so pervers was da abgeht ...
    Ich vermute bei sich selbst oder ihren Kindern würden sie dann ein Organ auch ablehnen?
    "Sorry Tom, das siehst du ganz falsch, du stirbst nicht, weil dein Vater Organspende ablehnt, sondern du stirbst an der Krankheit."

    Im übrigen ist der Spenderausweis in der Realität eher unwichtig. Viel wichtiger ist, dass ihre Angehörigen wissen, was sie wollen.
  7. #7

    Die Aufdeckung des jetzigen Skandals

    erfolgte nach den bisherigen Informationen doch wohl durch die Bundesärztekammer, also die ärztliche Selbstverwaltung und nicht durch Spiegel Online, die Presse im Allgemeinen, den Gesundheitsminister, Herrn Spahn oder gar die staatlichen Ermittlungsbehörden. Genauso hat es den Anschein, als sei die Ermittlung der Staatsanwaltschaft in Bayern in Regensburg im Jahr 2005 nicht besonders gründlich gewesen und habe damit als eine Art Kondensationskeim gedient und die skrupellosen Mediziner, die jetzt in diese Fälle verwickelt sind erst in ihrem Tun angespornt, weil sie fortan weniger Entdeckung fürchten mussten. Wer sich in der universitären Medizin auskennt kann sich auch des Eindrucks nicht erwehren, als habe sich in der Regensburger Transplantationschirurgie eine Art "Schule" des ärztlichen Missverhaltens entwickelt: es steht zu befürchten, dass zunächst der Ordinarius in Regensburg und dann sein damaliger Oberarzt als gelehriger Schüler diese gelebte Morallosigkeit in die Welt setzten und dabei in anderen Disziplinen (vielleicht der Gastroenterologie ?) willfährige Helfer fanden. Jedenfalls müssen sich jetzt Transplantationschirurgen allgemein die Frage gefallen lassen, ob sie jemals wieder eine Leitungsfunktion (Vorstand ?) in der zuständigen Stiftung (DSO) einnehmen sollten und wie sie das Vertrauen der Bevölkerung jemals wieder zurückgewinnen wollen. Der politische Aktionismus der berufsmässigen Ablenker und Pseudobetroffenen in der FDP ist jedenfalls jetzt mehr als verspätet und einfach peinlich.
  8. #8

    Keine Angst

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Ich vermute bei sich selbst oder ihren Kindern würden sie dann ein Organ auch ablehnen?
    "Sorry Tom, das siehst du ganz falsch, du stirbst nicht, weil dein Vater Organspende ablehnt, sondern du stirbst an der Krankheit."

    Im übrigen ist der Spenderausweis in der Realität eher unwichtig. Viel wichtiger ist, dass ihre Angehörigen wissen, was sie wollen.
    Meine Familie weiss, was ich will. Und ich weiss auch was warten bedeutet, ein Onkel von mir musste bis kurz vor knapp auf seine neue Niere warten.
    Aber erst soll dieser Augiasstall aufgeräumt werden. Spendenbereitschaft damit damit Geld gemacht wird oder Promis vorrangig bedient werden? Nein danke.
  9. #9

    Ziemlich erstaunlich. Dass es zu diesem Skandal erst kommen konnte, weil es zu wenige Organe bzw. Spender gibt, auf die Idee kommt keiner.


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