CorbisVom Organspendeskandal verunsichert wollen viele Bürger keine Organe mehr spenden. Doch das ist der falsche Ansatz - auf Kosten der Kranken: Um Manipulationen im System zu verhindern, muss der Staat eine unabhängige Behörde schaffen. Nur so gelingen gerechte Verteilung und Kontrolle.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...849402,00.html
für den chefarzt. der finanziert seinen porsche damit!
Da wird Ursache und Wirkung verwechselt: Die miserable Spendenbereitschaft und somit Organverfügbarkeit ist die Ursache für die meisten Formen von Spendemißbrauch.
Die Lösung ist so einfach: Widerspruchslösung einführen! Gerne auch mit der Ergänzung, dass der Widersprechende logischerweise von dem Empfang von Organen ausgeschlossen ist.
... interessiert mich nicht, wer meine Organe transplantiert bekommt. Auch nicht im Leben. Wieso also den Spenderausweis wegwerfen?
...wenn ich kinderloser Single einen schweren Unfall habe, werden die Ärzte alles Menschen mögliche tun um mein Leben zu retten , wenn sie wissen, dass mein Herz einer Mutter von zwei Kindern das Leben retten kann?
Ich glaube nicht.
Sollte man die Transplantations-Industrie nicht doch wieder abschaffen? Sie fußt ja ohnehin auf dem künstlichen Konstrukt "Hirntod" - der Organspender soll tot sein, ist es aber offensichtlich doch gar nicht.
Ich darf mal zitieren: "An der Feststellung der Bundesärztekammer, dass mit dem „Hirntod“ naturwissenschaftlich-medizinisch der Tod des Menschen angeblich festgestellt sei, ändert die Tatsache nichts, dass es sich bei dem Patienten zu diesem Zeitpunkt um einen „lebenden Leichnam“ handelt, dessen Herz noch schlägt, den gesamten Kreislauf aufrecht erhält, der voll durchblutete Körper seine normale warme Temperatur hat, der Stoffwechsel noch stattfindet. Auch das funktionsunfähige Gehirn ist noch durchblutet, keineswegs wie bei einem Toten erkaltet, geschweige denn in den Verwesungsprozeß übergegangen.
Mediziner, die die Hirntod-Diagnose stellen, bereiten dem Patienten zuvor einen schmerzhaften Prozeß. Der Eingriff dient in der Regel der Organbeschaffung, nicht dem Wohl des Patienten. Die klinische Untersuchung sieht u.a. vor: Eine Provokation der Augenhornhaut mit einem Gegenstand, Stechen in die Nasenwand, Reizen des Rachenraums mit einem Gegenstand, Setzen eines heftigen Schmerzes zur Reizung von Reflexen, Reizung des Bronchialraumes durch Absaugkatheter, festen Drücken der Augäpfel, Gießen von Eiswasser in die Gehörgänge. Zur Absicherung der Diagnose wird gelegentlich eine Angiografie mit Kontrastmittelgabe durchgeführt. Dieses Testverfahren kann beim noch lebenden Spender zu einem anaphylaktischen Schock mit Todesfolge führen. Die DSO (Deutsche Stiftung Organtransplantation) empfiehlt als letzte klinische Untersuchung den Apnoe-Test (Abschalten der Herz-Lungenmaschine). Dabei kann es zu Blutdruckabfall, Herz-Rhytmusstörungen oder gar zum Herzstillstand kommen. Über belastende Untersuchungen, mögliche Gefahren und Fehleinschätzungen bei der Hirntoddiagnostik wird der spendenwillige Bürger jedoch derzeit nicht aufgeklärt. Unbekannt bleibt, wie häufig Fehldiagnosen eines Gehirntodes gestellt werden. Derartiges wird selbstverständlich in Fachzeitschriften nicht publiziert. Indessen wurden Fälle bekannt, in denen bei Fortsetzung lebenserhaltender Maßnahmen, bei sog. „Hirntoten“, diese Patienten wieder gesund wurden." zit.n.: http://www.hygeia.de/meinecke-organspende
Der allererste notwendige Schritt bei diesem Thema wäre offene, aufrichtige Information. Und diese vermisse ich eklatant.
Es wird nicht offen und aufrichtig dargelegt, was eine Einwilligung zur Organentnahme ganz praktisch im Krankenhaus bedeutet, welche Abläufe da ganz anders laufen (müssen), wenn klar ist, dass es sich bei dem Sterbenden um einen Organspender handelt oder eben nicht.
Es wird ja in der Regel noch nicht einmal darüber informiert, dass es sehr berechtigte Zweifel an der üblichen Gleichsetzung von Hirntod und Tod gibt. Wer weiß denn etwa, dass "Hirntote" in der Regel, in der Schweiz etwa gesetzlich vorgeschrieben, unter Vollnarkose gesetzt werden vor der Organentnahme. Eine Vollnarkose für Tote???
Ein Angebot zur längerfristigen Betreuung Angehöriger, die mit diesem Entschluss des Sterbenden umgehen müssen oder ganz besonders, wenn sie es waren, welche die Entscheidung für eine Organentnahme gegeben haben.
Patientenverfügungen und Organspende stehen oftmals in einem nicht offen dargelegten grundsätzlichen Widerspruch zueinander.
Die Diskussion um die Organspende wird so unehrlich und tabuisiert geführt, dass weit mehr als "ein Geschmäckle" übrigbleibt.
Die gerechte Verteilung der gespendeten Organe ist m.E. das geringste Problem für den potentiellen Spender:
Mich beunruhigt viel mehr, wie wenig moralische Statur einige der involvierten Mediziner an den Tag legen.
Und wenn ein Arzt Organe ins gut zahlende Ausland verscherbelt, dann wachsen bei mir die Zweifel, ob ich, der potentielle Spender, im Fall der Fälle wirklich so fair behandelt werde, wie man es mir immer erzählt.
Oder ob sich dann der über Tod oder Leben Entscheidende nicht doch von der leckeren Leber verleiten läßt.