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Transparency International: Wächter in der Zwickmühle

Die Organisation Transparency International gilt als schärfster Korruptionswächter der Welt - doch nur wenige wissen, dass sie unter anderem von Staat und Konzernen finanziert wird. Ein Lehrstück über die Frage: Wie viel Nähe darf ein Kontrolleur zu Kontrollierten haben?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,638784,00.html
  1. #10

    Unabhaengig??

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Organisation Transparency International gilt als schärfster Korruptionswächter der Welt - doch nur wenige wissen, dass sie unter anderem von Staat und Konzernen finanziert wird. Ein Lehrstück über die Frage: Wie viel Nähe darf ein Kontrolleur zu Kontrollierten haben?

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,638784,00.html
    Diese sogenannte "Unabhaengigkeit" erinnert mich stark an "unabhaengige" medizinische Gutachter, "unabhaengige" Unternehmensbewerter usw. sie alle sind weder unabhaengig noch korruptionsresistent.....
  2. #11

    Ja, ja....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Organisation Transparency International gilt als schärfster Korruptionswächter der Welt - doch nur wenige wissen, dass sie unter anderem von Staat und Konzernen finanziert wird. Ein Lehrstück über die Frage: Wie viel Nähe darf ein Kontrolleur zu Kontrollierten haben?

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,638784,00.html
    ...ein gewisses "Geschmäckle" hat das großspurige Auftreten dieser Organisation jetzt schon weg!
  3. #12

    "Imagewirksame Möglichkeit"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Organisation Transparency International gilt als schärfster Korruptionswächter der Welt - doch nur wenige wissen, dass sie unter anderem von Staat und Konzernen finanziert wird. Ein Lehrstück über die Frage: Wie viel Nähe darf ein Kontrolleur zu Kontrollierten haben?

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,638784,00.html
    Zitat aus dem Artikel:

    "Um Mitglied zu werden, müssen sich Unternehmen in einer nicht mit Sanktionen verknüpften Erklärung zu "hohen ethischen Standards im Geschäftsverkehr" verpflichten. Insgesamt 45 Unternehmen und Institutionen wie die GTZ, Allianz, BASF oder die Deutsche Bahn, wo TI-Geschäftsführer Humborg knapp zwei Jahre tätig war, haben diese imagewirksame Möglichkeit bisher genutzt."

    Ich kann nur noch den Kopf schütteln. Wie soll eine Organisation Unternehmen auf die Einhaltung ethischer Standards kontrollieren, wenn ihre Existenz durch die Mitgliedsbeiträge der kontrollierten Unternehmen gesichert ist?
    Sicherlich wird keine Organisation gerade den grö0ten Beitragszahler mit akribischen Kontrollen belästigen. Ist auch absolut menschlich.
    Deutschland sollte sich darauf besinnen, dass es über eine unabhängige Justiz verfügt. Bei dieser wären staatliche Mittel, die ja auch geflossen sein sollen, weitaus besser aufgehoben.

    Letztlich sagt ja auch dieser Artikel, dass einige Unternehmen die "imagewirksame Möglichkeit" genutzt haben. Über die Effizienz der damit verbundenen Kontrollen macht man sich besser keine Gedanken.

    Gruß
    Berlinerin
  4. #13

    xxxxx

    Zitat von notty Beitrag anzeigen
    Diese sogenannte "Unabhaengigkeit" erinnert mich stark an "unabhaengige" medizinische Gutachter, "unabhaengige" Unternehmensbewerter usw. sie alle sind weder unabhaengig noch korruptionsresistent.....
    oder an "unabhängige" ratingagenturen...........
  5. #14

    Es gibt auch andere

    Es gibt auch finanziell nicht auf Rosen gebette wesentliche kleinere aber dafür kritischere Organisationen die sich Themen annehmen um die sich angeblich auch TI kümmert, z.B. Business Crime Control, Lobby-Control, Whistleblower-Netzwerk oder Clean-State. Die freuen sich bestimmt über private Unterstützung von denjenigen die TI nicht mehr vertrauen.
  6. #15

    @ inci

    Zitat von inci Beitrag anzeigen
    oder an "unabhängige" ratingagenturen...........
    Die Ratingagenturen arbeiten selbstverständlich ausschließlich zum Wohle der Anleger und sorgen für Transparenz auf den Finanzmärkten. Dies natürlich vollkommen neutral und nach bestem Wissen und Gewissen.

    Von wem sie bezahlt werden, ist den Ratingagenturen gleichgültig. (ACHTUNG IRONIE)

    Schöne Grüße
    Berlinerin
  7. #16

    Wozu haben wir eine Justiz

    Zitat von ceclux Beitrag anzeigen
    Es gibt auch finanziell nicht auf Rosen gebette wesentliche kleinere aber dafür kritischere Organisationen die sich Themen annehmen um die sich angeblich auch TI kümmert, z.B. Business Crime Control, Lobby-Control, Whistleblower-Netzwerk oder Clean-State. Die freuen sich bestimmt über private Unterstützung von denjenigen die TI nicht mehr vertrauen.
    Ich will ja keineswegs die hehren Absichten dieser Organisationen leugnen. Aber von irgendetwas müssen deren Mitarbeiter auch leben und werden nicht aus göttlicher Nächstenliebe tätig sein.
    Die Justiz ist sicherlich in keinem Land perfekt organisiert; es gäbe vermutlich überall Nachbesserungsbedarf. Aber mir ist eine staatliche Justiz immer noch lieber als diverse mit mehr oder weniger Machtfülle ausgestattete Interessengruppen, die nur sehr schwer zu kontrollieren sind.

    Gruß
    Berlinerin
  8. #17

    Wer sich selber informiert...

    ... ist klar im Vorteil...

    Beispielsweise unter:

    http://www.transparency.org/
    Transparency International -

    http://www.transparency.de
    (Transparency International Deutschland e.V.)

    Empfehlenswerte Inhalte (auch -und insbesondere- für den Autor des Artikels):
    - aktuelle Initiativen und Forderungen (dann einfach mal abgleichen mit der vermeintlichen Abhängigkeit von Wirtschaft und Politik)
    - Arbeitsweise und Engagement (bspw. bei TI Deutschland ganz überwiegend ehrenamtlich, dass diese "Mitarbeiter" auch irgendwo Geld verdienen (müssen) scheint dem Autor leider entgangen zu sein)

    'Sorry', aber einen solchen Spiegel-Online-Artikel zusammenzuschreiben (bzw. eher zusammenzu...) ohne auch nur in einem Satz einmal aktuelle Projekte und Vorhaben zu beleuchten (die dann über Ausrichtung und Vorgehensweise Auskunft geben könnten) ist ein ziemliches (journalistisches) Armutszeugnis !
  9. #18

    Die gute Ordnung

    Zitat von navy Beitrag anzeigen
    Kurz gesagt wurden hohe Millionen Summen Bestechungsgeld an TI gezahlt, was an die Berlinwasser Sache in Albanien ebenso erinnert. Nachgewiesen sind das die GTZ Aufträge ohne Ausschreibung an neu gegründete Consults verteilt und wie die Weltbank feststellte, die Leute Null Auslands Erfahrung und oft auch keine Berufs ERfahrung hatten. Das Hamburger Weltwirtschafts Institut (HWWI) stellte im Auftrage des BMZ sogar in 2009 fest in Cooperation mit Prof. Reinhard Stockmann der Uni Saarbrücken das 40% aller Gelder in die eigenen Politischen Kanäle der Entwicklungshilfe umgeleitet werden. Das sind dann weit über 10 Milliarden € in 10 Jahren. Und weil man seinen eigenen Betrug nicht kontrollieren will, wurde neuer Auftrag an das HWWI erteilt auch in Partnerländern, dem Verbleib der Gelder und Projekte nachzugehen. Aktuell gibt deshalb das BMZ nur 0,03% der Ausgaben für Kontrollen aus, was 1 % der in anderen Ländern üblichen Summe ist.
    Nur der guten Ordnung halber sei daran erinnert, dass die GTZ aus der KfW hervorgegangen ist.
  10. #19

    Die Justiz, die exekutive Richtlininenkompetenz

    Zitat von berlinerin95 Beitrag anzeigen
    Wozu haben wir eine Justiz
    Ich will ja keineswegs die hehren Absichten dieser Organisationen leugnen. Aber von irgendetwas müssen deren Mitarbeiter auch leben und werden nicht aus göttlicher Nächstenliebe tätig sein.
    Die Justiz ist sicherlich in keinem Land perfekt organisiert; es gäbe vermutlich überall Nachbesserungsbedarf. Aber mir ist eine staatliche Justiz immer noch lieber als diverse mit mehr oder weniger Machtfülle ausgestattete Interessengruppen, die nur sehr schwer zu kontrollieren sind.

    Gruß
    Berlinerin
    Wir haben eine Exekutive mit Richtlinenkompetenz wie unsere liebe Frau Bundesjustizministerin Zypries, damit auf Frage nach Gesetzen zum Schutz vor Korruption und Betrug jemand öffentlich hochkompetent und im öffentlich - rechtlichen Fernsehen erklären kann: "Es besteht kein Handlungsbedarf. Ich vertraue auf die selbstregulierenden Kräfte des Marktes." (Zypries 2005).

    Gruß
    Ihr Mitbürger








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