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Training für Hartz-IV-Empfänger: Arbeitslose spielen Kaufmannsladen
Aufblasbarer Plastikkäse, kopiertes Spielgeld, gefärbtes Wasser in Weinflaschen: Das Jobcenter Hamburg finanziert einen kompletten Supermarkt. Hartz-IV-Empfänger sollen dort wieder arbeiten lernen. Die simulierte Einkaufstour kostet Millionen - und hat bislang nur eine magere Erfolgsquote.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...686388,00.html
- #160 11.04.2010 11:37 von Achras
Der Arbeitsmarkt ist so absurd, wie die Gesamtgesellschaft!
Ein Bekannter von mir hat mal in einer solchen Simulation "gearbeitet".
Die Betreibergesellschaft hat also Mauerer, Fliesenleger, Anstreicher etc. mit der STÄNDIGEN Veränderung des "Trainingsgebäudes" beschäftigt: Mauer hochziehen, niederreißen, Schutt wegräumen...
Die Einzigen, die dort WIRKLICH noch sinnvoll beschäftigt waren, waren DIE Kräfte, die die Kantine betrieben haben...
Und die einzigen, die wirklich GELD bekommen haben, waren die "Ausbilder", die also die indivduelle Arbeitsleistung der Teilnehmer an dieser Zwangsmaßnahme zu beurteilen hatten... - #161 11.04.2010 11:41 von Achras
- #162 11.04.2010 12:03 von Achras
- #163 11.04.2010 12:42 von MarkH
ooo
Wer mehr als 400,- / Monat haben will, soll arbeiten. Basta.
Ändert nichts dran, dass es keine "bezahlte" Arbeit gibt
Gegenvorschlag: Alle Retailer, die in Ihrem Sortiment über einen bestimmten Prozentsatz ausländische Produkte führen, zahlen die Zerstörung der gesamten SAchwertsubstanz aus eigener Tasche. - #164 11.04.2010 16:47 von rosiweissnix
Discounter können sich die ständige Einarbeitung einfach nicht mehr leisten
Ein staatlich subventionierten Ausbildungsprogramm mit mentaler Vorselektion!
Schrieb bereits in einem "Nachbartröt" (Wortschöpfung vom Foristen ...ergo sum) folgendes #635
Ausbilden wollen die jetzt auch nicht mehr, ist im Discounterkampfpreis wohl auch nicht mehr drin. Deswegen baut man in unserer Republik den eben verlinkten Kaufmannsladen. Damit hat man sich dann auch schon was gespart. Dann gibt es nachher ein "Bestanden im Kaufmannsladen-Zeugnis" und schwupps, hat man die anpassungsfähige Klientel, die das ganze bis ans Lebensende für ein Spiel hält und sich bis auf die Knochen erniedrigen lässt. - #165 13.04.2010 01:15 von
Lieber ein bescheidenes Leben, dafür selbstbestimmt!
Ich verstehe nicht, was dagegen spricht, durch eigene Arbeit sehr bescheiden leben zu können. Fakt ist, dass diese Aktivcenter nicht mit gut qualifizierten Menschen belegt werden. Da reicht es meistens nicht für die besser bezahlten Jobs. Das ist aber eine Frage der Politik und nicht der Arbeitsverwaltung.
Du hast sicher Recht, dass es zu wenig Arbeitsplätze gibt. O.K.! Und wo sind gute Ideen. In diesem Gemecker hier hab ich keine gefunden. Es ist doch eher zynisch, die Menschen sich selbst zu überlassen und nichts zu unternehmen. Und ich hoffe, es bringt hier niemand die bezahlte gemeinnützige Arbeit als Heilmittel. Das hat sich schon längst als Drehtür erwiesen.
Es wird immer eine Sockelarbeitslosigkeit geben, auch bei Vollbeschäftigung. Ich halte es aber für vernünftiger, die Dauer der individuellen Arbeitslosigkeit so kurz wie möglich zu halten und durch schnelle Anpassungsqualifizierung die Menschen wieder in den Markt zu bringen. Dann könnte man auf Motivierungs- und Aktivierungsinstrumente gern verzichten. Da müssen wir aber erstmal hinkommen, denn noch gibt es zu viele Lebensläufe mit zu langer Arbeitslosigkeit. Da ist dann der erste Schritt zurück in Arbeit der Schwierigste.
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