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Trainee-Programme: Der kleine Prinz ist tot
Josef Ackermann hat eins gemacht, Eckhard Cordes und Jürgen Dormann auch. Früher galten Trainee-Programme als elitärer Einstieg für künftige Thronfolger und Top-Manager. Doch aus dem bequemen Business-Class-Rundflug durchs Unternehmen ist ein Sturzflug ins harte Berufsleben geworden.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...791754,00.html
- #10 17.10.2011 20:49 von
ein grund...
weshalb immer mehr firmen in den "sueden" abwandern. die lebenshaltungskosten in new york sind horrend verglichen mit North Carolina (Raleigh, Charlotte) oder Texas (Dallas/Ft.Worth). hier gibts ein nettes apartment fuer rund $800/monat, keinerlei state income tax und strom/wasser sind auch guenstig. gehaelter natuerlich unter NYC fuer college absolventen, aber im endeffekt lebt man besser als in NYC.
- #11 17.10.2011 21:15 von
.
Deshalb sind Firmen wie Adidas, Siemens und Co. auch clever genug, mit ihren Headquartes in Bayern auf's flache Land zu ziehen. m2-Preis für's Häuschen 250 €. Da ist die Welt in Ordnung und die Kinder spielen nachmittags im Wald. Weg auf Arbeit: 15 min. Die Experten verdienen um die 100k und ein Besuch im Biergarten kostet 30 €. und wer ins Theater nach München will, fährt anderthalb Stunden mit dem Auto. Ist kürzer als in NY von einer Stadtseite zur anderen :-)
Ich bin auch regelmäßig in den USA unterwegs, gerade in der NY-Gegend. Werde nie verstehen, was Leute dort hin zieht. - #12 17.10.2011 21:17 von
- #13 17.10.2011 21:17 von pibaer
Trainee = Direkteinstieg des hilflosen Managements
Die ganzen Trainee-Programme für den "Direkteinstieg" in's Management sind meiner Meinung nach das größte Problem aller Firmen, die auf diese Art ihr Management auswählen. Man bekommt Leute, die zwar theoretisch gut sind, aber von den Produkten, deren Entwicklung und deren Fertigung einfach keine Ahnung haben. Die Unterschiede in der Management-Qualität zwischen solchen Direkteinsteigern und langsam nach oben Aufgestiegenen (oder gar bei inhabergeführten Unternehmen) sind enorm. Besonders deutlich ist die Unsicherheit und die Unfähigkeit dann an der Menge der Prozesse zu erkennen, die eingeführt werden, um das unbekannte Wesen "Firma" trotz weitestgehend fehlender Erfahrung und Wissen führen zu können.
- #14 17.10.2011 21:32 von tomymind
Weine gleich
Habe für eine 50-60h/Woche nur 25000.-€/Jahr verdient.
Musste aber Umsatz und Kosten verantworten. In ihren Augen war ich also nur ein Minderleister, oder?
Verstehe jetzt aber warum die Mehrzahl der Trainees die ich kennenlerne durfte, Arschlöcher sind.
Denken sich wahrscheinlich das Gleiche wie sie, nach unten treten nach oben buckeln.
Nur gut das es noch Menschen mit gesundem Menschenverstand gibt, mit/ohne Studium, die in diesen Unternehmen arbeiten - #15 17.10.2011 21:47 von
x
Oh, keine Sorge, bei 25k war das nicht viel "Verwantwortung" - so jemand wird schnell ausgetauscht, wenn was nicht stimmt.
Und, nein, mit 25k mehr als einen Assistentenposten zu übernehmen ist mit Sicherheit kein gesunder Menschenverstand, sondern ein extrem geringes Selbstvertrauen oder alternativ Null common sense. -> bei nächster Gelegenheit raus! - #16 17.10.2011 22:05 von
Gutes Foto
So wird´s kommen.
Der Jugendwahn wird abgelöst durch einen Kinderirrsinn. Zu Ludwig´s Zeiten (IVX.) wurde auch ein 4-jähriger zum Kardinal ernannt. - #17 18.10.2011 08:09 von
Stimme vollkommen zu
Ich habe Ausbildung, 2 Jahre Berufserfahrung und demnächst Technikerschule hinter mir. Wir bekommen zwar Wissen für das mittlere Management mit. Ich würde mir aber im Lebtag nicht anmaßen sofort dorthin zu wechseln. Denn ich habe einfach zu wenig Ahnung bei Führung und Requirements Engineering und dergleichen - ganz zu schweigen von fachlichen Qualifikationen (die können Notenmäßig noch so gut sein) Wissen eignet man sich erst im Berufsleben richtig an.
Und erst wenn ich die wichtigsten Abteilungen wie Prüffeld, Support, Entwicklung durchweg angeschaut (mind. 5 Jahre jeweils) habe, kann ich ins Management wechseln und dort auch als Respektsperson agieren und weitreichende Entscheidungen treffen.
Das Problem des Management ist es das zu wenige Entscheidungen dem einzelnen angelastet werden können, meist zählt nur das "verkaufen" seiner selbst. Wenn ein Techniker ein Fehler macht dann wurde das meist gut dokumentiert und daraus lernt man. Leider herrscht im Management wohl eine andere Mentalität vor...
EGS - #18 18.10.2011 08:15 von
Sehe ich ähnlich
Soweit so gut. Nur leider gibt es immer mehr oder zumindest noch genug Personen, die es mitmachen. Das ist ja auch für diese so lange kein Problem, wie z.B. die Eltern unterstützen. Tendenziell trifft das natürlich eher auf wohlhabende Schichten zu. Deshalb wird es meines Erachtens auch immer schwieriger, sich "hochzuarbeiten". Das können sich viele nicht leisten. So paradox das auch klingt. Ich persönlich hatte das Glück, diese Ausbeutung nur kurzzeitig über mich ergehen lassen zu müssen. So sind meine Schulden aus dem Studium "nur" in den ersten 12 Monaten der Berufstätigkeit weiter gestiegen. Nach nunmehr 5 Jahren Berufstätigkeit muss ich aber immer noch einiges zurück zahlen... - #19 18.10.2011 08:22 von
Unternehmen nutzen das aus
Bei Mercedes-Benz Minibusse hatten Sie eine Dame als Praktikantin für 6 Monate eingestellt, die fertig studiert war. Für vielleicht 600 EUR p.M. Danach sollte Sie für das gleiche Geld nochmal ein Jahr dran hängen, hat sie mir erzählt. Dazu sollte sie sich dann wieder einschreiben (diesmal VWL), damit das Unternehmen nicht verklagt werden kann wegen der drastischen Unterbezahlung. Sie hat alles soweit ich es noch mitbekommen habe brav mitgemacht. Sie hatte keine Alternative...
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