Getty ImagesSich selbst bezeichnet Gregor Schlierenzauer als Diamanten - und er liegt richtig. Einen Tag vor seinem 23. Geburtstag verteidigte er den Titel bei der Tournee, der Österreicher bestimmt die Sportart nach Belieben. DSV-Trainer Werner Schuster nennt ihn bereits den "besten Springer aller Zeiten".
http://www.spiegel.de/sport/wintersp...-a-876020.html
"Das Ergebnis schmerzte umso mehr, da das deutsche Team bis zum enttäuschenden Schlussspringen eine mannschaftlich gute Leistung zeigte und schließlich mit Michael Neumayer (Rang sechs), Andreas Wellinger (9), Martin Schmitt (10), Richard Freitag (11) und Severin Freund (13) gleich fünf Sprinter unter die besten 15 brachte."
Mich nervt dieses ständige Gerede von x Deutschen unter den y Besten. Das hörte man früher nie, und es wurde beim Skispringen eingeführt, als es bergab ging und Siege und Podestplätze ausblieben. Abgesehen von den Mannschaftsspringen ist Skispringen keine Mannschaftssportart, und diese Formulierung ist ein Muster ohne Wert. Am Schluß zählt, wer ein Springen gewinnt, oder wer es wenigstens noch aufs "Treppchen" geschafft hat. Was nützen 5 Deutsche unter den ersten 13, wenn der Beste auf Platz 8 liegt? Garnichts. Also, liebe Journalisten und Kommentatoren, bitte hört mit dieser Phrase auf und sagt, was Sache ist: Die deutschen Springer erreichen unter Schuster bessere Platzierungen, aber wir haben weder einen Siegspringer noch einen Springer, bei dem ein Podestplatz zuverlässig drin ist. Und solange das so ist, kann man nicht zufrieden sein. D ist eine Skisprungnation und hat schon zuviel erreicht, um jetzt so kleine Brötchen zu backen. Und wieder 6 Deutsche unter den ersten 50... toll!
"... Sie schwenkten ihre Fahnen, zündeten bengalische Feuer - und jubelten über..."
- und wir hätten die nächste Sicherheitsdebatte. Eigenartig.
Es gibt dazu einen hübschen Kommentar im Online-Teil der Rheinischen Post aus Düsseldorf [sic!]. Derselbe Moderator, der im mittlerweile schon legendären Match D'dorf gegen Berlin Todesangst hatte, findet Bengalos im Wintersport wohl nicht so schlimm.
Kommentar zu Pyrotechnik beim Skispringen: Bemerkenswerte Doppelmoral
bitte? freund hat diese saison schon 2 springen gewonnen. ich fürchte das nennt man siegspringer. außerdem belgt er immer noch den 2. platz in der weltcup gesamtwertung. und podestplätze zuverlässig belegt beim skispringe niemand. wenn übérhaupt dann noch am ehesten schlierenzauer. die zweitmeisten podestplätze in dieser saison hat übrigens freund. außerdem belegten noch wellinger zweimal und freitag einmal einen podestplatz und deuitschland gewann ein mannschaftsspringen. insgesamt steht man so guit da wie seit 10 jahren nicht mehr und das nicht nur in der breite sondern auch in der spitze, auch wenn das bei der torunee so nicht ganz gezeigt wurde. aber die tournee ist nicht alles
Hier wird nicht mit zweierlei Maß gemessen, sondern zwei grundverschiedene Dinge mit dem selben Maßstab:
Es ist bis dato noch kein Fall bekannt, da Wintersportfans pyrotechnische Artikel zum Angriff gegen andere Fangruppen, Ordner oder die Polizei benutzt hätten.
Es wurde auch noch keine Infrastruktur des Veranstalters mittels Pyrotechnik mutwillig beschädigt.
Und es haben sich auch noch keine Fangruppen nach der Veranstaltung zu Massenschlägereien verabredet.
Vernünftigen Menschen kann man eben mehr erlauben als anderen.
Die Einschränkungen im Fussball sind Reaktion auf schlimme Vorfälle und keine grundlosen Restriktionen.
Da hat überhaupt nichts mit dem Thema zu tun, da gings um Feuerwerkkörper, die zu Silvester gezündet wurden. Was jetzt, Silvester verbieten?
Normale Fußballfans haben eben Pech, das ihnen wegen Depen, die mutwillig sich und andere in Gefahr bringen, Bengalos verboten wurden. Im Wintersport haben die Fans bis jetzt noch keinen Grund dazu geliefert, da werden Bengalos wirklich nur zum Stimmungsmachen verwendet.