Gladiatorenkämpfe sind eine Sache der Vergangenheit? Pustekuchen. In Rom wurden Touristen Zeugen, wie Männer in Rüstungen und mit Schwertern aufeinander losgingen. Hinter dem antiken Geraufe stand eine verdeckte Aktion der Polizei.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,779808,00.html
Ich war in diesem Jahr das erste Mal auf Mallorca. In Palma sind mir diese Figuren auch ziemlich auf den Senkel gegangen.
Auch wenn man da differenzieren kann.
Es gibt solche, die sich richtig Mühe geben, aufwändig verkleiden und Statuen darstellen, mit dem Publikum nette Dinge machen und auch nicht aufdringlich sind.
Dann solche, die eher schrill und laut sind (Indianer, Cowboys, ... wer's mag).
Aber richtig dämlich fand ich die wandelnden Comic-Figuren, deren einzige Leistung es war, bei 30°C den ganzen Tag in so'nem Plastikkostüm herumzustehen.
Die Dichte war insgesamt auch zu hoch. Ich habe teilweise Fotos einer Straßenecke mit 6 solcher Figuren im Umkreis von 10 m.
.... flüchtet eine als Mickey Mouse verkleidete rumänische Frau erfolgreich in Berlin vor der deutschen Polizei.
http://www.welt.de/vermischtes/weltg...risten-ab.html
Das 'funktioniert' weltweit.
In Asien sind es dann dazu noch Elephasnten, Affen, Adler, Eidechsen, ect. pp, die in den Tourizonen zur Hauptzeit Geld einbringen sollen. Auch Kids, werden gerne genommen, Zugaretten, Kaugummi, Rosen, ect. verkaufen. Und am naechsten Tag ausschlafen, statt in die schule zu koennen.
Aber ohne die bloeden Touris wuerde dieses Problem gar nicht existieren! Keine Nachfrage, kein Angebot. Die Jungs muessen also ziem,lich viele Bloede vor Ort abgreifen koennen!
... die mafiaartigen Strukturen, die die besten Standorte kontrollieren (ganz analog zu der Mafia, die auch den Straßenstrich überwacht), sind es natürlich nicht.
Bei einem eigenen Urlaub in Rom hatte ich übrigens keinen Ärger mit den "Gladiatoren" (der eine, mit dem wir uns zusammen fotographieren ließen, verlangte dafür damals 10000 Lire, die er auch von uns bekam), dafür mit dem Taxi vom Flughafen, das wir am Ende doppelt bezahlten, und die beinahe meinen Laptop geklaut hätten.
Ich war letztes Jahr in Rom und musste innerlich über die teilweise komische Zusammenstellung der Kostüme lachen - Leggins waren bei den Römern wohl eher genau so unbekannt wie Turnschuhe. Interessanterweise fand ich weitab der Touristenströme, am Circus Maximus, eine Gruppe Reenactors in akkuraten Rüstungen die dort ihrem Hobby nachgingen und die sich freudig umsonst fotographieren liessen.
Wer sich nicht entbloedet, als Tourist durch die Welt zu fliegen und latschen, muss sich nicht wundern, als Konsument einer vollkommen idiotischen, doch weitverbreiteten Abkochindustrie fuer geistig Minderbemittelte vor Ort von den Einheimischen gelegentlich auch so behandelt zu werden.