Tourismusflaute am Roten Meer: Geisterstille in Mubarak-City

Leere Strände, ausgestorbene Restaurants, verwaiste Hotels: Nach den Unruhen in Ägypten ist der Tourismus am Roten Meer fast vollständig zum Erliegen gekommen. Vor allem kleinere Unternehmen fürchten um ihre Existenz - Teile von Scharm al-Scheich wirken wie eine Geisterstadt.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...745987,00.html
  1. #1

    Tja...

    Was soll man sagen? Sein Handeln will gut überlegt sein! Proteste, weil einem die Politik nicht passt, müssen nicht immer gut sein.

    Das gleiche gilt in Tunesien und überall sonst: Freiheit kann super sein - aber nicht, wenn man dann sich damit zugleich seiner Lebensgrundlage entzieht.
  2. #2

    zu einem guten und vollständigen Urlaub

    gehört nunmal in Ägypten auch ein Besuch der alten Kultur. Ob nun in Kairo im ägyptischen Museum, der Karnaktempel oder anderswo.
    Leider gab es viele negative Schlagzeilen darüber und das verunsichert die Touristen. Wir wollten eigentlich auch nochmal diese Jahr ans rote Meer mit 2-3 Tagen Kultur, aber bei der aktuellen Lage wird da wohl diese Jahr nichts daraus.
  3. #3

    Ist das Ihr Ernst?

    Zitat von jObserver Beitrag anzeigen
    ...Freiheit kann super sein - aber nicht, wenn man dann sich damit zugleich seiner Lebensgrundlage entzieht.

    Das war jetzt aber nicht ernst gemeint, oder? Die logische Schlussfolgerung wäre ein "Hoch der Sklaverei und Leibeigenschaft". Na ja, aber wir sind ja auch auf dem Besten Weg dorthin. War also vermutlich ernst gemeint.
  4. #4

    ..Man liest immer...

    ...wieder was von "momentaner Lage".
    Mein Vorschlag: Weniger Panikverbreitende TV Sendungen schauen und keine derartigen Artikel lesen.
    Wenn man mal drüber nachdenkt ist die derzeitige Lage nicht anders als sonst auch - vielleicht sogar ein kleines wenig besser.
    Es ist in den Urlaubsorten nichts geschehen, daran wird sich auch nichts ändern.
    Ich freue mich auf meinen Urlaub, ist leider noch eine Weile hin.
    Vielleicht sind dieses Jahr weniger Id....n da.
    Das kann nur schön werden, schade aber für die Ägypter.
  5. #5

    Unverbesserliche - gut für die Ägypter

    [QUOTE=XRay23;7175788Wenn man mal drüber nachdenkt ist die derzeitige Lage nicht anders als sonst auch - vielleicht sogar ein kleines wenig besser.
    Ich freue mich auf meinen Urlaub, ist leider noch eine Weile hin.
    Vielleicht sind dieses Jahr weniger Id....n da.
    Das kann nur schön werden, schade aber für die Ägypter.[/QUOTE]

    Na, zumindest einer von den unverbesserlichen Id....n wird demnächst dort sein. Dann mal einen schönen Urlaub.
  6. #6

    Eigentlich schade

    Ägypten ist eins der schönsten Reiseländer auf der Welt. Wo sonst hat man eine großartige Kultur,Landschaft und tolle Strände. Ich hoffe für Ägypten das die Touristen bald wieder kommen. Ich selbst werde jetzt erstmal die Entwicklung in Ägypten abwarten. Geplant war (ist) eigentlich ein Ägyptenurlaub für dieses Jahr. Eine Woche wollten wir mit Kamelen eine Wüstentour machen. Dann noch ein paar Tage Kairo und anschließend eine Woche Rotes Meer.
    Ich hoffe das sich die Situation in Ägypten positiv entwickelt. Dann werde ich meinen Urlaub dort machen. Und ich freue mich auf Ägypten. Ist ein wirklich wünderbares Land. Und so nebenbei nich jeder Touri in Ägypten ist ein Schnäppchenjäger. Ich jedenfalls nicht.
  7. #7

    Krankes Hirn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leere Strände, ausgestorbene Restaurants, verwaiste Hotels: Nach den Unruhen in Ägypten ist der Tourismus am Roten Meer fast vollständig zum Erliegen gekommen. Vor allem kleinere Unternehmen fürchten um ihre Existenz - Teile von Scharm al-Scheich wirken wie eine Geisterstadt.

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...745987,00.html

    Und Despot und Dieb Mubarak, der an all dem Desaster Schuld trägt, sitzt auch in Sharm El Sheikh in seinem Palast und hat mit all dem Elend da draußen nichts zu tun, nachdem er 60 Jahre seines Lebens dem Wohl des ägyptischen Volkes geopfert und 70 Mrd. US$ Vermögen in den 30 Jahren seiner Diktatur zusammengerafft hat.

    Um sich die Größenordnung seines Geldvermögens auch nur annäherungsweise in seiner Dimension vorstellen zu können, folgende Überlegungen basierend auf Egyptian Pound-Basis (420 Mrd.EGP)

    1 EGP-Münze:

    Stapelt man sein Vermögen zu einem Münz-Turm bestehend aus 1 EGP-Münzen, so ergibt sich eine Turmhöhe von gigantischen 840000 km. Das entspricht der Entfernung

    Erde – Mond – Erde

    oder

    21 x dem Erdumfang

    100 EGP-Note:

    Stapelt man die 420 Mrd. EGP Diebesgut in 100 EGP-Geldscheinen zu einem Turm, ergibt sich eine Geld-Stapel-Höhe von 1050 km.
    Das entspricht der Entfernung

    Kairo – Sharm El Sheikh – Kairo

    oder

    Berlin – Wien - Berlin


    Gestohlenes Vermögen pro Zeiteinheit in 30 Jahren:

    pro Jahr: 14,0 Mrd. EGP
    pro Tag: 38,4 Mio. EPG (basierend auf 365 Tagen)
    pro Stunde 1,6 Mio. EGP (basierend auf 24 Std., ein Präsident arbeitet doch ununterbrochen rund um die Uhr)


    Schändlich, einfach nur erbärmlich und abscheulich. Wie verdorben muss ein Hirn wohl sein. Keinen Piaster wird er mit ins Grab nehmen.
  8. #8

    Dahab ist OK

    Ich war über den Jahreswechsel in einem Hotel am Roten Meer nördlich von Dahab.
    Ich kann mir schwer vorstellen, das es dort Gründe für eine „verschlechterte Sicherheitslage“ geben soll.
    Die Hoteliers, die Angestellten, Händler und Erlebnisanbieter wollen nur ihre Geschäfte machen.

    Urlauber, die nicht so auf Perfektion erpicht sind und etwas „Basarmentalität“ mitbringen, kommen hier auf ihre Kosten.
  9. #9

    Geisterstille in Mubarak-City

    Erst wurden in allen Talkshows aus 'berufenem' Journalisten und Gutmenschen-
    munde sofortige Neuwahlen gefordert. Heute nachgefragt weiss keiner mehr,
    wen das Volk eigentlich wählen soll, um seine Situation wirklich zu verbessern. Tagelang haben wir von den medialen 'Kriegsberichterstattern' ein Standbild vom MidanTahrir auf unseren Bildschirmen gehabt. Panikmache vergraulte auch noch den letzten Touristen. Offensichtlich hat sich kein Reporter nach Luxor oder Assuan getraut, um von der dortigen örtlichen Ruhe zu berichten. (Es gab nichts Schöneres als in der vergangenen Woche die Tempelanlage von
    Karnak allein zu bewundern- ein Jahrhundert-Erlebnis)
    Ab und zu zeigte man im Fernsehen Bilder von einer leeren Strandliege am Roten Meer. Das war dann die aktuelle Berichterstattung aus ganz Ägypten.

    Vielleicht bequemt sich unsere Presse nun auch endlich mal wieder, den
    Ägyptern wirklich zu helfen und den für die Touristen durchaus angebrachten
    Optimismus zu verbreiten.