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Tourismus in Nordkorea: Diktatur all inclusive

Andreas Taubert / DER SPIEGELNordkoreas junger Herrscher Kim Jong Un will den Stalinismus retten - und gleichzeitig den Kapitalismus einführen. Jetzt öffnet er das Land sogar für den Tourismus: Zwei Wochen Überwachungsstaat kosten rund 5000 Euro, stets mit einem Aufpasser an der Seite.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-860706.html
  1. #1

    Toller Abenteurerurlaub

    Das wird ein etwas teurer aber toller Abenteurerurlaub für alle in kommunistische Ideen Verliebte. Dort kann man noch echten Kommunismus pur erleben. Eins wird allerdings wohl am echten Kommunismus fehlen: das Zuführen aufmüpfiger Touristen, die eine Unzufriedenheit ausdrücken wollen. Sollte man zusätzlich anbieten: etwa 2000 Euro für eine Nacht in U-Haft.
  2. #2

    optional

    NK gibts schon fuer weniger als die haelfte - es sei denn man includiert auch den Flug nach Peking und retour. Wer's ganz billig haben will (mit niedrigerem standard in NK) kann auch via Dandong mit einer Chinesischen gruppe los.

    Generell hat sich einiges getan. 2012 habe ich mehr leute in Pyongyang mit Handies gesehen. Alte 40 watt funzeln, sowohl in privaten wohnungen als auch fuer strassenbeleuchtung wurden durch helle LED und energiesparlampen ersetzt. Und auch die nordkoreanischen reiseleiter waren offener als noch vor 2 jahren und es konnte freizuegiger fotografiert werden.

    Man ist froh dass sich was tut, aber auch traurig wenn man sieht wie weit und steinig der weg ist auf dem es, im moment, keine abkuerzungen zu geben scheint.
  3. #3

    Für politisch interessierte Leute sind die 5000 € geradezu ein Schnäppchen, um sich persönlich mal einen Eindruck zu verschaffen, wie die Leute in Nordkorea tatsächlich leben. Die Berichterstattung bei uns im Fernsehen zu diesem Land scheint mir nicht gerade ein Vorbild der Objektivität zu sein.
  4. #4

    Finanziert der interessierte Urlauber dann am Ende noch Kims Atomprogramm? Oder führt der Tourismus doch zu Austausch und Liberalisierung? Hoffnungen und Bedenken sind hier gleichermaßen angebracht
    In der Tat. Allerdings muß man auch bilanzieren, das Jahrzehnte der Sanktionen und Embargen leider nicht den Effekt hatten, das Regime auszuhungern oder das Volk auf die Barrikaden zu treiben. Warum also es jetzt nicht mal mit Liberalisierung durch Austausch versuchen ? Dem Volk in Nordkorea wird ja immer eingetrichtert, das es ihm sehr gut ginge, da es im Rest der Welt noch viel schlimmer aussehen würde. Wenn jetzt permanent gut gelaunte, gut genährte und gut gekleidete Touristen in's Land kommen dürfte es immer schwieriger werden, diese Lügen aufrecht zu erhalten.
  5. #5

    vice.tv

    eine wirklich augenöffnende dokumentation, die äußerst interressant ist, aber dabei entspannt und lustig bleibt. hat mir wirklich die augen geöffnet:
    The VICE Guide to North Korea | The VICE Guide to Travel | VICE

    schön wäre, wenn jeder der sich einen kommentar über das land leistet, wenigstens mal ein paar dokus gesehen hat, oder zB china/südkorea bereist hat.
  6. #6

    Nichts Neues...

    Nord Korea ist schon lange offen für Touristen (außer amerikaner und Süd Koreaner)...das hat schon Kim Jong Il eingeführt. Den hier im Artikel angegebenen Kosten nach hat diese "Offiziellisierung" alles nur noch wesentlich teuerer gemacht - echter Kapitalismus scheint tatsächlich in Pyongjang angekommen zu sein!
  7. #7

    Schade, dass das nur ein nüchterner, faktenorientierter Artikel geworden ist.
    Aufgrund der Fotos von Andreas Taubert abseits der üblichen bekannten Bilder hätte man annehmen können, dass dabei eine etwas ausführlichere Reise-Reportage hätte entstehen können.
  8. #8

    optional

    Auf jutjub muesste es noch die Reportage
    Urlaub auf der Achse des Boesen
    geben. Sehr interessant!
  9. #9

    Zitat von whuuup Beitrag anzeigen
    eine wirklich augenöffnende dokumentation, die äußerst interressant ist, aber dabei entspannt und lustig bleibt.
    Danke für den Link, sehr gute Doku !


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