Die genannten Preise scheinen aber echte "Ausreisser" zu sein. Am Roten Meer sehe ich keine sonderlichen Super-Schnäppchen. 9 Tage im Badeort "El Gouna" kosten immer noch gut 800 €. Auf Türkei-Niveau ist das (noch) nicht.
Kaum war Husni Mubarak zurückgetreten, buchten die ersten Urlauber schon wieder Reisen ans Rote Meer. Die Veranstalter lassen die Preise purzeln, Schnäppchenjäger freuen sich.*Fraglich ist jedoch, ob auch Ägyptern und Tunesiern*mit solchen Angeboten geholfen ist.
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...747275,00.html
Die genannten Preise scheinen aber echte "Ausreisser" zu sein. Am Roten Meer sehe ich keine sonderlichen Super-Schnäppchen. 9 Tage im Badeort "El Gouna" kosten immer noch gut 800 €. Auf Türkei-Niveau ist das (noch) nicht.
Gruezi! Egal ob ein Bürgerkrieg mit vielen Toten eben zu Ende ging, oder gar noch nicht vorbei ist, die Schnäppchenjäger aus dem Westen fallen wie die Schmeissfliegen über einen Hundskot, die Aasgeier über diese bedauernswerten Länder her. Meine Wenigkeit bringt soviel Niedertarcht und Achselzucken nicht mal im grössten Suff fertig.
Ob dabei eine besondere Notlage, wie eben Krieg oder eine Naturkatastrophe die Preise in den Keller purzeln liess, interessieren viele Zeitgenossen nicht. Frei nach dem Motto: mein Hemd ist mir immer noch viel näher, als dasjenige des Nachbarn. Spass muss sein, soso.
Kann übrigens ein nettes Beispiel vom Tsunami in Thailand nanchliefern, als die Toten noch am Strand lagen und in der Tropensonne am verwesen waren: es kamen noch bleich vom Überflug die Katastrophenturis angewetzt, und klickten mit den Digikameras ihre Finger wund. Ja es gab sogar einen CH-Bürger, der in Badehosen mit der Bierdose in der Hand,seine beieindruckende Wampe zur Schau stellte und die Schreckensbilder sichtlich genoss. Der abartige Typ wurde von einem AP-Journalisten fotografiert, das Bild ging um die Welt.
Und dann noch die Bessermenschen, die so gerne als Moralapostel menschliche Opfer als Aufhänger ihrer Selbstinszenierung nehmen und dafür lustvoll auf Leichenbergen tanzend ihre Superioriät vorführen.
Das vorgebliche, aber nicht wirliche Mitgefühl dieser Spezies ist sowohl besoffen wie nüchtern in Niedertracht nicht zu übertreffen.
Auf dem Sinai hat kein Bürgerkrieg stattgefunden. Abseits der Bettenburgen gibt eine Menge kleiner Einheiten, betrieben von privaten Existenzgründern.
Und Angestellte aus Sharm-el-Shaik werden ihnen im Niltal ganz bestimmt ein Denkmal errichte, falls es ihnen gelingt durchzusetzen, dass jetzt erst mal für ein paar Jahre alle Touristen wegbleiben. Dafür gehen die gerne alle arbeitslos und stoppen die Ausbildung ihrer Kinder. Hauptsache der jonny kann sich wohlig in seiner Moral suhlen.
Ich würde das Denkmal als überdimensionale Schhmeissfliege ausführen, im Landeanflug auf den Leichenberg. Mit erhobenem Zeigefinger..