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Tour-de-France-Rekordsieger: Armstrong wehrt sich gegen Dopingvorwürfe

REUTERS"Das riecht nach Rache": Lance Armstrong hat sich via Twitter gegen die neuen Anschuldigungen seiner ehemaligen Teamkollegen gewehrt. Der US-Anti-Doping-Agentur, die ihn wegen Dopings angeklagt hat, wirft der Tour-de-France-Rekordsieger eine "selektive Strafverfolgung" vor.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,842958,00.html
  1. #1

    tja...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Das riecht nach Rache": Lance Armstrong hat sich via Twitter gegen die neuen Anschuldigungen seiner ehemaligen Teamkollegen gewehrt. Der US-Anti-Doping-Agentur, die ihn wegen Dopings angeklagt hat, wirft der Tour-de-France-Rekordsieger eine "selektive Strafverfolgung" vor.

    Lance Armstrong wehrt sich via Twitter gegen Dopingvorwürfe vor Usada - SPIEGEL ONLINE
    ...ich hab Armstrong immer gern zugeschaut. Auch wenn er gedopt war (wer war das nicht?), er ist auch immer taktisch gefahren und hat seinen Mannschaft immer richtig eingesetzt und das Feld dominiert...das hat ihm den Hass der Anderen eingebracht.
    Ob es noch was bringt hier zu ermitteln weiß ich nicht...bisher konnte man ihm nix nachweisen...den Zeugen kann man unterstellen sie wollten Rache nehmen....wie auch immer...meiner Meinung nach sollte man sich lieber um die aktuellen Fälle kümmern und die Fahrer die jetzt doppen lebenslang sperren...das wäre ein Vinokourov jedenfalls nicht mehr bei der Tour.
  2. #2

    Da kann er dementieren

    und empört sein, soviel er schauspielern kann.
    Diese Taktik hat auch schon andere über längere Zeit nichts gebracht.
    Wäre schön, wenn die Sache tatsächlich mal Wahrheitsgemäß geklärt werden würde. Aber das ist vermutlich, zumindestens mittelfristig, kaum zu erwarten.
    Bin mal gespannt wessen Zahnbürste dieses mal schuld gewesen ist.
  3. #3

    Wenn er nicht gedopt war, wer denn dann.

    Er ist Jan Ulrich problemlos davon gefahren (und das lag nicht nur an seinem unterschiedlichen Stil) und er hat alle anderen alt aussehen lassen. Ulrich und viele andere waren gedopt. Es wäre doch ein neues Weltwunder, wenn Armstrong nicht gedopt wäre.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Das riecht nach Rache": Lance Armstrong hat sich via Twitter gegen die neuen Anschuldigungen seiner ehemaligen Teamkollegen gewehrt. Der US-Anti-Doping-Agentur, die ihn wegen Dopings angeklagt hat, wirft der Tour-de-France-Rekordsieger eine "selektive Strafverfolgung" vor.

    Lance Armstrong wehrt sich via Twitter gegen Dopingvorwürfe vor Usada - SPIEGEL ONLINE
    In einigen Radler-Fan-Kreisen ist Armstrong ja immer sehr verehrt worden.
    Leute, die "eine Mission" zu erfüllen haben (egal ob im Sport oder anderswo) sind mir grundsätzlich zutiefst Suspekt. Da sollten sofort alle Alarmglocken klingeln.
  5. #5

    In dubio pro reo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Das riecht nach Rache": Lance Armstrong hat sich via Twitter gegen die neuen Anschuldigungen seiner ehemaligen Teamkollegen gewehrt. Der US-Anti-Doping-Agentur, die ihn wegen Dopings angeklagt hat, wirft der Tour-de-France-Rekordsieger eine "selektive Strafverfolgung" vor.

    Lance Armstrong wehrt sich via Twitter gegen Dopingvorwürfe vor Usada - SPIEGEL ONLINE
    Ich mag Armstrong nicht, hab ihn noch nie gemocht, aber solange nichts nachzuweisen ist, ist er unschuldig, Punkt.

    Gebt Doping endlich frei, das Problem wird sich innerhalb weniger Jahre von alleine lösen, wenn die ersten Fahrer wieder tot von ihren Rädern kippen, werden die anderen vielleicht anfangen, darüber nachzudenken, ob ein Sport ohne Doping nicht doch besser ist.

    Solange überführte Doper nicht drastischere Strafen fürchten müssen, wird sich an der Problematik auch nichts ändern.

    Letztendlich ist gerade bei diesem Sport die Grenze zwischen medizinischer Versorgung und Doping nur ein schmaler Grat. Eigentlich alle Fahrer werden medizinisch dermaßen "betreut" und medikamentiert, dass die meisten gar keinen Bezug mehr zu Realität haben können.

    Für mich ist es durchaus nachvollziehbar, dass ein Doper vollkommen davon überzeugt ist, dass eine Testosteronsalbe, Eigenblutdoping oder Epo kein Doping, sondern notwendige medizinische Maßnahmen darstellen.

    Immerhin sind die meisten Fahrer des Fahrerfeldes bei der Tour diagnostizierte Asthmatiker. Warum? Ja damit man leistungssteigernde Medikamente legal benutzen darf.

    Ist das nur ein Problem bei den Profis?

    Nein, denn sowas beginnt schon in der Jugend, wenn es zum ersten Mal um bezahlte Titel geht und die Weichen für eine Profikarriere gestellt werden.

    Selbst beim Volkslauf rennen bestimmt 10% der Sportler gedopt durch die Gegend, sind aber der Meinung, dass sie notwendige medizinische Maßnahmen ergriffen haben.

    Ich gehe sogar soweit, dass in allen Leistungssportarten mehr oder weniger gedopt wird. Wo es um Ehre, Geld und Einfluss geht, wird auch beschissen. So ist das nunmal mit uns Menschen. Fußball, Leichtathletik, Radsport, Langlauf, Sportschießen, Curling...

    Für alles gibt es Medikamente, die die Leistung steigern können, ich denke, sie werden auch benutzt.

    Die "Dummen" sind die, die es nicht tun, Talent alleine reicht nicht, um Weltspitze zu werden. Dort wo man nichts findet, prüft man nicht genau genug oder es gibt "schützende Hände".

    Nur ein Beispiel:
    Wenn ein verletzter Fußballer "fit gespritzt" wird, also z.B. ein Schmerzmittel verabreicht bekommt, ist das dann Doping oder eine notwendige medizinische Maßnahme? Könnte er ohne Schmerzmittel die gleiche Leistung abrufen, oder gar überhaupt zum Spiel antreten?

    Das sei als Frage nur mal so dahingestellt.
  6. #6

    Exempel

    Zitat von fatherted98 Beitrag anzeigen
    ...ich hab Armstrong immer gern zugeschaut. Auch wenn er gedopt war (wer war das nicht?), er ist auch immer taktisch gefahren und hat seinen Mannschaft immer richtig eingesetzt und das Feld dominiert...das hat ihm den Hass der Anderen eingebracht.
    Ob es noch was bringt hier zu ermitteln weiß ich nicht...bisher konnte man ihm nix nachweisen...den Zeugen kann man unterstellen sie wollten Rache nehmen....wie auch immer...meiner Meinung nach sollte man sich lieber um die aktuellen Fälle kümmern und die Fahrer die jetzt doppen lebenslang sperren...das wäre ein Vinokourov jedenfalls nicht mehr bei der Tour.
    Ich denke für jeden vernunftbegabten Radsportfan ist klar, daß der größte Teil des Felds gedopt war und vermutlich immer noch ist. Und Armstrong, genau wie Ulrich, sind zweifelsohne Ausnahmetalente die in einem ungedopten Feld auch Sieganwärter gewesen wären. Wenn es aber überhaupt Hoffnung geben soll, daß die Dopingmentalität je besiegt wird, dann kann man einen wie Armstrong nicht laufen lassen, zumal er offensiv wie kaum jemand gegen derartige Anschuldigungen anging. Ich denke es hätte große Signalwirkung, daß man mit der Dopingbekämpfung wirklich Ernst macht.

    Aber klar ist auch - die Versuchung ist einfach zu groß, als daß Sportler oder Teams von sich aus davon ablassen würden. Aber das mindeste, das erforderlich ist, ist ein glaubwürdiger Verfolgungsdruck. Heute gibt es in zu vielen Fällen Alibibehörden die nur dazu dienen, der doofen Öffentlichkeit weiszumachen, dass Doping bekämpft oder besiegt wird.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Opfer der US-Anti-Doping-Agentur und ihrer Methoden"
    Uhhhh... Opfer einer Einrichtung, die verbotenem Verhalten nachforscht....

    Armstrong ist zu bewundern dafür, daß er nach einer schweren Erkrankung wieder an einem dermaßen derben Radrennen mitmacht.

    Aber die Sache mit dem Doping ist völli unabhängig davon zu sehen. Und in diesem Twitter-Text habe ich kein Dementi gelesen, nur: Die anderen wollen mir schaden. Und:
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Es geht eher um eine selektive Strafverfolgung."
    Dieser Satz ist quasi schon ein Eingeständnis.
    Und die anderen sind auch schuldig. Sie sind nämlich auch "Opfer der US-Anti-Doping-Agentur und ihrer Methoden".

    Das Richtigste ist, wenn ALLE belangt werden.
  8. #8

    Neue Systematisierung

    Dass Armstrong allen davongefahren ist, hat hauptsächlich mit seinem Training zu tun. Er hat sein ganzes Jahr auf die Tour ausgerichtet. Andere Rennen ist er nicht oder nur zur Vorbereitung gefahren. Das hat ihn zwar in der Presse als großen Radsportler darstehen lassen, aber im Peloton war diese einseitige Ausrichtung vielen ein Dorn im Auge. Der Radsport hat ihm dennoch viel zu verdanken, gerade in den USA. Das man nun versucht mit allen Mittel dieses Symbol zu demontieren, kann wirklich nur unter der Kategorie "Rache" betrachtet werden. Wenn man 4 oder 5 Fahrern Straffreiheit gewährt, damit sie ihren damaligen Freund und Teamkollegen auslöschen, sie also erpresst, dann ist das meiner Meinung nach äußerst fragwürdig. Über die Konsequenzen scheint da auch niemand nachgedacht zu haben. Damit würden Ullrich und Klöden zu Toursiegern ernannt und dann geht das wieder von vorne los. Irgendwann werden die sicher auch noch Unterhemden von Eddy Merckx auspacken und versuchen diesen Mythos zu demontieren. Man kann es nur wiederholen, Radsport, wie jeder Profisport, war und ist von Leistungssteigerung getrieben. Ob man da nun die Kategorie Doping aufmacht, tut nichts zur Sache, weil jeder versucht das meiste aus dem Athleten rauszuholen. Sind Coppis Kortison-Siege heutzutage nichts mehr Wert, weil das jetzt Doping ist? Sind die ersten EPO-Siege (Fignon, Delgardo) anzuerkennen, weil das damals noch auf keiner Liste auftauchte? Der Radsport braucht einen Neuanfang mit klaren Regeln und lebenslangen Sperren, aber gleichzeitig muss mit der Vergangenheit auch abgeschlossen werden, sonst kommt er nie zur Ruhe. Und das kann nicht im Interesse der UCI sein...
  9. #9

    Ausgezeichnet

    @JackThrilla, zur Sache ist dem ist nichts hinzuzufügen. Aber vielleicht zu den Dopingjägern. Auch da sind viele vom Geltungsdrang getrieben. Ob jemand in den Fokus gerät hängt wohl leider zu oft davon ab, ob er sich anderweitig unbeliebt gemacht hat, manchmal mag es auch Zufall sein (Pechstein).


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