Forum


 

Tour-Bilanz 2011: Pechvögel, Zauderer und*ein würdiger Sieger

Die 98. Tour de France ist vorbei, Cadel Evans triumphierte in Paris. Aber ist der Australier auch ein würdiger Sieger? Warum scheiterte*Titelverteidiger Alberto Contador? Und wird weniger gedopt?*Tom Mustroph beantwortet die wichtigsten Fragen zur Frankreich-Rundfahrt 2011.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,776308,00.html
  1. #1

    Andy`s Beine und Jens`Herz

    Die Tour war ausgeglichener als die Jahre vorher. Cadel Evans konnte gewinnen weil Andy Schleck das Herz gefehlt hat. Die Beine von Andy und das Herz von Jens, das wäre Gelb gewesen. Spannend war es wie lange nicht mehr. .. und na klar die " Deutsche " Frage ! Nein die Jungs fahren nicht nur mit Müsli die Berge hoch, die nehmen aber alle das gleiche "Vitaminpräparat " nur beim Voeckler hat es dieses Jahr besser gewirkt-- am Ende 14 Tage toller Sport , und ich schaue eh nur am Computer ( da kann ich nebenbei noch arbeiten :-)) Ich brauche keine TV Übertragung
  2. #2

    Flitztraktoren?

    Danke für die Aufklärung mit Doping und so,
    was ist mit Elektro-Rädern?
    Sind sie aus der Mode oder diskreter geworden?
    Warum ist der Rahmen so wuchtig?
    Warum erinnern manche Rennräder an Caterpilar?
    Was haben die vielen kleinen Knöpfen am Lenkrad zu bedeuten? Nur Deko?
    Werden Räder vor und nach dem Rennen geprüft?
    Ohrstöpsel. Hören die Fahrer während der Arbeit Musik? Ihre Mails? Handy mit Mama? Nur schweröhrig?
    Seit wann ist die Ethik bei Profisportlern plötzlich clean geworden?
    Was war der Anlaß?
    Wer ist/war der größte Doper aller Zeiten?
    -
    Entschuldigen Sie die naiven Fragen.
    Ich vermisse die Antworten in dem Artikel.
    Für Aufklärung bedanke ich mich im voraus.
  3. #3

    Würdiger Sieger?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die 98. Tour de France ist vorbei, Cadel Evans triumphierte in Paris. Aber ist der Australier auch ein würdiger Sieger? Warum scheiterte*Titelverteidiger Alberto Contador? Und wird weniger gedopt?*Tom Mustroph beantwortet die wichtigsten Fragen zur Frankreich-Rundfahrt 2011.

    http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,776308,00.html
    Geht es vielleicht noch überzogener?

    Was haben wir den 3 Wochen lang gesehe?

    Einen Sport, eine Rundfahrt, auf der sich ca. 200 Rennradfahrer zum Teil buchstäblich schinden, schinden wie wohl in keinem anderen Sport, in dem sie jeden Moment damit rechnen müssen, von Begleitfahrzeugen zu Bodengerissen und natürlich so verletzt zu werden, daß für sie nicht nur die aktuelle Tour, sondern ggf. auch das professionelle Radfahren beendet ist, in dem die Tour so miserabel organisiert ist, daß einem sich am äußersten limit bewegenden Teilnehmer jeder angesoffene Hooligan an der Strecke ohne weiteres ins Lenkrad greifen kann, so daß die Tour gelaufen ist, die Karriere ggf. beendet.

    Der Rennrad-Profi ist im Grunde der letzte Sklave des Sports, unterbezahlt, schlecht behandelt, stets unter Doping-Verdacht, ständig getrieben vom Programm und mit Aufgaben betraut, die kaum zu erfüllen sind und natürlich im Hinblick auf seine Dauerleistungen am limit im chronischen Gefahrenbereich völlig, völlig unterbewertet, nicht nur sportlich, sondern vor allem im Hinblick auf seinen Schutz.

    Und da fragt einer, ob Cadal Evans ein würdiger Gewinner sei, unglaublich.
    Jeder, der hier diese Strapazen hinter sich brachte, wäre ein sehr würdiger Gewinner gewesen, natürlich.

    Und wer sah, wie Evans kraftvoll das Zeitfahren der vorletzten Etappe fuhr, der konnte sich doch gar nicht daran sattsehen, so gut fuhr der.

    Und da wird hier hochnäsig das Wort: würdig oder nicht würdig gebraucht. Das zeigt doch nur, daß nicht der leistende Sportler im Mittelpunkt steht, sondern der selbstverliebte Berichterstatter, der seinen Hintern womöglich nichgt mehr von der Couch hoch bekommt, sich aber
    mit seinen verstaubten Sichtweisen zum Maßstab der Dinge macht.

    Unglaublich, diese Überheblichkeit
  4. #4

    Kompletter Fahrer - verdienter Sieger

    auf Eurosport sagten die Reporter, daß nur ein kompletter Fahrer eine 3-wöchige Rundfahrt gewinnen kann. Bei den Schlecks fehlt die Komponente Zeitfahren. Dies ist sehr deutlich, da diese TdF mit 42 Zeitfahrkilometern diejenige mit den allerwenigsten Kilometern im Contre la Montre der Tourgeschichte ist.
    Cadel Evans ist ein kompletterer Fahrer als F+A Schleck es sind, vor allem auch deshalb, da seine BMC Mannschaft lange nicht so stark ist wie das Starensemble Lepard-Trek.

    Doping? Ja sicher wird gedopt, nur nicht so maßlos wie bei Armstrong oder Pantai. Thomas Vöckler ist ein medizinisches Wunder und de Europcar Mannschaft ebenso. Wie kommt eine Zweitligamannschaft zu so exorbitanten Leistungen?

    Die Zeitfahr-Vorsprünge von Martin und Evans mit faszt 1:30 vor dem "Rest", der ja auch Cancellara enthält, ist auch als medizinisch erwähnenswert zu bewerten.
  5. #5

    Die beste Taktik siegte

    Während die Presse den zu späten Angriff von Andy Schleck als taktische Meisterleistung lobte, ging die eigentliche Meisterleistung unter.

    Energiesparend im Strom mitschwimmen und nur dann, wenn nötig, reagieren. Seltsam, keiner kam auf die Idee, dass die Reaktion am Galibier von Cadel Evans die taktische Meisterleistung war. Weil er wusste, er würde jedem anderen Fahrer im entscheidenden Einzelzeitfahren 2 - 3 Minuten abnehmen, brauchte er sich nie ganz auszugeben.

    Im Gegensatz zu Andy Schleck, im Gegensatz zu Contador und im Gegensatz zu Voelkler. Die alle ihre Mannschaft verheizen mussten, während seine Mannschaft mitrollte. Nur der Chef, der musste 2 mal am Berg richtig arbeiten. Und das ist die eigentliche Meisterleistung. Cadel Evans hat kaum seine Mannschaft gebraucht, sondern hat sich den Sieg selbst erarbeitet.
  6. #6

    Die Tour 2011 ist gelaufen

    Auch wenn die Doping-Frage im Raum bleibt, ziehe ich meinen Hut vor allen, die Paris erreicht haben und wünsche denen baldige Genesung, die aufgrund von Erschöpfung oder Stürzen aufgeben mussten.
    Wer die "große Schleife" mitgefahren ist,und ankommt, verdient Respekt. Das ist nun mal aller Ehren wert.
    Ich merke, wenn ich Sonntagmorgens mal 80km auf dem Mountainbike zurücklege, hinterher eine "seltsame Müdigkeit" und die Jungs fahren in weit höherem Tempo gern mal das Dreifache.
    Ob Cadel Evans nun ein würdiger Sieger ist, mögen andere beurteilen.
    Schade, dass kein deutsches Team an den Start gehen konnte. Eigentlich könnten ARD und ZDF sich zusammentun und eine Mannschaft auf die Beine stellen, anstatt, wie geplant, einem großen Publikum die Live-Berichterstattung zu entziehen.
  7. #7

    Meine Fragen..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die 98. Tour de France ist vorbei, Cadel Evans triumphierte in Paris. Aber ist der Australier auch ein würdiger Sieger? Warum scheiterte*Titelverteidiger Alberto Contador? Und wird weniger gedopt?*Tom Mustroph beantwortet die wichtigsten Fragen zur Frankreich-Rundfahrt 2011.
    http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,776308,00.html
    ..sind folgende:
    -Warum wird für diese Veranstaltung immer noch so ein Rummel veranstaltet?
    Ich habe keine vetrauenswürdige und nachhaltige Aufarbeitung bzw. Veränderung der Betrugsmentalität vernommen!
    - Warum ist im Ausland die Resonanz noch größer, als in Deutschland?
    Sind die alle kritiklose Verdränger?
    Bei uns werden Stimmen laut, die beklagen, dass es kein deutsches Spitzenteam mehr gibt..
    -Warum?
    -Eine Antwort habe ich, aber gibt es noch andere??
    Es geht nur ums Geld und somit wird vom Marketing die Verdrängung gesteuert!
  8. #8

    nein

    Zitat von Radtourist Beitrag anzeigen
    auf Eurosport sagten die Reporter, daß nur ein kompletter Fahrer eine 3-wöchige Rundfahrt gewinnen kann. Bei den Schlecks fehlt die Komponente Zeitfahren. Dies ist sehr deutlich, da diese TdF mit 42 Zeitfahrkilometern diejenige mit den allerwenigsten Kilometern im Contre la Montre der Tourgeschichte ist.
    Cadel Evans ist ein kompletterer Fahrer als F+A Schleck es sind, vor allem auch deshalb, da seine BMC Mannschaft lange nicht so stark ist wie das Starensemble Lepard-Trek.

    Doping? Ja sicher wird gedopt, nur nicht so maßlos wie bei Armstrong oder Pantai. Thomas Vöckler ist ein medizinisches Wunder und de Europcar Mannschaft ebenso. Wie kommt eine Zweitligamannschaft zu so exorbitanten Leistungen?

    Die Zeitfahr-Vorsprünge von Martin und Evans mit faszt 1:30 vor dem "Rest", der ja auch Cancellara enthält, ist auch als medizinisch erwähnenswert zu bewerten.
    das ist viel einfacher zu erklären. cancelara hatte als er startete noch schlechtere bedingungen. nasse straße und so. genauso wie einige andere.

    zudem radeln die leute die nicht unter den top 20 sind und eh keine chance auf einen sieg haben so ein einzelzeitfahren sicher nicht mit voller kraft. im gegensatz zu den top20 wo es ja noch um jeden platz geht. nur haben letztgenannten sich bereits in den 2 tagen zuvor verausgabt, wohingegen martin sich in den alpen sicher nicht völlig verausgabt hat in hinblick auf das EZF.
  9. #9

    .

    Zitat von Radtourist Beitrag anzeigen
    Thomas Vöckler ist ein medizinisches Wunder und de Europcar Mannschaft ebenso. Wie kommt eine Zweitligamannschaft zu so exorbitanten Leistungen?
    Diese "Zweitligamannschaft" war letztes Jahr noch ein Pro-Tour-Team. Daß Voeckler eben kein Wunder ist, hat man in den Alpen sehr deutlich gesehen, als es Europcar nicht gelungen ist, das Favoritenfeld zusammenzuhalten und ein gemäßigtes Tempo zu fahren. Ohne das Gelbe Trikot hätte Voeckler auch nicht den Willen gehabt, sich vorn festzubeißen. Nach den Ausfällen anderer Favoriten war es aber für ihn eine einzigartige Chance das Podium zu erreichen. In einem vollständigen Favoritenfeld, hätte er das Gelbe bereits in den Pyrenäen verloren.


TOP



TOP