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Toter Schwimmstar: Polizei rätselt über Todesursache von Oen

Getty ImagesWarum hat das Herz des Norwegers Alexander Dale Oen plötzlich aufgehört zu schlagen? Für die US-Polizei ist die Todesursache nach ersten Untersuchungen weiter ungeklärt. Der Schwimmer war am Montag im Trainingslager tot unter der Dusche aufgefunden worden.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,830934,00.html
  1. #1

    'PHT' oder "Sekundentod"?

    Wilfried Kindermann, Axel Urhausen: Plötzlicher Herztod beim Sport. Bundesinstitut für Sportwissenschaft, Köln 2000, ISBN 3-89001-131-4, S. 1-55 (Fulltext im Web (pdf)).

    Die Literatur dazu ist dazu mittlerweile umfangreicher, wie auch die vielen gemeldeten -finalen oder geretteten- PHT-Faelle auch bei Schwimmern.
    Der rasche Einsatz eines Defibrilators haette sein Leben mglw. retten koennen. Die teils in Nachrichten auftauchenden Meldungen zu Schulterschmerzen, ueber die D.Oen zuvor angeblich berichtete, koennten ein Hinweis auf Infarkte oder Herzflimmern gewesen sein.
    Aber wohl nur bei dazu speziell geschulten Trainern oder Sportaerzten wuerden sodann wohl die Alarmglocken klingeln.

    Dem PHT oder Sekundentod einer jungen Leistungsschwimmerin (14J.) im damaligen Leistungsteam meiner Frau, allerdings noch im Becken, gingen Uebelkeit und Bauchschmerzen am Tag zuvor voraus.
    Niemand hatte diese Symptome -vor sechs Jahren- als bedenklich oder gar gefaehrlich einstufen wollen und koennen, zumal sich die Schwimmerin am Todestag voellig fitt fuehlte. Nach ca. 45Min. Schwimmzeit und knapp drei Km Wechseltraining im Becken, lag das Maedchen leblos im Wasser.
    Ein Defibrilator war nicht erreichbar, Wiederbelebungsversuche der Trainer erfolglos und bei Ankunft des Notarztes keine Hilfsmassnahmen mehr moeglich.

    Der Zusammenbruch Oen's, allein und ohne rasche Hilfsmoeglichkeit in der Duschkabine, war eine fatale Verkettung. Ob aber im Falle des Zusamenbruchs im Becken bessere Chancen bestanden haetten, ein Defibrilator vorhanden gewesen waere, sowie Personal, die ein solches Geraet hatte benutzne koennen?
  2. #2

    Zitat von Worldwatch Beitrag anzeigen
    Die teils in Nachrichten auftauchenden Meldungen zu Schulterschmerzen, ueber die D.Oen zuvor angeblich berichtete, koennten ein Hinweis auf Infarkte oder Herzflimmern gewesen sein.
    Aber wohl nur bei dazu speziell geschulten Trainern oder Sportaerzten wuerden sodann wohl die Alarmglocken klingeln.
    ?
    Die von Ihnen zitierten "Schulterschmerzen" gehen auf eine langwierige Schulterverletzung zurück, die den Schwimmer die letzten Monate beeinträchtigt hat. Während des Höhentrainingslagers wurde deshalb lokal hochdosiertes Kortison injiziert. (Der Verletzung entsprechend direkt in Herznähe.) Ein typisches Szenario für Kortison-Gaben: Ein wichtiges Höhentrainigslager, das nur Sinn macht, wenn man hohe Trainingsumfänge bewältigen kann, und eine Olympiasaison, die wohl die letzte Chance auf eine olympische Medaille für den 26-Jährigen ist. Kortison macht vordergründig schmerzfrei und hat sogar eine euphorisierende Wirkung, die ein anvisiertes Trainingspensum trotz Verletzung bewältigen lässt. Da am Wochende ein erster Wettkampfstart im norwegischen Bergen geplant war, wurde das hochdosierte Kortison abgesetzt, weil der Nachweis von Kortison im Wettkampf als Dopingvergehen gilt. Es gilt als eine der häufigsten Nebenwirkungen, dass NACH DEM ABSETZEN des Hormons Herzrythmusstörungen und Herzflimmern auftreten ...

    Hier ein Interview mit dem Schwimmstar einen Tag vor seinem Tod. Er verweist dabei auf sein Herz - meint damit aber die Muskelentzündung, die mit Kortison überspielt wurde: Alexander Dale Oen: The Final Interview - YouTube


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