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Tote bei Demonstrationen: Paraguays Parlament setzt Präsident Lugo ab
APBlutige Zusammenstöße zwischen Bauern und der Polizei haben Paraguays Präsidenten Fernando Lugo das Amt gekostet. Der Senat setzte den "Bischof der Armen" ab. Nachbarländer sprechen von einem Staatsstreich.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...840524,00.html
- #1 23.06.2012 10:08 von
Haben die Nachbarpräsidenten etwa Angst, dass sie früher oder später ebenfalls wegen erwiesener Inkompetenz agbesetzt werden könnten? Da muß man natürlich schon mal vorbauen!
- #2 23.06.2012 11:47 von
Das dachte ich auch gerade
Offensichtlich haben die anderen Präses Angst davor, das Ihr Volk erkennt, das Sie auch nur Wein für alle predigen und dann nur selbst trinken wollen!
- #3 23.06.2012 12:14 von
Was der Artikel unterschlägt: Knapp die Hälfte der Abgeordneten in Abgeordnetenkammer und Senat sind den Abstimmungen demonstrativ ferngeblieben. Sprich: Die knappe Mehrheit der beiden Parlamentskammern hat sich des dem politischen Gegner zugerechneten Präsidenten entledigt, natürlich ohne Verfassungsgrundlage.
- #4 23.06.2012 13:38 von
Südamerika und der Rechtsradikalismus in Paraguay
Die Geschichte wiederholt sich staendig wenn man legal keine Wahl ge-winnen kann dann wird geputscht, auch wenn es Menschenleben kostet.
Das Schema F wurde nur mit einer kleinern Variante angewandt, doch es klappte so wie in Honduras, der linke President musste weg. Die letzten Versuche in Venezuela, Ecuador, Argentinien und Bolivar sind ja ge-scheitert.Doch immer waren es Angriffe auf geltendes Recht der Buerger.
In ganz Südamerika etablierten sich nach den Befreiungskriegen gegen die Spanier und Portugiesen feudale Systeme, selbstverständlich auf Kosten der Eingeborenen und der Sklaven. Die neue Macht wurde
ausschließlich von Einwanderer aus Europa übernommen , die sich der
billigen Arbeitskraft der Besitzlosen bedienten. Wenn man bedenkt, dass Evo Morales der erste President reiner Indianischer Abstammung ist, so spricht das Baende .
Fernado Lugo ist Linker, das geht in Paraguay nicht. Geltendes Feu-
dalrecht kann nicht bestehen bleiben, dafür gibt es schon seit siebzig
Jahren El Partido Colorado, dass auch den deutschstaemmigen
Diktator Alfredo Stoessner stellte,welcher als Krimineller in die Geschichte
einging.
Die Leidtragenden dieses politischen Dramas ist die arme Masse,deren Erwartungen auf eine besseres Leben in weite Ferne gerückt ist - #5 23.06.2012 13:47 von
- #6 23.06.2012 14:00 von
Staatsstreich?
Was der Artikel auch unterschlägt: Diese Amtsenthebung oder Staatsstreich wäre undenkbar ohne Federführung und Finanzhilfe der USA, wie der Putsch in Honduras, Chile (Pinochet), Argentinien (Videla), usw.
- #7 23.06.2012 15:52 von
Heinz-und-Kunz Ich glaube sie können nicht zählen.. 39 und 4 gibt 43 und die anderen 2 waren abwesend..
Zu einigen anderen Kommentaren: Was in einer Verfassung vorgesehen ist darf auch angewendet werden. Also nichts da Putsch! Was will ein President noch im Amt wenn der Senat, das Parlament zu 90% und auch die hälfte des Volkes, oder mehr, nicht mehr hinter ihm stehen? Man hat ein paar tausend Leute gesehen die für den Presidenten waren, aber ich bin sicher das ein großer Prozentsatz der Bevölkerung jetzt aufatmet. (Bin aus Paraguay) Wenn die Situation mit den Landlosen so weitergegangen wäre hätte es vielleicht Ausnahmezustand und somit keine Wahlen nächstes Jahr gegeben. Viele sahen so etwas kommen.. Und das wollte keiner!! Es war schon lange Zeit das etwas unternommen wird um die Konflikte im Land zu lösen! Hoffentlich passiert das jetzt. Ich glaube daran! - #8 23.06.2012 16:56 von
Südamerika hat den Hinterhof
der USA weitestgehend verlassen.
Aber es scheint noch Länder in Südamerika zu geben, die den Rückweg genau dorthin angetreten haben.
Wie ist das möglich?
Offensichtlich durften zuviele Parteigänger der alten Diktatoren weiter an den Fettnäpfen sitzen bleiben und nutzten die erste Gelegenheit zu zeigen, daß es sie leider immer noch gibt. - #9 23.06.2012 17:04 von
Horacio Cartes – in den Augen der USA ein Geldwäscher und Drogenhändler
Hier der Artikel über den Drahtzieher dieses Staatsstreichs, gegen den Lugo ein Untersuchung einleiten wollte:
http://wochenblatt.cc/nachrichten/horacio-cartes-in-den-augen-der-usa-ein-geldwascher-und-drogenhandler/6390/
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