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Tory-Hoffnung Louise Mensch: Abgang der Twitter-Queen

APLouise Mensch fasziniert die Briten wie keine Politikerin seit Margaret Thatcher. Nun legt die aufstrebende Tory-Abgeordnete überraschend ihr Mandat nieder, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Sie hat damit die Debatte über Frauen in der Politik in England neu entfacht.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...848543,00.html
  1. #1

    Nein, nein...

    im Netz begann nicht "eine Debatte über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sondern ein landesweites Aufatmen, dass diese nach Selbstinszenierung süchtige von Politik ahnungslose Palin-Doppelgängerin endlich nach USA abhaut und den britischen Bürger nicht länger über Twitter, Talkshows, etc. dämlich vollquatscht. Man kann die Kommentare im Guardian und im Telegraph nachlesen.
  2. #2

    Show Show Show

    Diese Frau hat bisher nur Karriere gemacht, keine Politik. Selbstinszenierung, viel Geschwätz, Show, ähnlich Koch-Mehrin.
  3. #3

    Zitat von semper-idem Beitrag anzeigen
    im Netz begann nicht "eine Debatte über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sondern ein landesweites Aufatmen, dass diese nach Selbstinszenierung süchtige von Politik ahnungslose Palin-Doppelgängerin endlich nach USA abhaut und den britischen Bürger nicht länger über Twitter, Talkshows, etc. dämlich vollquatscht. Man kann die Kommentare im Guardian und im Telegraph nachlesen.
    Na ja, die in der Kommentarfunktion des Guardian und des Telegraph vorzufindenden Bemerkungen von Internet-Usern sind nicht unbedingt repräsentativ. Guardian-Leser stehen ohnehin nicht im Verdacht, die Conservatives zu unterstützen und Sie verschweigen auch geflissentlich, was für Individuen beim Telegraph die Meinungskeule schwingen. Sonderlich ausglichen sind weder die Leser, noch die Leitartikel schreibenden politischen Kommentatoren. Und dass sie unter Kollegen nicht sonderlich beliebt war, versteht sich von selbst - sie erhielt Aufmerksamkeit durch ihre Persönlichkeit, Aufmerksamkeit welche konservative Hinterbänkler normalerweise nur durch dumme Sprüche erhalten. Ein Paradebeispiel für Letzteres sind die Bemerkungen des Hinterbänklers des Abgeordneten Aidan Burley (stramm rechtsaussen innerhalb der Tories, der durch einen eher fragwürdigen Geschmack bei Junggesellenabschiedsfeiern aufgefallen ist) zur Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele.

    Daher ist es ein wenig verkürzt, die Abgeordnete Mensch als "ahnungslose Palin-Doppelgängerin" zu bezeichnen. Sarah Palin ist (im negativen Sinne) eine Klasse für sich. Ich wundere mich auch immer wieder über diejenigen, die sich über Politiker und ihren Hang zur Selbstinszenierung echauffieren. Qua Definition gehört eine gewisse Inszenierung zum politischen Wirken: Siehe Konrad Adenauer (die Rückkehr der Kriegsgefangenen nach Friedland), Willy Brandt (Kniefall von Warschau), Helmut Schmidt (das Image des Machers), Helmut Kohl (Verdun und Deutsche Einheit) und Gerhard Schröder (Wetten Dass, Holzmann). Das ist nichts Verwerfliches, solange man dies auch durch Substanz rechtfertigt.

    Mir scheint, als ob ihre Meinung von Louise Mensch von salonfähigen Vorurteilen geprägt sind, die leider Gottes durch substanzlose Politikerinnen à la Silvana Koch-Mehrin hierzulande geschürt wurden. Louise Mensch ist - anders als ihre Herren Kollegen - durch die eher intelligenten Fragen während der Murdoch-Anhörung aufgefallen.

    Der einzige Vorwurf den man ihr jedoch machen kann, ist die Flinte einfach so ins Korn zu werfen und das Private über den Dienst an der Öffentlichkeit zu stellen. Das hätte sie vor Annahme ihres Abgeordnetenmandates wissen müssen. Aus Parteisicht hat sie dem schwer unter Beschuss stehenden Premierminister Cameron einen Bärendienst erwiesen, da die Conservatives bei der derzeitigen Schlagseite in den Meinungsumfragen die Nachwahl in Menschs Wahlkreis mit Pauken und Trompeten verlieren werden. Kritik ist also durchaus berechtigt, aber nicht auf einer undifferenzierten und doch so vorhersagbaren, sowie unseligen Art und Weise, wie sie zwischen den Generealsekretären von CDU und SPD inzwischen an jedem Wahlabend praktiziert wird.
  4. #4

    Zitat von prqc Beitrag anzeigen
    Guardian-Leser stehen ohnehin nicht im Verdacht, die Conservatives zu unterstützen
    Sie meinen wohl die Leser des Torygraph, The Guardian ist eher fuer jene Zielgruppe, die man auf der Insel so als links-liberal bezeichnet.

    Und um Frau Mensch brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, die Gute zieht ja gerade ihr eigenes soziales Netzwerk auf (menshn.com), nix mehr "Twitterkoenigin".
  5. #5

    in reply to prqc

    Zitat von prqc Beitrag anzeigen
    Na ja, die in der Kommentarfunktion des Guardian und des Telegraph vorzufindenden Bemerkungen von Internet-Usern sind nicht unbedingt repräsentativ. .....
    Frau Mensch hat sich ausschließlich zur Förderung ihrer eigenen Karriere und per "Celebrity Ticket" in die Commons wählen lassen. Sie ist durchaus intelligent, setzt diese Leistungsfähigkeit allerdings nicht zugunsten ihrer Wähler ein, sondern verfolgt nur eigene und höchst persönliche Interessen.
    Davon abgesehen enthält Ihr Beitrag viel Richtiges.


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