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Torlinientechnologie: Gremium entscheidet über Regel-Revolution

REUTERSDer Fußball steht vor einer grundlegenden Änderung: Am Donnerstag entscheidet das zuständige Gremium für Regelfragen in Zürich, ob die Torlinientechnologie eingeführt werden darf. Viele Bundsliga-Funktionäre befürworten sie, obwohl noch wichtige Fragen ungeklärt sind.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...842657,00.html
  1. #30

    Ihr Ernst oder erkenne ich die Ironie nicht?

    Zitat von Thao Beitrag anzeigen
    Wozu überhaupt Tore? Entscheidend sollte sein, welches Team mehr vom Spiel hat. Wird gefoult oder ins Seitenaus gespielt, gibt es Punkteverschiebungen. So könnte ein Spiel gemäß Ballbesitz-Prozenten 60 zu 40 enden, wobei diese Punkteverteilung entsprechend der Fouls und Seitenausspiele anzupassen wäre. Die Technologie könnte man sich sparen, und ich wäre zumindest beim ersten Mal gespannt, wie es ausgeht.
    Ja klar, wir können beliebig viele neue Sportarten einführen. Die Denkbarkeiten sind unendlich. Aber da sind Sie wohl im falschen Forum, denn hier geht es doch gerade um die Sportart Fußball.
  2. #31

    Diese

    Diese Technik muß so schnell wie möglich eingeführt werden. Es ist überhaupt kein Argument zu sagen, wenn erst mal die Torlinientechnik da ist, werde der gesamte Fußball technisiert. Das ist dumm und albern. Es kann nicht sein, daß solch eine elementare Frage wie die, ob der Ball im Tor war oder nicht - mithin DIE Frage schlechthin bei diesem Sport - zum Teil nicht oder falsch beantwortet wird. Her mit der TLT!
  3. #32

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Ja und? Was ist denn so schlimm daran, für die Sachverhalte, die sich einfach technisch überprüfen lassen, auch eine technische Überprüfung einzuführen? Dann könnte man ja auch z.B. dem Schiri seine Armbanduhr wegnehmen und die Spielzeit nach Gefühl schätzen lassen, weil es ja immer wieder vorkommt, dass zu kurz oder zu lange nachgespielt wird, z.B. mitten in einem Angriff abgepfiffen wird.
    Der Vergleich hinkt vorne und hinten..
    Der Schiri eintscheidet über die Nachspielzeit, das ist sein ermessen....
    Also ihre Aussage ist einfach nicht dem sachverhalt entsprechend...
  4. #33

    größte Regelrevolution?

    Sponline sagt: "Eine Einführung wäre die größte Regelrevolution seit Jahrzehnten."
    Finde ich überhaupt nicht. Das Fußballspiel wird sich keinen Deut ändern. Nur in den seltenen Situationen, in denen der Ball auf/hinter/vor der Linie gerettet wird und dergleichen, wird der Schiri dann unterstützt. Sofern die Technologie funktioniert, haben wir weniger Fehlentscheidungen. Wieviele derartige kritische Situationen gibts in einer Saison? Fünf? So dramatisch ist das alles nicht. Die Veränderung der Abseitsregel mit der Ausweitung von passivem Abseits hat für das Spiel viel weit reichendere Folgen.
  5. #34

    Betrugsanfälling

    Wäre magnetische Technik nicht der Gefahr von Manipulation ausgesetzt? Im Falle von Torüberwachung wohl nicht so problematisch, aber bei Abseits???

    Warum setzt man eigentlich bei größeren Spielen nicht ein paar Leute an Monitore, die im Zweifelsfall den Schiedsrichter unterstützen, indem sie sich die Zeitlupe anschauen? Hat man da Bedenken, dass das zu viele Verzögerungen geben könnte?
  6. #35

    nee

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Fußball steht vor einer grundlegenden Änderung: Am Donnerstag entscheidet das zuständige Gremium für Regelfragen in Zürich, ob die Torlinientechnologie eingeführt werden darf. Viele Bundsliga-Funktionäre befürworten sie, obwohl noch wichtige Fragen ungeklärt sind.

    Torlinientechnologie: Entscheidung über Einführung am Donnerstag - SPIEGEL ONLINE
    Fußball war mal ein einfacher Sport, das war sein Charme, sein Erfolg.
    Dat Runde muss in dat Eckige (Ernst Kuzorra?) Punkt
    ...und jetzt?
    Aktives und passives Abseits mit oder nach neuer Situation.
    Handspiel ist nicht immer Handspiel.
    5 Schiedsrichter auf und am Platz, gesehen wird trotzdem nix.
    Warum spricht man Heute noch über Wembley aber nicht in dem Maße über andere gar von Deutschland gewonnen Titel?
    Weil Emotionen, selbst bei denen die noch gar nicht geboren waren, damit verbunden sind.
    Nehmt dem Fußball die Emotionen, gerade auch die aus realen oder vermeintlichen Fehlentscheidungen, und es wird irgendwann so ein seelenloses Produkt wie Baseball.
    Ja es geht um Geld, um verdammt viel, aber man verdient irgendwann kein Geld mehr mit einem Zombie.
    Lasst uns die Aufregung, die Aufreger, lasst die Emotionen im Spiel.
    Man erinnert sich an die Extreme nicht an durchgestylte Langeweile.
  7. #36

    Zitat von Thao Beitrag anzeigen
    Wozu überhaupt Tore? Entscheidend sollte sein, welches Team mehr vom Spiel hat. Wird gefoult oder ins Seitenaus gespielt, gibt es Punkteverschiebungen. So könnte ein Spiel gemäß Ballbesitz-Prozenten 60 zu 40 enden, wobei diese Punkteverteilung entsprechend der Fouls und Seitenausspiele anzupassen wäre. Die Technologie könnte man sich sparen, und ich wäre zumindest beim ersten Mal gespannt, wie es ausgeht.
    die spieler würden den ball ratlos hin und her schieben, weil sie kein ziel (tor) mehr haben. man könnte ergo also auch auf den ball verzichten und ohne den brauchte es auch keine spieler mehr, was dann auch die schiedsrichter samt technik überflüssig machte. das spielfeld könnte zugunsten des verbandes an einen nahen bauern verpachtet werden.
    ihre idee scheint nicht so toll zu sein weil - wer will schon rüben gucken.
  8. #37

    Zitat von sack_reis Beitrag anzeigen
    ...dass in dem Artikel nicht auch einmal die Sichtweise der Schiedsrichter erwähnt wird. Die sind nämlich - zuindest im Bereich des DFB - schon seit langem FÜR technische Hilfsmittel. Was spricht denn auch dagegen, dass die nach wie vor grundsätzlich zu akzeptierende "Tatsachenentscheidung" durch einen (fehleranfälligen) Menschen durch moderne Technik unterstützt wird?! Auch fehlt mir im Artikel eine kritische Betrachtung der wesentlichen Vor-und Nachteile der beiden zur Frage stehenden Systeme.
    Aber bei allem anderen wehren sich die Schiris dagegen, dass ihre tatsachenentscheidungen untergraben werden...
    Beispielsweise Rote karten....
    Da stellen sie sich hin und sagen dann immer:
    "Ja das konne man schon so Bewerten, weil hier diese auf der Kamera nicht ersichtliche Berührung doch vorhanden war"
    Und dann muss ein Spieler 1 Spiel Sperre absitzen, weil der Schiri seinen Fehler nicht zugeben wollte.....
    Oder 2 Spiele beim "Wiederholungstäter"
    Interessante Wesen diese Schiris
  9. #38

    Der Fußball bietet genug Diskussionsstoff auch mit Tortechnologie!

    Zitat von jasonreed Beitrag anzeigen
    Davon abgesehen, dass das Ukraine-England-Tor sowieso irregulär war (es gab übrigens auch keine einzige Kamera-Einstellung mit 100-prozentiger Eindeutigkeit, das ganze wurde nur als Skandal gehypt, um bei dieser langweiligen EM mal einen richtigen Aufreger zu haben), ist das doch alles übertriebene Wichtigtuerei. Eine solche Tor-Unklarheit kommt alle paar Jahre vor, und der Fußball lebt nunmal atmosphärisch davon, dass er quasi "analog" ist, unberechenbar und Aufregung produziert, das gehört doch dazu. Die Fifa hingegen wünscht Berechenbarkeit, Sterilität und Marktkonformität. Das ist die Metaebene der Diskussion.
    Ich kann Ihre kruden Ansichten nicht im Geringsten teilen:

    1. Das Ukraine-Tor wäre nicht irregulär gewesen, denn es handelte sich um passives Abseits; hierbei hat der Schiri einen Ermeßensspielraum
    2. Außer Ihnen hat jeder zweifelsfrei erkannt, dass der Ball die Linie in vollem Umfang überschritten hatte; Sie brauchen also entweder einen HD-Fernseher oder einen neuen Optiker!
    3. Sie sollten richtigerweise "Paar" in "alle paar Jahre" schreiben, denn die letzte krasse Torfehlentscheidung war bei der WM 2010 in Südafrika (D-GB, Sie erinnern sich???)

    Ja, Diskussionen und Aufreger gehören zum Fußball dazu, da haben Sie wohl recht, aber es bleibt noch genug Diskussionsstoff, wenn zumindest einmal Tore eindeutig sind; und Tore entscheiden nunmal über Sieg oder Niederlage im Fußball!

    Jeder durchschnittlich intelligente Schiedsrichter sehnt sich die Torlinientechnik herbei, denn viel schlimmer ist doch die jetzige Situation: Da aufgrund der Technik sofort klar ist, dass es sich um eine Fehlentscheidung handelte, diese aber nicht als Wiederholung im Stadion gezeigt werden dürfen, wissen die Zuschauer also schon nach wenigen Sekunden sicher, dass der Schiedsrichter falsch lag; dann fängt doch erst der Spießrutenlauf an!

    Und zudem: Alles andere was technisch verbesserungsfähig ist, hat sich in den letzten 40 Jahren mit Rasanz weiterentwickelt: Der Ball, die Schuhe, der Rasen, etc. Warum also sollte man beim Fußball, der sich auch in der Spieldynamik gänzlich verändert hat, gerade bei technischen Hilfsmitteln für den Schiedsrichter halt machen! Das ist absurd und inkonsequent!
  10. #39

    Das wäre dann aber ...

    Zitat von Thao Beitrag anzeigen
    Wozu überhaupt Tore? Entscheidend sollte sein, welches Team mehr vom Spiel hat. Wird gefoult oder ins Seitenaus gespielt, gibt es Punkteverschiebungen. So könnte ein Spiel gemäß Ballbesitz-Prozenten 60 zu 40 enden, wobei diese Punkteverteilung entsprechend der Fouls und Seitenausspiele anzupassen wäre. Die Technologie könnte man sich sparen, und ich wäre zumindest beim ersten Mal gespannt, wie es ausgeht.
    ... ein anderes Spiel.

    Beim Rugby zum Beispiel (und auch beim American Football?) gilt ja die gesamte Torlinie von Ecke zu Ecke. Dafür haben die dann auch keinen Torwart - der hätte ja dann auch eine ganz elende Herumrennerei zu bewältigen. Das kann man sicher machen. Ich würde es dann aber nicht mehr Fußball nennen.

    Ein anderer Gedanke von Ihnen gefällt mir dafür umso besser: Wenn ein Spiel auch nach Verlängerung noch nicht entschieden ist, könnte man statt Elfmeterschießen erst einmal die Karten aufaddieren. Wenn eine Mannschaft mehr rote Karten hat als die andere, dann hat sie schon verloren. Glücklicherweise steht es bei roten Karten aber oft 0:0 und man geht dann entsprechend mit den gelben Karten vor. Erst wenn es auch da unentschieden steht, schreitet man dann zum Elfmeterpunkt.

    Das hätte den positiven Effekt, daß die Teams dann endlich den Karton ernst nehmen müssen. Bei einem Turnier wie WM und EM sollte man auch erwägen, alle Karten im ganzen Turnier zu zählen, so daß die Spieler sich auch in der Vorrunde schon benehmen müssen.

    Wenn dann noch der Videobeweis ins Spiel kommt, so daß Karten präziser verteilt werden können - Körperverletzung oder doch Schwalbe?

    Meine Güte, dann macht eine Schwalbe vielleicht gelegentlich doch einen Sommer, wenn auch für das andere Team ...


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