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Tor Books: Science-Fiction-Verlag verzichtet auf Kopierschutz

DPALeser und Autoren haben es sich gewünscht: Die E-Books des New Yorker Science-Fiction-Verlags Tor Books haben künftig keinen technischen Schutz gegen unerlaubtes Kopieren mehr - damit lassen sich die Dateien einfacher auf Geräte aufspielen oder an Freunde verteilen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...829622,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leser und Autoren haben es sich gewünscht: Die E-Books des New Yorker Science-Fiction-Verlags Tor Books haben künftig keinen technischen Schutz gegen unerlaubtes Kopieren mehr - damit lassen sich die Dateien einfacher auf Geräte aufspielen oder an Freunde verteilen.

    Tor Books: Science-Fiction-Verlag verzichtet auf Kopierschutz - SPIEGEL ONLINE
    Mhm...
    Ich dachte wenn jeder das Zeug frei kopieren kann verdienen Verleger und Autoren nix mehr (ohne Kopierschutz ist die private Verteilung in D ja wieder legal)?
    Seltsam dass die sich dann sogar dafür einsetzen...
  2. #2

    Ich hoffe, dass diese Entscheidung Schule macht.
    Das Verlagswesen sollte durch die Erfahrungen der Musikindustrie gelernt haben.
    Wenn eine illegale Kopie benutzerfreundlicher ist als die legal erworbene, läuft etwas falsch.
    Ich halte es auch für die einzige Chance, sich gegen Amazon und ihr inkompatibles .mobi Format zu behaupten.
    Wer zur Zeit eBooks einfach und unkompliziert auf einem eInk-Reader haben möchte, dem bleibt nur Kindle und der Amazon Store.
    Alle anderen müssen sich mit Autorisierungen rumschlagen, extra Software auf dem Rechner installieren...

    Darüber hinaus ist das entfernen des DRM, mit frei verfügbarer Software, eine Sache von Sekunden.
    Hat man also die Autorisierung hinter sich gebracht, den Link zum eBook, die Datei über ADE oder Reader-Software heruntergeladen, entfernen die meisten Nutzer ohnehin den Kopierschutz.
    Schon alleine um die Bücher vernünftig archivieren zu können.
  3. #3

    Leider scheitert es ja immer wieder an der Ehrlichkeit des Konsumenten. Es gibt ja kein DRM, weil man es liebt...
    Das ist der eigentliche Knackpunkt, der in der ganzen Diskussio nausgeblendet wird. Würden sich die Konsumenten korrekt verhalten, bräuchte es überhaupt keine Reglementierungen.
    Also lasst uns doch mal die ganze Sache jenseits dieser ganzen Papiertigerdiskussion um DRM Gängelung, angebliche Content Mafia etc. um den eigentlichen Kernpunkt führen: Respekt und Wertschätzung kreativer Arbeit, die sich u.a. darin ausdrückt, das man für die Nutzung solcher Angebote bezahlt.
    Also an die eigene Nasenspitze fassen, statt andere als Schuldige zu suchen.
    Ohne das Fehlverhalten des Konsumenten gäbe es weder eine Urhebrrechtsdiskussion noch eine Filesharing/P2P Problematik und DRM hätte es nie gegeben...
  4. #4

    Da irren Sie aber mächtig...

    Zitat von darksystem Beitrag anzeigen
    Mhm...
    Ich dachte wenn jeder das Zeug frei kopieren kann verdienen Verleger und Autoren nix mehr (ohne Kopierschutz ist die private Verteilung in D ja wieder legal)?
    Seltsam dass die sich dann sogar dafür einsetzen...
    ...ohne Kopierschutz bedeutet, dass Sie legal erworbene Datei einfacher nutzen können; mehrer Geräte, Sicherheitskopie usw. Es bedeutet nicht, dass Sie die Datei lustig in der Gegend verteilen können. Der Verlag vertraut einfach seinen Kunden, mehr ist das nicht.
  5. #5

    Das ist der Punkt...

    Zitat von wt@dd Beitrag anzeigen
    Leider scheitert es ja immer wieder an der Ehrlichkeit des Konsumenten. Es gibt ja kein DRM, weil man es liebt...
    Das ist der eigentliche Knackpunkt, der in der ganzen Diskussio nausgeblendet wird. Würden sich die Konsumenten korrekt verhalten, bräuchte es......
    und darksystem (Beitrag # 1) gibt dafür ein gutes Beispiel. Kein Kopierschutz, dann ist das Kopieren ja legal. Solange die Geiz-ist-geil-Mentalität anhält, man cool ist wenn man sich eine Leistung "erschleicht", solange wird es auf diesem Gebiet Probleme geben.
  6. #6

    Zitat von wt@dd Beitrag anzeigen
    Leider scheitert es ja immer wieder an der Ehrlichkeit des Konsumenten. Es gibt ja kein DRM, weil man es liebt...
    Das ist der eigentliche Knackpunkt, der in der ganzen Diskussio nausgeblendet wird. Würden sich die Konsumenten korrekt verhalten, bräuchte es überhaupt keine Reglementierungen.
    Also lasst uns......
    Sie haben natürlich recht darin das Autoren (und andere Kunstschaffende, aber wir reden hier ja von Büchern) bezahlt werden sollten.
    Das gesagt, hat diese Entscheidung relativ wenig mit Filesharing o.ä. zu tun. Die Verlage haben sich mit dem Verlangen nach DRM im Ebookbereich an wenige große Zwischenhändler (Amazon ect..) gebunden die mithilfe eigener E-Reader Plattformen (Kindle ect) den Kopierschutz technisch umsetzten können. Kleine oder mittlere Buchhändler die keine eigene Plattform auf die Beine stellen können bleiben hierbei auf der Stecke, was mittelfristig dazu führt das für Ebooks die wenigen großen Händler den Verlagen die Preise diktieren können.

    Offensichtlich wird seitens Tor dies als sehr viel größere Bedrohung wahrgenommen als Produktpiraterie. Hinzu kommt vermutlich die Einsicht das es wenig bring die ehrlichen Käufer von Ebooks zu bestrafen, während es für die unehrlichen trivial einfach ist jeden Kopieschutz zu umgehen.

    Ich als Besitzer einer umfangreichen legal erworbenen Ebook Sammlung freue mich jedenfalls darüber das ich in Zukunft meine Bücher weiter werde lesen können wenn die Plattform mit deren Hilfe die Bücher gekauft wurden zumacht, wie jetzt grade Microsoft Reader.
  7. #7

    Zitat von wt@dd Beitrag anzeigen
    Leider scheitert es ja immer wieder an der Ehrlichkeit des Konsumenten. Es gibt ja kein DRM, weil man es liebt...
    Das ist der eigentliche Knackpunkt, der in der ganzen Diskussio nausgeblendet wird. Würden sich die Konsumenten korrekt verhalten, bräuchte es überhaupt keine Reglementierungen.
    Also lasst uns .......
    Da ist ja durchaus etwas dran..
    Das Problem ist doch aber, dass durch das DRM niemand daran gehindert wird, eBooks illegal zu verbreiten.
    Es nervt nur die ehrlichen Käufer, die zu Hauf in Foren Rat suchen, weil sie ihre gekaufte eBook Kopie nicht auf den Reader bekommen.
    Vielleicht sollte man die Dateien so gestalten, dass sie zurückverfolgbar sind, per Wasserzeichen o.ä.
    Dann kann man sich konkret an diejenigen wenden, die die Dateien in Umlauf bringen.
    Und nicht jeden Käufer pauschal verdächtigen..
  8. #8

    Ob in den Texten verborgene Markierungen (nicht) zu finden sind? Man könnte hier und da einen "Tippfehler" oder unsichtbare Leerzeichen unterbringen. Bei langen Texten fallen diese Änderungen praktisch nicht auf. Und wenn sich massenweise Raubkopien finden lassen, kann man so den Urheber ermitteln. :)
  9. #9

    ja, das verstehen viele nicht

    Zitat von darksystem Beitrag anzeigen
    Mhm...
    Ich dachte wenn jeder das Zeug frei kopieren kann verdienen Verleger und Autoren nix mehr (ohne Kopierschutz ist die private Verteilung in D ja wieder legal)?
    Seltsam dass die sich dann sogar dafür einsetzen...
    wenn ich z.b. ein gutes hörbuch finde, kaufe ich es auch. natürlich hätte ich auch die möglichkeit es mir irgendwo kostenlos herunterzuladen aber ich möchte ja, das der autor weitermacht. also bezahle ich gern.
    die private verteilung war auch früher immer legal (cassetten oder kopien) warum sollte man das heute anders machen?


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