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Top-Nebenverdienste: Steinbrück kassierte 600.000 Euro für Vorträge

DPAMehr macht im Bundestag keiner: Peer Steinbrück ist Spitzenreiter bei den Nebenverdiensten. Laut Nachrichtenagentur dpa verdiente der Ex-Finanzminister in der laufenden Wahlperiode rund 600.000 Euro. Vor allem seine Vorträge lässt er sich offenbar fürstlich entlohnen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828782,00.html
  1. #80

    Mein zweiter Versuch. Es ist schon absurd, die Nebeneinkünfte Steinbrücks durch ein Bild zu beschreiben, auf dem er als Honorarprofessur eine Vorlesung gibt. Das Honorar im Namen kommt nicht von Honorar im Sinne von Einkommen, sondern von Ehre, ehrenhalber, ehrenamtlich, also ohne Vergütung. Ein Honorarprofessor bekommt also keine Kohle für seine Vorlesung. Es ist doch aller Ehren wert, Studenten ohne Entgelt an seinen Inhalten teilhaben zu lassen.
  2. #81

    das glaub´ich nicht ...

    Sagt mal, Leute, geht es noch?

    Da bekommt ein Politiker 600.000 € von verschiedenen Unternehmen, und keiner findet was dabei?

    Sind wir schon so weit, daß die Vorteilsnahme mit den entsprechenden politischen Vorteilen für die zahlenden Unternehmen als systembedingt normal betrachtet wird?
    Wofür mußte denn Her Wulff dann sein Amt verlassen?
  3. #82

    Was er da redet interessiert absolut Niemanden. Es geht doch darum ihm persönlich ein Dankeschön zu sagen, für eine Politik die er gemacht hat oder in Zukunft machen wird. In der Vergangenheit war es massive Deregulierung der Finanzmärkte, Bankenrettung in gigantischem Ausmaß, usw, usw. Es ist doch nur zu hoffen, dass dieser Mann niemals wieder an die Schalthebel der Macht kommt, weil er doch offensichtlich primär die Interessen der Banken vertritt.
  4. #83

    liquimoly heute, 18:41 Uhr
    Sagt mal, Leute, geht es noch? Da bekommt ein Politiker 600.000 € von verschiedenen Unternehmen, und keiner findet was dabei? Sind wir schon so weit, daß die Vorteilsnahme mit den entsprechenden politischen Vorteilen für die zahlenden Unternehmen als systembedingt normal betrachtet wird? Wofür mußte denn Her Wulff dann sein Amt verlassen?

    ...........scheint im Trend bzw. Zeitgeist zu liegen. Selbst SPON widmet diesem Skandal (nicht wg. der Kohle sondern der Struktur wie er diese abgreift) nur eher beiläufige Zeilen. Zu Zeiten von Augstein sen. hätte man sicherlich anders verfahren mit Steinbrück!
  5. #84

    Schröders Sozis haben den Normal Bürger geschröpft und ausgebeutet und nun kassieren sie alle Unmengen von Geld.Das eigene Parteiprogramm umsetzen wollen verhindert man dann am besten wenn man eine Große Koalition anstrebt.Denn dann braucht man weder Vermögens-, Spitzen-, Transaktions- oder Bankensteuer einzuführen.Damit schützt man besonders seinen eigenen Geldbeutel.Diese Bedienungsmentalität ist echt zum Kotzen und scheint in der Oberschicht auch noch grenzenlos zu sein.
  6. #85

    Scharping

    Zitat von petrasha Beitrag anzeigen
    wer tüchtig ist, der wird auch belohnt. er wäre mir lieb als finanz oder wirtschaftsminister.
    Der "erzählt" auf jedem Vortrag das Selbe.
    Sogar Scharping erhielt solche "Honorare", als er noch oben war.
    Und da kannte ich etliche Leute, die viel bezahlt hätten, den nicht hören zu müssen.
    Diese Gagen sind nichts anderes als hübsch kaschierte, und obendrein auch noch steuerlich absetzbare Bestechungsgelder.
  7. #86

    Der Mann ist gut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr macht im Bundestag keiner: Peer Steinbrück ist Spitzenreiter bei den Nebenverdiensten. Laut Nachrichtenagentur dpa verdiente der Ex-Finanzminister in der laufenden Wahlperiode rund 600.000 Euro. Vor allem seine Vorträge lässt er sich offenbar fürstlich entlohnen.

    Top-Nebenverdienste: Steinbrück kassierte 600.000 Euro für Vorträge - SPIEGEL ONLINE
    Solange er KEIN Amt bekleidet, ist das völlig OK, denn der Betrag wird ja durch Angebot und Nachfrage geregelt - er ist offenbar gut.
    Sobald er tatsächlich für ein Amt kandidiert, muss das natürlich aufhören. Weil dann alles, was er öffentlich sagt, als Ausübung des Amtes aufzufassen sein wird. Auch die Ausübung einer Vorstands-Tätigkeit halte ich mit einem politischen Amt für unvereinbar, wegen der Interessenkonflikte und der Kraft, die dann bitteschön in das politische Amt zu investieren ist.
  8. #87

    Sie sagen es, auch bei den Römern war das so

    Zitat von soli123 Beitrag anzeigen
    Bei aller Wertschätzung für Steinbrücks lockere Sprüche frage ich mich, welchen Mehrwert die Reden haben, die doch nichts weiter sind als Konserven. Das zeigt, wie unsere Gesellschaft die Werte auf den Kopf gestellt hat. Heiße Luft ist höher dotiert als handwerkliche Wertarbeit. Ein weiteres Beispiel für die Übernahme unheilvoller amerikanischer Unsitten. Quo vadis?
    Galt doch schon immer, warum wundert Sie das? Das gilt in der gesamtenWirtschaft seit Jahrhunderten. Steinbrück's Unterhaltungswert ist es wohl eher nicht, sondern seine Fähigkeit, plastisch Wirkungs-Zusammenhänge aus seiner Sicht zu schildern und den denkbaren Handlungsspielraum gut zu beschreiben. Wenn dann ein paar Bänker durch Wiederholung wirklich schlauer werden, haben wir alle was davon ;-)
  9. #88

    Stimmt!

    Zitat von susanne67 Beitrag anzeigen
    @revarell: Da wurde unser lieber Alt-Bundespräsident so sehr durch die Medien gezerrt und noch immer haben nicht alle verstanden, um was es damals ging. Er wird nicht 200.000€ im Monat "verdienen", sondern im JAHR. Ein kleinert, aber wie ich finde, nennenswerter Unterschied.

    @Cassandros: Seine Frau verdient mit, hat einen gut bezahlten Posten im ÖD. Himmel, wie pöse... Das die sich das erlaubt...

    Vielen Dank für den Hinweis, - macht aber bezogen auf den Inhalt meines Beitrags keinen nennenswerten Unterschied!
  10. #89

    Ich versteh' Euch ja...

    Zitat von curti Beitrag anzeigen
    liquimoly heute, 18:41 Uhr
    Sagt mal, Leute, geht es noch? Da bekommt ein Politiker 600.000 € von verschiedenen Unternehmen, und keiner findet was dabei? Sind wir schon so weit, daß die Vorteilsnahme mit den entsprechenden politischen Vorteilen für die zahlenden Unternehmen als systembedingt normal betrachtet wird? Wofür mußte denn Her Wulff dann sein Amt verlassen?

    ...........scheint im Trend bzw. Zeitgeist zu liegen. Selbst SPON widmet diesem Skandal (nicht wg. der Kohle sondern der Struktur wie er diese abgreift) nur eher beiläufige Zeilen. Zu Zeiten von Augstein sen. hätte man sicherlich anders verfahren mit Steinbrück!
    ... aber solange kein politisches Amt ausgeübt wird, geht das eben. Bundes-Präsident wird er nicht mehr werden können, die Entscheidung hat er offenbar getroffen.








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