ifatolye.comDeutschland diskutiert die Frauenquote - die Türkei ist da schon weiter: Ausgerechnet in dem islamischen Land haben Managerinnen mächtige Chefposten erobert. Was läuft anders in der Boom-Region am Bosporus?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-869015.html
und auf dem Lande dominieren die religioesen Maenner.
Aber in den groesseren Staedten trifft man immer wieder Frauen in
gehobenen Positionen.
In Ankara habe ich selbst ueber 10 Jahre ueberwiegend mit Kolleginnen zusammengearbeitet und zwar auf allen Positionsebenen.
Von der Laboratin zur Abteilungsleiterin zur Directorin bis zu Tansu Çiller als Regierungschefin.
Erstaunt und wirklich beeindruckt hat mich dabei die Energie und
Durchsetzungsfaehigkeit dieser Frauen.
Wenn die auf den "Putz' hauen, da kuschen die Tuerkischen Machos ganz schnell.
Ein Beispiel von vielen.
Eine Kollegin hatte den Vorstand einer Regierungsholding so richtig zusammengestaucht. Die Angesprochenen grinsten hinter vorgehaltener Hand und meinten danach, ihnen koenne nichts passieren, da von der Regierung gedeckt.
2 Jahre spaeter hat die Kollegin diese Leute vor Gericht gezerrt
und ---- gewonnen.
Da war denen natuerlich das Grinsen sehr schnell vergangen.
Ich habe natuerlich in der Zeit recht tiefen Einblick in die Hintergruende bekommen besonders dadurch, dass einige der Kolleginnen mich ansprachen, sich ausklagten und um Rat baten.
Aber das fuehrt hier doch wohl ein bisschen zu weit.
Gruss, George
Die Türkei ist mitnichten ein säkulärer Staat, wie die kemalistische Propaganda verkündet. Der Staat legt dort die Richtlinien der Religion fest, bildet die "Geistlichen" aus, und baut und betreibt, übrigens auch hier in Deutschland, Moscheen. Das gibt es meines Wissens in keinem europäischen Land. Zudem ist offiziell nur der sunnitsche Islam türkischer Prägung zugelassen. Christen und alle nanderen Religionsgemeinschaften ist diese Ausübung nicht gestattet.
Sie haben es zwar angedeutet, aber vergessen den Namen zu nennen: Es war Kemal Dervis, der als Wirtschaftsminister in der Tuerkei 2001 unter Ecevit die Reformen durchsetzte, die zum heutigen Aufschwung fuehrten.
Erdogan hat diese lediglich beibehalten - eingefuehrt hat er sie nicht.
Da soll uns ein Entwicklungsland, dessen ganze Existenz auf dem Geld und dem Know How der in Westeuropa lebenden Diaspora basiert, als Vorbild verkauft werden.
Selbst die erwähnten Frauen, entstammen teilweise dieser heimgekehrten und in Europa ausgebildeten Diaspora, weil es keine Fachkräfte im heimischen Markt gibt.
Kommen wir zu den Erbinnen, die in diesem Artikel schon 50% ausmachen. Bleiben noch 2 in Worten zwei Beispiele, in einem Entwicklungsland, in dem nur 29% der Frauen arbeiten.
Politisch korrekt ist wie der Name schon sagt etwas anderes als korrekt, nämlich eine Lüge mit politischem Ziel.
Und nichts anderes ist dieser wiederholte Artikel zum Thema Frauen in die Arbeitsversklavung.
Übrigens eigene Betriebe kann man ganz ohne Quote gründen oder gibt es da Zulassungs-Beschränkungen beim Gewerbeamt?
Spon macht hier für interessierte Kreise Arbeitsmarktpolitik und diese Kreise sind nicht die Frauen, die man in Arbeitsnormen zwängen will.
Ich gebe zu, den Artikel nur überflogen zu haben. Dabei habe ich nicht erfahren, dass es in der Türkei eine Quote hat.
Es geht also auch ohne.
Randbemerkung: wann werden Journalisten endlich verstehen, dass 8,5% Wachstum bei einem Sozialprodukt von $761.9 Milliarden (Türkei) weniger ist, als 3,1% bei $3.55 Billionen (BRD). Letzteres ist mit 110 Milliarden fast doppelt so hoch.
Frohe Weihnachten