Der Fall sorgte weltweit für Empörung. Vor Jahren verurteilte Iran die angebliche Ehebrecherin Sakineh Mohammadi Aschtiani, sie sollte gesteinigt werden. Nun*wird der Richterspruch offenbar umgewandelt: Der Frau droht der Tod durch den Strang.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...805759,00.html
Es ist doch so, dass sich die Gemüter keineswegs aufregen, wenn im
IRAN hingerichtet wird (übrigens. Da Sie sich ja im iranischen Recht
bestens kennen: war die Hinrichtung einer 16 jährigen durch Strang ,
die angeblich händchenhaltend mit einem Mann ging, dem Recht
entsprechend? Gott sei Dank!
Hinrichtungen im Iran werden hierzulande grundsätzlich ignoriert,
man betrachtet sie wohl als eine Art Folklore, eine
Landesbesonderheit. Nicht schöne, aber eben da. Gerade bei den
USA ist die Aufregung enorm. Sogar die EU hat ein Exportverbot Für
das bei der Hinrichtung verwendete Gift verfügt. Erst kürzlich. Vor
den Gefängnissen versammeln sich Menschenmengen mit Kerzen
und demonstrieren. Während in Iran die Menschenmenge statt
Kerzen Steine bereit hält. Nicht zu groß und nicht zu klein, Sie
wissen ja, als Kenner, warum.
Statt den Artikel richtig zu lesen, ist es natürlich viel einfacher, das dümmliche Gezeter von der "Manipulation der Westliche medien" anzustimmen. In dem Spiegelartikel steht es nämlich wie folgt:
"Nun gebe es von der Justiz aber erneut Bestrebungen, die Frau hinzurichten, weil sie ihrem Liebhaber geholfen haben soll, ihren Mann zu ermorden, berichtet die Nachrichtenagentur Fars."
Die iranische Unrechtsjustiz hat ganz offensichtlich einen Tipp bekommen, dieses schäbige Urteil durch ein nachgeschobenes Delikt, insbesondere fürs Ausland, leichter verdaulich zu machen.
Wobei das Ganze im Grunde völlig überflüssig ist, denn in der Mullahkratie werden ständig Leute wegen irgendwelcher sexueller Praktiken die den Mullahnormen nicht entsprechen, gehängt. Das weiß jeder, der das Treiben der iranischen "Justiz" auch nur am Rande verfolgt.
Der kann auch wissen, dass im Iran, in den letzten 30 Jahren, 4000 Schwule gehängt worden sind. Gelegentlich, unterstellt man nachträglich diesen Pechvögeln, dass sie ja auch Rauschgifthändler waren, insbesondere dann, wenn ausländische Medien über einen bestimmten Fall zu intensiv berichten. Das Gleiche spielt sich nun auch mit dieser Frau ab,
die "Glückliche" soll deshalb nur gehängt und nicht gesteinigt.
Wegen "unkeuschen Verhaltens" ist die 16-jährige Ateghe Radschabi am 15. August in der nordiranischen Provinzstadt Neka erhängt worden.
Mit unkeuschem Verhalten ist in Iran bei Unverheirateten vorehelicher Geschlechtsverkehr gemeint, bei Verheirateten Ehebruch. Zwar ist die Strafe für vor- oder außerehelichen Geschlechtsverkehr und Ehebruch rigide, allzu schnell kann sie jedoch nicht verhängt werden.
Denn damit die Schuld als bewiesen gilt, müssen vier männliche oder acht weibliche Zeugen die Angeklagten auf frischer Tat ertappt haben. Gemäß der Scharia, dem islamischen Recht, zählen vorehelicher Geschlechtsverkehr sowie Ehebruch zu den "Hadd-Strafen", den Körperstrafen.
Es handelt sich dabei um Delikte, deren Strafmaß nach muslimischer Auffassung von Gott selbst festgelegt wurde. Artikel 83 des iranischen Strafgesetzbuches, das den Koran als eine Quelle des Rechtssystems betrachtet, sieht daher für vorehelichen Geschlechtsverkehr und Ehebruch den Tod durch Steinigung vor.
... um in Ihrem Duktus zu bleiben, empfehle ich Ihnen dringend sich zu bilden um der Dummheit zu entfliehen und sich zum einen mit der konkreten Sachlage zur Ursache der Todesstrafe zu befassen, und dann zu den Strafen welche auf Basis der Scharia gefordert werden.
Am Ende könnten Sie sogar schlauer sein als zu Beginn der Diskussion, aber wer weiss das schon?
Die neuesten Umfragen in Saudi-Arabien, Iran und anderen Dunkelkammern der Welt haben ergeben, dass 20 von 21 zum Steinigen Verurteilte sich sofort für das Hängen entscheiden würden.
Man kann der Regierung also Entgegenkommen unterstellen.
Kommen die USA ihren Moribunden auch soweit entgegen?