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Todesurteil gegen Menschenhändler: 223 Babys in China verkauft
2500 Euro für ein Mädchen, 3800 Euro für einen Jungen: In China wurden drei Dutzend Menschenhändler verurteilt, die 223 Babys verkauft haben sollen. Für die Anführerin verhängt das Gericht die Todesstrafe. Die rigide Ein-Kind-Politik sorgt .
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...839219,00.html
- #1 16.06.2012 11:58 von
rigide
Hier im westlichen Schlaraffenland lässt sich diese Politik leicht kritisieren, aber unrigide kann man eine solche Politik nunmal nicht durchsetzen. Es ist allemal besser als die unkontrollierte Bevölkerungsexplosion, die in vielen afrikanischen und anderen asiatischen Staaten geschieht.
- #2 16.06.2012 12:04 von
- #3 16.06.2012 12:24 von
Das ist nun schon der zweite Artikel in kurzer Zeit, der die Ein-Kind-Politik Chinas kritisiert. Wäre es denn besser, wenn, wie z.T. in Afrika oder Indien, eine Bevölkerungsexplosion stattfände? Die Chinesen haben diese Politik eingeführt, um soziale Probleme in den Griff zu bekommen, was nicht zuletzt auch dem Rest des Globus "nützt". Was die Welt am wenigsten braucht, ist eine noch stärkere Vermehrung der Menschheit bei knapper werden Ressourcen.
- #4 16.06.2012 12:24 von
China hat kein demographisches Problem
Die rigide Ein-Kind-Politik sorgt gerade dafür dass China kein größeres Bevölkerungsproblem hat.Die Hauptprobleme resultieren aus der zurückgebliebenen Ungleichbewertung des Geschlechts des Nachkömmlings. Sicher wird man mitttelfristig zB auf eine Zwei-Kind-Politik wechseln können oder auch alles wieder freigeben: Die Mittelschicht aufwärts würde auch nicht mit Massengeburten loslegen, auch in China weiß man dass man nur einer begrenzten Anzahl eigener Kinder eine angemessene Bildung etc. ermöglichen kann.
Gab es überhaupt mal einen Staat der so wenig auf einem Egotrip war wie China mit seiner Ein-Kind-Politik? - #5 16.06.2012 12:24 von
- #6 16.06.2012 12:37 von
Nahezu absurd
Man erzählt uns immer, mehr Kinder seien notwendig, damit später die Renten gezahlt werden könnten, man verschweigt uns aber, dass diese Kinder dazu später zunächst einmal eine entsprechend bezahlte Arbeit benötigten, wo mit zunehmender Automatisierung und Selfservice im Internet immer weniger zu rechnen ist.
- #7 16.06.2012 12:37 von
Demografieproblem?
Bei einer selbstverordneten Ein-Kind-Politik kann wohl kaum von einem Demografie_problem_ die Rede sein. Einfache Rechnung: Zwei der letzten Generation zeugen einen Menschen der nächsten Generation. Wie sollen bei strengem Beharren auf Geburtenkontrolle genug Junge Menschen nachkommen, um die Alten zu versorgen. Ergo: Hier herrscht kein Problem sondern ein künstlich hervorgebrachter Zustand, der nur durch weitere strenge staatliche Kontrolle nicht ins Chaos führt.
Aber zum Glück gibt es ja genug Kriminelle, bestechliche Beamte, Nachbarn die Wegschauen und eine herrliche Tradition des Ausnutzens der Schwächeren im Land der aufgehenden Sonne, sodass sich genug Schlupfwinkel für Mehrkindfamilien auftun. - #8 16.06.2012 12:44 von
Strikte Ein-Kind-Politik? Äh... nein.
Hier mal die ganz beträchtlichen Ausnahme zur ach so strikten Ein-Kind-Politik, die wegen eben dieser weitreichenden Ausnahmen offiziell auch "Familienplanungs-Politik" genannt wird und werden muss:
1. Wenn beide Elternteile Einzelkinder sind!
2. Ausserhalb der Stadt, wenn das erste Kind ein Mädchen ist.
3. Wenn das erste Kind eine körperliche oder geistige Behinderung hat.
4. Chinesen, die im Ausland gelebt haben.
5. Einwohner Hong Kongs und Macaus
6. Alle der über 50 chinesischen Minderheiten. Das beinhaltet -hört hört- Muslime und Tibeter!
Hinzu kommen etliche Sondervorschriften, viel zu viele um sie aufzuzählen, etwa in Regionen wie Sichuan wo das große Erdbeben 2008 gewütet hat und und und.
Noch ein Fakt: Über 64% der chinesischen Paare sind von der Familienplanungs-Politik NICHT betroffen.
Die verbleibenden Paare haben aber jederzeit die Möglichkeit entweder die finanziellen Vergünstigungen zu verlieren oder ihr Kind in Hong Kong, Macau oder irgendeinem anderen Land der Welt zu bekommen und bleiben damit völlig straffrei.
Apropo finanzielle Vergünstigungen. Die Familienplanungs-Politik ist in dem Sinne keine Straf-Politik sondern im Gegenteil. Hier wird nicht mit Peitsche angedroht, sondern beim Einhalten der Vorschrift Zuckerbrot gegeben. Daher hier mal die Vergünstigungen und Bonuse:
- Schulgeld inklusive kostenloser Versorgung, Bücher etc.
- günstigere Kranken- und Pflegeversicherung.
- Gratis Verhütungsmittel (sorry, Herr Ratzinger) und Gratis Gesundheitskurse, Schwangerschaftskurse und und und (gerade für bildungsschwächere Gegenden ein Erfolgsmodell, das man auch in Indien und einigen afrikanischen Staaten einführen sollte. Bekämpft auch die Aids-Rate) - #9 16.06.2012 12:46 von
optional
ich finde das Konzept der 1Kind-Politik gut, die Durchführung muss aber den Menschrechten gerecht werden.
In Deutschland gibt es aber leider keine weitsichtige Politik, schon garnicht wenn es Widerstände im Volk gegen notwendige Entscheidungen gibt.
Ich lasse jedem frei zu entscheiden, für welche Regierung dass nun ein Armutszeugnis ist.
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