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Todesfälle im Grand Canyon: Volles Risiko am Abgrund

REUTERSStürze, Hitzschlag, Verdursten: Jedes Jahr kommen im Grand Canyon Wanderer ums Leben, weil sie die Gefahren der Wildnis unterschätzen. Zwei Outdoor-Experten wollen helfen, das Risiko zu verringern - mit einer detaillierten Chronik der Todesfälle.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...840005,00.html
  1. #50

    .

    Es gibt eben viele (viel zu viele!) Menschen, die noch nicht einmal ansatzweise merken, wann sie sich in Gefahr begeben oder etwas Hirnrissiges machen. In den meisten Fällen geht es ja noch gut. Die Dunkelziffer der Idioten unter den Menschen ist hoch. Im Strassenverkehr gewinnt man einen ersten Eindruck, wie hoch die Dunkelziffern tatsächlich ist.
  2. #51

    Riesentheater

    In ungefähr130 Jahren 700 Tote? In den Alpen gibt es jedes Jahr (Sommerabstürze und Winterlawinentote) gut über 200 Tote. Dagegen ist der Canyon doch garnichts!
  3. #52

    Immer die gleichen Fehler

    Ob am Grand Canyon, in den Alpen, an der See oder sonstwo, es sind immer wieder die klassischen Fehler: Selbstüberschätzung und Naturunterschätzung.

    Wir haben die Wanderung am GC zur Phantom Ranch und zurück an einem Tag vor Jahren auch gemacht. Die Ranger taten schon eine ganze Menge, um die Leute vor sich selbst zu schützen:

    Tipp Nr. 1 im Informationszentrum war: Lassen Sie es bleiben!

    Als wir uns nicht abwimmeln ließen, kamen noch ein paar gute Tipps zu Route, Zeit, Kleidung, Wasserbedarf usw.. Für uns neu war der Tipp, vor dem Rückweg unten das T-Shirt ins Wasser zu tauchen und klatschnass anzuziehen. In der Hitze trocknet das am Körper und kühlt für einige Zeit.

    Morgens kamen die Ranger am Abstieg den Wanderern entgegen, um zu späte oder schlecht ausgerüstete Touristen vor ihrem Unglück zu bewahren.

    Wir haben die Mittagshitze unten im Schatten verbracht und sind am Nachmittag wieder aufgestiegen. Die Überraschung für uns war die Kälte am späten Nachmittag, zumal es noch geregnet hatte. Ich habe selten so gefroren wie damals am Grand Canyon im August.

    Fazit: Es ist anstrengend, aber gut machbar. Man sollte die Ratschläge annehmen und auf kleine Überraschungen gefasst sein.
  4. #53

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Canyon-Kenner Michael Ghiglieri und Tom Myers dokumentieren in ihrem Buch "Over the Edge - Death in Grand Canyon" diese Tragödien.
    Das sind keine Tragödien, sondern Unfälle. Vielleicht auch Katastrophen für die Beteiligten, aber keine Tragödien.
  5. #54

    Schade...

    es ruft bei mir nur Kopfschütteln hervor, wenn ich solch tragische Schicksale lese.
    Wir selbst sind Anfang Juni unten im Grand Canyon gewesen und es war mit das geilste, dass wir je erleben durften. Man sollte sich nur vorher Gedanken machen was auf einen zukommt. Und Selbstüberschätzung tut nie gut.
    Zu dem Beitrag "Eintritt erkaufen u. massenhaft Getränke anschleppen..." Sorry, der Eintritt in den Nationalpark ist für alle gleich (wenn man von den geringen Gebühren für die Permit um runter zu dürfen absieht - die Ranger müssen ja auch bezahlt werden...). Man zahlt also seine 25$ auch oben am Rim. Und die "angeschleppten Getränke", die ich sinnigerweise mitnehmen sollte sind kein Luxus sondern müssen als notwendiges Gewicht mitgeschleppt werden. Ich werde es wieder tun!








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