REUTERSStürze, Hitzschlag, Verdursten: Jedes Jahr kommen im Grand Canyon Wanderer ums Leben, weil sie die Gefahren der Wildnis unterschätzen. Zwei Outdoor-Experten wollen helfen, das Risiko zu verringern - mit einer detaillierten Chronik der Todesfälle.
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...840005,00.html
Wahrscheinlich meintest du: "... um unten gewesen und vor 12 Uhr wieder oben zu sein."
Das passt und ist sehr vernünftig, um nicht in der Mittagshitze unterwegs zu sein. Rund 2,5 Stunden für den Abstieg von 13 km und 5 Stunden für den Aufstieg einzukalkulieren, ist sinnvoll. Ich spreche hier von einer Wanderung, bei der man sich auch noch einen Blick auf die wundervolle Landschaft erlaubt, und nicht von einem Wettlauf um die beste Zeit.
"- [...] könnte man den Grand Canyon idiotensicher machen."
Das kann man doch nun wirklich nicht wollen!
Am Grand Canyon sterben nur mehr Leute, weil der Grand Canyon ein viel besuchtes Ziel ist.
Idioten gibt es ueber all. Wer mal in den Alpen unterwegs war, weiss das.
Das ist einer der grossartigsten Orte auf dieser Welt, so unglaublich schön und atemberaubend!
Einige Impressionen auf http://www.fm1721.com/experience/americas/usa (Arizona)
Es ist doch schön, dass es auch noch Orte auf dieser Welt gibt, wo nicht alle 500 Meter ein Getränkeautomat oder Kiosk steht, und der nicht komplett abgesperrt und videoüberwacht ist.
An solchen naturbelassenen Orten kann man eben auch noch einfach verdursten, ohne, dass einen der Krankenwagen rettet.
Die Vorstellung, dass es solche Orte wirklich geben kann, scheint einigen Touristen allerdings zu fehlen...
Dazu kommen dann die hilfreichen Tipps von "Spezialisten", die behaupten, man könne die 35km Wanderung mit 3000 Höhenmetern ganz lässig in 3 Stunden machen, auch als Nichtsportler. Das sind die selben Spezialisten, die mit dem Auto von München nach Hamburg in zwei Stunden fahren, trotz Stau...
Anfang Mai, ist ja wohl für Luschen ;-)
Ich war August dort, 6 Uhr runter, 11 Uhr Plateau Point, runter alles locker. Schön Zeit gelassen, Fotos, pipapo.
Kein Schwein (okay, ein paar Franzosenund ich halt) war dort unten.
Gegen 12 Uhr dann den Rückweg angetreten erst Indian Garden, im Schatten etwas refreshed. Und danach den Bright Angel wieder hoch.
Auf den Hinweistafeln steht man sollte unbedingt zwischen 10 und 16 Uhr nicht wandern. Ja, das ist natürlich eine tolle Vorsichtsmaßnahme, nur man will halt doch irgendwann wieder hoch, also steigt man vorher auf. Und ja, das zieht sich. Und ja, es ist knalleheiß dort im August ;-)
Der Bright Angel trail ist übrigens ein Mulipfad. Ja, der ist schön flach, aber die Stufen haben eben Muligröße, ist total beknackt zu laufen. Ich bin nicht übermäßig fett, nicht übermäßig trainiert, eher so ne IT-Lusche, aber nein, ich war zu keiner Zeit in Gefahr, zu sterben, aber als ich oben war, war erstmal Schicht im Schacht.
"An einem Tag runter und hoch" im August halte ich für extreme Fahrlässigkeit. Zur Phantom Ranch runter, übernachten und wieder hoch, okay, aber hin und zurück - no fucking way.
Kommt mir bekannt vor ;)
Ich komme aus der Schweiz und habe einen guten Kollegen dessen Cousin bei der Bergrettung arbeitet. Was der mir an einem Abend mal über naive Touristen ohne angemessene Ausrüstung erzählt hat ist schon fast nicht mehr zu glauben. Der hat schon Dutzende Leute - teilweise unter eigener Lebensgefahr - retten müssen bei denen man sich schon fragt ob die noch alle Tassen im Schrank haben.