Das ist ziemlich spekulativ, im Gegenzug dürfte ein potentiell islamisiertes Regime, wie es offensichtlich ja jetzt droht, sich eher vom Westen abwenden und nicht weniger unberechenbar sein als der verrückte Autokrat, dem man mit etwas Pomp und Schmiergeld das Herz erweichen kann.
Aber darüber könnte man wohl ewig fabulieren. Ich bin auch nicht so naiv anzunehmen, dass die Ressourcenverteilung in den Planungen der Staaten keine Rolle spielt. Es scheint mir aber etwas gar bemüht, ständig das Erdöl bei solchen Konflikt als den grossen oder gar einzigen Faktor zu bringen. Gerade das ursprüngliche Paradebeispiel Irak zeigt ja in der Frage ein recht differenziertes Bild, das sich kaum mit dem Klischee des amerikanischen Öl-Raubzugs vereinbaren lässt..
Und: Fragwürdig scheint auch, dass immer nur dem Westen solch ökonomisch-imperialistischen Motive unterstellt/vorgeworfen werden. Dass andere führende Staaten ihre Aussenpolitik genau so wenn nicht mehr auf solchen Überlegungen abstützen scheint hingegen verzeihbar zu sein.

Antworten / Zitieren

