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Tod libyscher TV-Moderatorin: Gaddafis Stimme schweigt

AP/ Al Arabiya TelevisionMit feurigen Reden auf die Glorie Gaddafis und wüsten Beschimpfungen der Revolutionäre wurde die libysche Moderatorin Hala Misrati zum Star des Staatsfernsehens. Nach der Eroberung von Tripolis kam Misrati ins Gefängnis - dort wurde sie jetzt tot aufgefunden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...816209,00.html
  1. #90

    Vom Regen in die Traufe...

    Die (leider) von uns zur Macht verholfene neue libysche Regierung ist nicht viel besser als das dahingegangene Gaddafi-Regime. Es hat sich bereits durch die Ermordung von Gaddafi selbst und einem seiner Söhne als neue demokratische Legitimation disqualifiziert. Auch Despoten, und waren sie noch so schlimm, steht nach unseren demokratischen Werten immer ein fairer Gerichtsprozess zu! Gleiches gilt für alle, die Gaddafi all die Jahre unterstützt und verehrt haben, in welcher Art und Weise auch immer. Es muss doch eigentlich jedem Klar gewesen sein, dass die neuen Machthaber "aufräumen" und dass damit nicht gemeint ist, dass jeder Gaddafi-Treue einen sauberen Gerichtsprozess erhält. Es wird weiter gemordet und gefoltert, wie unter dem alten Regime. Seit das Land aus dem Medienfokus verschwunden ist, geschieht das nun im Verborgenen. Interessiert uns ja auch nicht mehr. Gaddafi ist weg...who cares. Hauptsache, wir können unsere Autos volltanken....

    Schlussendlich hätte sich der Westen in diesen Konflikt niemals einmischen dürfen. Auch von Syrien sollten wir die Finger lassen. Man weiß nie, wen man letztendlich zur Macht verhilft. Assad wird auch ohne den Westen stürzen. Und was dann passiert, liegt auf der Hand. Dazu muss man kein Prophet sein. Assad wird höchstwahrscheinlich genauso enden, wie Gaddafi. Und westliche Politiker stellen sich wieder hin und applaudieren öffentlich. Genau entgegengesetzt zu unseren demokratischen Normen und Werten. Widerlich!

    Um abschließend noch eines klarzustellen: Ich war weder für Gaddafi, noch bin ich für Assad, noch für irgendeinen anderen Despoten auf der Welt. Aber meiner Meinung nach darf sich der Westen nicht in die Revolutionen anderer Länder einmischen.
  2. #91

    Vorsorge für die Zukunft...

    Zitat von Schleswig Beitrag anzeigen
    Hallo Südtiroler,
    zumal Libyen praktischerweise direkt vor der Haustür liegt. Auch wird man den kommenden Konflikt mit dem Iran ins Auge gefasst haben. Es könnte durchaus sein das die Ölzufuhr vom Perser Golf für einige Monate in stocken geraten könnte. Da macht es durchaus Sinn das die Golfstaaten die UN Resolution einbrachten (respektive die Arabische Liga).
    Des weiteren fügt sich auch der Panzerverkauf nach Saudi Arabien nahtlos ein. Es brauch halt alles seine Zeit und Organisation .... Target Iran. Der kluge Staat baut vor. Wetten?
    Hallo Schleswig...
    Oh ja, so ist es. Kurz gesagt war Italien gezwungen beim Libyenkrieg mitzumachen. Wer nicht mitmacht ist bei der Verteilung (der Felle)nicht dabei und mitzumachen hieß für Italien sich die Vorkriegsverträge zu sichern. Was ja als Nachbarland naheliegend war. Die Pipeline zwischen Libyen(Mellitah) und Gela(Sizilien) ist ja bereits vorhanden.
    Und gebe Dir nochmals recht. Beim Iran fügen sich die Puzzleteile zusammen. Die Saudis haben sich vollkommen dem Machterhalt verschrieben und sind Teil der Antiirankoalition. Für sie ist es abgesehen vom Erhalt der eigenen Macht(als korrupter, intoleranter, religiös motivierter Bunkerstaat) nebenbei die einmalige historische Chance die ethnisch und religiös verhassten schiitischen Perser gelinde gesagt eines auszuwischen. Und das alles im Windschatten der Israelis und der Amerikaner. Die Europäer werden hoffen daß sie nicht gebraucht werden. Der Kontinent ist mit sich selbst beschäftigt und gibt ein Bild der Schwäche ab. Die Deutschen haben mit dem Panzerdeal aber bereits eine sehr wichtige Hilfestellung erfüllt. Die Perser dürfen von solch modernen Material nur träumen.
    Es ist leider so Schleswig... ;(
    Mittlerweile ist fast jedes Jahr Krieg. Rechne mit einem Angriff noch vor dem Sommer. Auch wenn die Alliierten drückend überlegen sind. Der Iran ist und bleibt ein anderes Kaliber als Libyen. Auch was die Auswirkungen der Nachkriegszeit angeht.
    Wir werden sehen...

    Gruß an die Waterkant...
  3. #92

    Sie haben keine Ahnung

    Zitat von oberger Beitrag anzeigen
    Die (leider) von uns zur Macht verholfene neue libysche Regierung ist nicht viel besser als das dahingegangene Gaddafi-Regime. Es hat sich bereits durch die Ermordung von Gaddafi selbst und einem seiner Söhne als neue demokratische Legitimation disqualifiziert. Auch Despoten, und waren sie noch so schlimm, steht nach unseren demokratischen Werten immer ein fairer Gerichtsprozess zu! Gleiches gilt für alle, die Gaddafi all die Jahre unterstützt und verehrt haben, in welcher Art und Weise auch immer. Es muss doch eigentlich jedem Klar gewesen sein, dass die neuen Machthaber "aufräumen" und dass damit nicht gemeint ist, dass jeder Gaddafi-Treue einen sauberen Gerichtsprozess erhält. Es wird weiter gemordet und gefoltert, wie unter dem alten Regime. Seit das Land aus dem Medienfokus verschwunden ist, geschieht das nun im Verborgenen. Interessiert uns ja auch nicht mehr. Gaddafi ist weg...who cares. Hauptsache, wir können unsere Autos volltanken....

    Schlussendlich hätte sich der Westen in diesen Konflikt niemals einmischen dürfen. Auch von Syrien sollten wir die Finger lassen. Man weiß nie, wen man letztendlich zur Macht verhilft. Assad wird auch ohne den Westen stürzen. Und was dann passiert, liegt auf der Hand. Dazu muss man kein Prophet sein. Assad wird höchstwahrscheinlich genauso enden, wie Gaddafi. Und westliche Politiker stellen sich wieder hin und applaudieren öffentlich. Genau entgegengesetzt zu unseren demokratischen Normen und Werten. Widerlich!

    Um abschließend noch eines klarzustellen: Ich war weder für Gaddafi, noch bin ich für Assad, noch für irgendeinen anderen Despoten auf der Welt. Aber meiner Meinung nach darf sich der Westen nicht in die Revolutionen anderer Länder einmischen.
    Sie haben keine Ahnung, wie das Leben in Libyen unter Ghadafi war. Man muss nicht Wunder von den jetzigen "Machthabern" erwarten. Da werden bestimmt noch viele Fehler begangen. Aber so schlimm wie unter Ghadafi wird es mit Sicherheit nicht werden. Der Weg zur Demokratie - welcher Art sie auch ist - ist für seit langem unterdrückte Völker hart und steinig. Die Unterstützung durch den Westen ist dazu notwendig, gegebenenfalls halt auch mit Waffengewalt.
  4. #93

    Zitat von frigor Beitrag anzeigen
    Der Weg zur Demokratie - welcher Art sie auch ist - ist für seit langem unterdrückte Völker hart und steinig. Die Unterstützung durch den Westen ist dazu notwendig, gegebenenfalls halt auch mit Waffengewalt.
    Das ist Quatsch - der Westen hat und hatte niemals eine Ahnung, WEN er unterstützt. Und wegen der waffengewalt reden Sie mal bitte mit denen, die unter den Bomben gelitten haben - AUCH unter den Anhängern des Herrn G. - entgegen der (Ihrer?) Meinung sind das nämlich auch Menschen.

    Zitat von frigor Beitrag anzeigen
    Sie haben keine Ahnung, wie das Leben in Libyen unter Ghadafi war.
    Für die einen gut, für die anderen nicht. Den puren Austausch dieser verschiedenen Lager als einen Schritt hin zur Demokratie zu werten ist der absolute Hammer.
  5. #94

    Nato...

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    ...
    Wir sind verpflichtet zur Solidarität, wenn ein Nato-Verbündeter angegriffen wird, aber nicht, wenn er einen Angriffskrieg führt. Wir haben auch nicht den Krieg gegen Saddam H mitgemacht.
    Das ist so wahr. Die Nato ist als Verteidigungsbündnis konzipiert und arbeitet nur bei einem Angriff gegen ein Bündnismitglied. Weder Saudi Arabien noch Israel sind Mitglieder der Nato. Sehr wohl ist es aber die Türkei. Der Iran wird sich hüten gegen ein Natomitglied vorzugehen.
    Allerdings; man sollte bei allen Überlegungen nicht politische Fragen außer acht lassen. Deutschlands Fall ist speziell weil die deutsche Politik aus historischen Gründen eine Verantwortung für die Sicherheit Israels sieht. Des weiteren soll man auch bedenken daß die deutsche Enthaltung im UN-Sicherheitsrat aus Sicht der USA(sowie von F und GB) nicht gerade förderlich war. Die deutsche Politik wird wohl hoffen, daß die eigene Unterstützung auf Logistik und Waffen (für Israel und SA) beschränkt bleibt. Damit hat Berlin sicher seinen Teil erfüllt. Ein Krieg ist der europäischen Öffentlichkeit schwer vermittelbar.
    Der Krieg selbst wird aber wohl kommen... ;(

    Schian Gruaß...
  6. #95

    Obeidis grosser Auftritt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit feurigen Reden auf die Glorie Gaddafis und wüsten Beschimpfungen der Revolutionäre wurde die libysche Moderatorin Hala Misrati zum Star des Staatsfernsehens. Nach der Eroberung von Tripolis kam Misrati ins Gefängnis - dort wurde sie jetzt tot aufgefunden.

    Libysche TV-Moderatorin: Gaddafis Stimme schweigt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das Fr. Misrati recht in der Annahme ging,
    dass Iman al-Obeidi eine Lügnerin sei,
    müsste wohl jedem klar sein, der sich die Aufnahmen von Abaidis Auftritt im Rixos Hotel näher anguckt
    und diese mit den Aussagen von Fr. Obeidi vergleicht.
    Hier Obeidis Bericht:
    Libyan Woman, Iman Al-Obaidi, Tells Graphic Details About her Gang Rape by 15 Qadhafi Militiamen in Tripoli, April 17, 2011

    Obeidi sagt, sie sei drei Tage lang von 15 Männern vergewaltigt worden, vor der Tür standen "natürlich" Schwarz-afrikanische Wächter. Mit Obeidis worten: "Ich war gefesselt, sie urinierten und koteten auf mich"
    Dabei sieht sie aus als würde sie lediglich für einen Bühnenauftritt zurechtgemacht um als vergewaltigte Frau aufzutreten.
    Jedenfalls hätte jeder Hollywoodschinken die Aufmachung realitätsnäher gestaltet.
    Besonders unglaubwürdig ist ihr makelloser Nagellack nach drei Tagen Schändung:
    Verschleppte Libyerin: Das Leid der Iman al-Obeidi - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Trotz allem ist Obeidis darstellerisches Talent ungleich grösser als Nayirah al-Sabahs, und Obeidi bekam zu Recht
    als Belohnung eine "Green Card".
  7. #96

    Sie redet wieder

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit feurigen Reden auf die Glorie Gaddafis und wüsten Beschimpfungen der Revolutionäre wurde die libysche Moderatorin Hala Misrati zum Star des Staatsfernsehens. Nach der Eroberung von Tripolis kam Misrati ins Gefängnis - dort wurde sie jetzt tot aufgefunden.

    Libysche TV-Moderatorin: Gaddafis Stimme schweigt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Mittlerweile hat Al-Arabija seine eigene Meldung gecancelled und eine kurze Stellungnahme von ihr veröffentlicht, das sie nicht tot sei. Und das alle immer total lieb zu ihr gewesen seien.

    Libyan anchorwoman Halah al-Misrati appears in video denying reports of her death
  8. #97

    Revolition?

    Zitat von benji030 Beitrag anzeigen
    Solange Sie nicht im Besitz von noch nicht allgemeinbekannt gewordenen Informationen sind, sollten Sie sich besser über Mutmaßungen über die Todesursache zurückhalten.
    Und wenn sich tatsächlich herausstellen sollte, dass Fr. Misrati zu Tode gefolter wurde, ändert sich nichts daran, dass Lybien ein nunmehr freieres Land geworden ist. Solche Entwicklungen brauchen Zeit und das auch zweifelhafte Individuen nach Revolutionen in den Staatsdienst gelangen können ist nichts ungewöhnliches und sollte nicht dafür genutzt werden, um aus eventuell persönlichen Gründen eine ganze Revolution in Misskredit zu bringen.
    Das war keine Revolution. Tripoli wurde von Militaridruppen von USA, England, Frankreich und Katar genommen.
    Zwei Ziele:
    1 Kleine: Kostenlos Öll zu sich nehmen
    2 Grosse ZIel: USA braucht grosse Krieg um $ zu retten

    Nächste Schritte: Syrien, dann Krieg zwischen Iran und eine Gruppe von Länder, solxhe als Arabische Emiraten, Türkei, Katar u.s.w.
    Millionen Flüchtingen kommen nach Europa, € kaputt, andere Währung auch kaputt. Dann bleib nur eine sichere - $.
  9. #98

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit feurigen Reden auf die Glorie Gaddafis und wüsten Beschimpfungen der Revolutionäre wurde die libysche Moderatorin Hala Misrati zum Star des Staatsfernsehens. Nach der Eroberung von Tripolis kam Misrati ins Gefängnis - dort wurde sie jetzt tot aufgefunden.

    Libysche TV-Moderatorin: Gaddafis Stimme schweigt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ihr müsst leider ummelden denn unsere Freunde von der Folterfront sind noch perfider als ihr es euch vorstellen könnt.
    Nach 6 Monaten in Behandlung sitzt die einst modere Frau die immer gut geschminkt und mit offenen Haaren zu sehen war in scharzer Schariavollkluft da und gratuliert bestimmt ganz freiwillig zur Revolution (so sagen Übersetzer).

    Ob sie jetzt noch lebt oder tatsächlich tot ist weiß man bei den arabischen Märchenerzählern und Folterfreunden natürlich nicht.
    Aber zur Revolutionsfeier hat sie wohl noch gelebt.

    Sie ist also keine Stimme Gaddafis sondern die Stimme der Revolution und damit eine gute Journalistin und das sollte doch gewürdigt werden.


    Libye - La journaliste Hala Misrati est toujours vivante - YouTube
  10. #99

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit feurigen Reden auf die Glorie Gaddafis und wüsten Beschimpfungen der Revolutionäre wurde die libysche Moderatorin Hala Misrati zum Star des Staatsfernsehens. Nach der Eroberung von Tripolis kam Misrati ins Gefängnis - dort wurde sie jetzt tot aufgefunden.

    Libysche TV-Moderatorin: Gaddafis Stimme schweigt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Sollte sich tatsächlich irgendwann die Erkenntnis bei den westlichen Medien durchsetzen dass sie Verbrecher unterstützt haben, dort Mord- und Totschlag herrscht und das Land Dank der westlichen Unterstützung ins Chaos abgleitet?
    Gerlernt haben sie da indes nichts- sie verzapfen den gleichen Mist jetzt in Syrien. Geradezu unglaublich, wie sich der Westen und seine Medien seinerzeit von den Terrorkommados in Libyen und heute von der syrischen Opposition instrumentalisieren ließen und lassen.








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