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Tod eines Teenagers in Florida: Die Schande von Sanford

DPAIn Florida erschießt ein Student einen unbewaffneten schwarzen Teenager - und die Polizei lässt den Täter laufen, er habe aus Notwehr gehandelt. Die Geschichte scheint alle Klischees über die USA zu bestätigen: Rassismus, Waffenwahn, korrupte Cops. Doch nun zwingen Proteste die Justiz zum Handeln.

Tod eines Teenagers in Florida: Die Schande von Sanford - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
  1. #60

    Im Prinzip korrekt,

    Zitat von Hrothgaar Beitrag anzeigen
    Vielleicht bin ich falsch informiert: Aber gibt es nicht ein Gesetz in Florida das mir erlaubt jeden zu erschießen wenn ich mich bedroht FÜHLE?
    dieses Gesetz heißt: "Stand your ground".

    Jedoch auch in Staaten, hier Florida, die ein Stand your ground Gesetz in ihren Statuten fuehren muss derjenige, der sich angegriffen fuehlt "common sense" anwenden.

    Dieses Gesetz ist kein Freifahrtschein um Leute zu erschiessen, sondern dient dazu, dass gesetzestreue Buerger im Falle einer ehrlich empfunden Todesangstsituation, sich mit toedlicher Gewalt wehren duerfen ohne, verstaendlicherweise, gesetzliche Repressionen fuerchten zu muessen.
  2. #61

    aaa

    Zitat von nayas Beitrag anzeigen
    Und in Deutschland nennt man es "Putativnotwehr". Wer glaubt in Gefahr zu sein und keine Zeit mehr für Warnschüsse o.Ä. zu haben darf sich wehren, wenn sich heraustellt, dass derjenige sich geirrt hat, geht er trotzdem straffrei aus.
    ...
    Das ist nicht vergleichbar. Sie reden hier über Notwehr in Fällen in denen Ihnen keine andre Möglichkeit bleibt.

    Wenn die Möglichkeit besteht, dann haben Sie einer Konfrontation auszuweichen. Dann haben Sie nicht die Konfrontation zu suchen. Sie sind nicht Polizist.

    Das "stand your ground" Prinzip hat erstmal nichts mit Notwehr zu tun. Das hat eher etwas mit: "Ich nehme das Gesetz jetzt mal in die eigene Hand" zu tun und zumindest ich (als auch der demokratische Rechtsstaat) möchte nicht, dass meine Nachbarn anfangen Polizei zu spielen, scheinbare(!!!) Verbrecher zu jagen, in geglaubte(!!!) Gefahr zu bekommen um dann wild um sich zu schiessen. Ich mag meine Nachbarn aber das muss echt nicht sein.
  3. #62

    Wer zu erst schießt gewinnt.

    Zitat von pom_muc Beitrag anzeigen
    Man wird in der Verhandlung tatsächlich nur prüfen können ob der Schütze sich so sehr bedroht fühlen musste dass er gezielt schießen dürfte.
    Nur Pech das der schwarze Junge keine Waffe hatte, sonst hätte er sich ja zu erst bedroht "fühlen" können und abdrücken. Dann hätte die Polizei ihn bestimmt auch laufen lassen. Immerhin hat ja Herr Zimmerman ihn verfolgt und wahrscheinlich angegangen und nicht umgekehrt.
  4. #63

    Verbrechenshysterie

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Die Ursache ist also nicht Waffenwahn, sondern eine hohe Kriminalität.
    Oder die hysterische Reaktion darauf? Auch hohe Kriminalität rechtfertigt nicht, jeden zu erschießen, den man für irgendwie kriminell hält.
  5. #64

    Nicht so Schwarz und Weiss zu sehen.

    Zitat von AuchNurEinNick Beitrag anzeigen
    ich (als auch der demokratische Rechtsstaat) möchte nicht, dass meine Nachbarn anfangen Polizei zu spielen, scheinbare(!!!) Verbrecher zu jagen, in geglaubte(!!!) Gefahr zu bekommen um dann wild um sich zu schiessen. Ich mag meine Nachbarn aber das muss echt nicht sein.
    Auch wenn es in dem im Artikel besprochenem Fall nicht so war, kann es doch Situationen geben wo solche Gesetze Sinn machen.

    Wenn zBsp. Hurricane Kathrina ausbrach, aber keine Hilfe vom Staat kam, wuerde ich es gut finden wenn Nachbarn Polizei spielen. Frauen nicht vergewaltigt werden, Kinder nicht erstochen werden und Wohnungen nicht gepluendert werden koennen.

    Nun muss der Gesetzgeber nur ganz klar machen, wann man selber Polizei spielen muss und wann nicht.
  6. #65

    -

    Zitat von AuchNurEinNick Beitrag anzeigen
    Das ist nicht vergleichbar. Sie reden hier über Notwehr in Fällen in denen Ihnen keine andre Möglichkeit bleibt.

    Wenn die Möglichkeit besteht, dann haben Sie einer Konfrontation auszuweichen. Dann haben Sie nicht die Konfrontation zu suchen. Sie sind nicht Polizist.

    Das "stand your ground" Prinzip hat erstmal nichts mit Notwehr zu tun. Das hat eher etwas mit: "Ich nehme das Gesetz jetzt mal in die eigene Hand" zu tun und zumindest ich (als auch der demokratische Rechtsstaat) möchte nicht, dass meine Nachbarn anfangen Polizei zu spielen, scheinbare(!!!) Verbrecher zu jagen, in geglaubte(!!!) Gefahr zu bekommen um dann wild um sich zu schiessen. Ich mag meine Nachbarn aber das muss echt nicht sein.
    Da verwechseln sie Deutschland mit England. dort ist es tatsächlich so, dass sie einen Einbrecher nicht stellen dürfen. Wenn sie es dennoch tun werden sie dafür belangt. Auf Youtube gibt es dazu auch Videos, wo ein Engländer einen Einbrecher erschossen hat und jetzt lebenslang sitzt.

    Glücklicherweise sind wir in Deutschland noch nicht so weit und unabhängig davon ist die Polizei nur für allgemeine Interessen zuständig und nicht für ihren Privatschutz. (Insbesondere nicht bei akuter Gefahrenabwehr.) Für den müssen sie schon selbst sorgen.

    Notwehr
    Stand-your-ground law
  7. #66

    Nebenbei bemerkt...

    ...die von den üblichen Verdächtigen angezettelte Diskussion über Sinn und Unsinn der "Stand your Ground"-Doktrin geht eigentlich meilenweit am Thema vorbei: Der Punkt ist dass die Verteidigung des Schützen auch unter bestehenden Gesetzen ziemlich fragwürdig ist (es heißt "stand your gound" nicht "hunt somebody down even if told othewise"), aber die Polizei einfach die Akte zugeklappt hat
  8. #67

    .....

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Aha, wenn die Polizei das Gesetz so anwendet, wie es der Gesetzgeber verabschiedet hat, dann ist das Korruption in der Polizei.

    Und die Rassismuskarte sticht auch nicht, denn der Schütze hat zwar einen weiß klingenden Namen, ist aber ein Latino.
    jeder kann rassistisch sein unabhängig seiner Hautfarbe.
  9. #68

    Zitat von Jens Schuetz Beitrag anzeigen
    Wenn zBsp. Hurricane Kathrina ausbrach, aber keine Hilfe vom Staat kam, wuerde ich es gut finden wenn Nachbarn Polizei spielen. Frauen nicht vergewaltigt werden, Kinder nicht erstochen werden und Wohnungen nicht gepluendert werden koennen.
    Und Schwarze, die zu ihren Wohnungen zurückkehren wollten, von Bürgerwehren erschossen werden, wie in New Orleans nach Kathrina mehrfach geschehen. Wunderbar, solche Bürgerwehren. Besonders bei virulentem Rassismus in der Bevölkerung. Was hierzulande natürlich undenkbar wäre...

    Zitat von citizengun Beitrag anzeigen
    Glücklicherweise sind wir in Deutschland noch nicht so weit und unabhängig davon ist die Polizei nur für allgemeine Interessen zuständig und nicht für ihren Privatschutz. (Insbesondere nicht bei akuter Gefahrenabwehr.) Für den müssen sie schon selbst sorgen.
    Also wenn bei mir eingebrochen wird, rufe ich die Polizei. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die nicht sagt "da müssen Sie sich schon selber kümmern!" Komische Vorstellungen haben Sie. Natürlich ist die Polizei auch für "Privatschutz" da. Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten, versteht sich.
  10. #69

    unterschied...

    Zitat von glen13 Beitrag anzeigen
    Jeder in Florida, der einen anderen nicht mag, knallt ihn ab und beruft sich auf Notwehr? Und das entspricht dem Gesetz? Also bitte, das glaube ich nicht.
    ...sie fuehlen sich bedroht und duerfen legal ihre waffe zuecken (wenn sie die entsprechende concealed license haben und eine schusswaffe besitzen duerfen)...

    zur waffen "greifen" heisst nicht "schiessen"

    schiessen duerfen sie nur wenn sie gezielt bedroht werden und um ihr leben fuerchten. d.h. wenn sie einen unbewaffneten erschiessen und keine zeugen da sind die eine bedrohung / angriff bezeugen, dann haben sie in 99% der faelle sehr schlechte karten und werden angeklagt. ausnahmen wie diese im artikel gibt es manchmal, sind aber selten...

    stichwort "justified shooting"....








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