Tod eines G-8-Polizisten: "Ich weiß nicht, wie mein Junge gestorben ist"

Es sollte der sicherste Ort der Welt sein: 18.000 Polizisten schützten im Sommer 2007 den G-8-Gipfel von Heiligendamm, einer von ihnen starb. Noch immer ringen die Hinterbliebenen des Beamten um eine Aufklärung des Unglücks - demnächst wieder vor Gericht.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...711656,00.html
  1. #30

    ...

    Zitat von faustjucken_de Beitrag anzeigen
    Das ist Realität und nicht Hollywood...
    Und die Realität produziert manchmal Geschichten, da kommt ein Drehbuchautor in einer Million Jahren nicht drauf.



    "Das ich paranoid bin, heißt ja nicht, das SIE nicht trotzdem hinter mir her sind" (frei nach Terry Pratchett)
  2. #31

    Owi oder Straftat

    Zitat von mike.bauer Beitrag anzeigen
    Anfahren mit offener Tür ist höchstens Ordnungswidrig.
    Der Artikel spricht von strafrechtlich relevantem Verhalten nach dem StGB. Durch eine Ordnungswidrigkeit kann kein Nachteil im Dienstverhältnis entstehen. Sonst würden Polizisten nach jedem Strafzettel degradiert werden.
    Das ist nicht vergleichbar.
    Zum einen handelt es sich um eine Owi im Dienst.
    Zum anderen ist es keine Owi, sondern fahrlässige Körperverletzung mit Todesfolge, da die offene Tür "conditio sine qua non" für den Tod des Jungen war, also unmittelbare Folge.
    Das ist eine Straftat und keine Owi.
  3. #32

    tragisch

    Zitat von faustjucken_de Beitrag anzeigen
    Das ist Realität und nicht Hollywood.
    Solche Unfälle, die man nie für möglich halten würde, passieren jeden Tag aufs Neue.
    Jeder hat doch in seinem Leben schonmal solche Zufälle erlebt.
    Und bei diesem Zufall ist halt leider jemand gestorben.
    Ihr glaubt doch wohl nicht im Ernst, dass hier die Polizisten zusammenhalten und was vertuschen. Was sollen sie denn vertuschen? Dass sie den Verunglückten unbedingt bei 20 KmH aus dem Wagen schleudern wollten, um zu gucken, was passiert?
    Der Wagen fährt an, die Tür war noch nicht zu, dazu eine unvorsichtige Bewegung und dann ist es passiert.
    Natürlich tut es einem leid. Aber die verzweifelte Suche nach dem "tatsächlichen" Grund ist die verständliche Suche nach einem "Sinn".
    Und den gibt es leider nicht.
    Ich denke jeder tödliche Unfall hat so einen Umstand, der aus einem harmlosen Zwischenfall ein tragisches Ereignis macht.

    In einem Transporter wird vor der Abfahrt noch rumgealbert, die Seitentür ist noch auf und als das Opfer gerade mit den Ellenbogenschützern in der Hand steht, fährt der Wagen an und er verliert das Gleichgewicht. Ähnliche Situationen habe ich schon selber erlebt. Nur ist dabei nichts schlimmes passiert.

    Weil er etwas in der Hand hat, ist er einen Bruchteil einer Sekunde zu langsam beim Festhalten, fällt hintenüber aus dem Wagen und schlägt unglücklich auf.

    Mir erscheint das nicht so abwegig.
  4. #33

    *klick*

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Ich denke jeder tödliche Unfall hat so einen Umstand, der aus einem harmlosen Zwischenfall ein tragisches Ereignis macht. ... Weil er etwas in der Hand hat, ist er einen Bruchteil einer Sekunde zu langsam beim Festhalten, fällt hintenüber aus dem Wagen und schlägt unglücklich auf. Mir erscheint das nicht so abwegig.
    Auch derjenige kann sich nicht abstützen, festhalten oder beim Fallen abfangen, der die Hände auf dem Rücken gebunden hat:
    "Geh weg mit Deinen stinkenden Dingern... - soll ich Dir mal zeigen, was eine Harke ist?" *klick* - Schabernack unter Kollegen.
    Unter Kollegen ohne den Mumm, für Fehler geradezustehen? Mir erscheint das nicht so abwegig.
  5. #34

    @ Morgon: Ganz einfach...

    Zitat von Morgon Beitrag anzeigen
    Ich mag hierzu mal anmerken:

    Warum geht jeder Forist gerade davon aus, dass etwas vertuscht wurde? Sicher, es ist durchaus möglich ... aber hier wird es gerade als Tatsache behandelt, dass die wahren Umstände vertuscht wurden.

    Zweifel sind immer gut - aber deswegen sollte man doch nicht Tatsachen selbst schaffen. Damit ist man auch nicht gerade besser als die ewig beschworenen 'anderen'.
    ...deswegen, weil es Teil unserer Kultur ist, gerne zu vertuschen, vor allem in Staatsorganen.
    Es geht hier auch nicht um Verschwörungstheorie o.ä. Blödsinn, sondern schlicht darum, dass es in der Natur des Menschen liegt, sich selbst vor Verfolgung zu schützen.
    Keiner weiß besser als die Polizei, wie das geht und keiner hat bessere Möglichkeiten dazu.
    Nur weil man jemanden in eine alberne Uniform steckt, wir das kein besserer Mensch....

    Zudem: Das was von der ganzen Sache bisher bekannt geworden ist, lässt doch wirklich nur den Schluss zu, dass das was unter den Teppich gekehrt werden soll, damit das Ansehen der herrlichen Polizei als unfehlbar nicht abgeknickt wird.