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Tod des Qaida-Chefs: Merkels Freude empört Kritiker

"Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten": Dieser Satz von Kanzlerin Angela Merkel entfacht nun eine eine heftige Debatte - Kritik kommt vor allem aus der eigenen Partei. Aber auch Außenminister Westerwelle warnt vor Schadenfreude und mahnt zu Respekt vor dem Islam.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...760500,00.html
  1. #90

    Zitat von rabbit2575 Beitrag anzeigen
    Denn wenn auf den Bahnsteigen Menschen von prügelnden Ostdeutschen Neonazis verletzt werden oder in München ein Familienvater von Teenagern umgebracht wird,
    Lassen Sie mich raten: von OSTDEUTSCHEN Teenagern?
    Natürlich gibts in Westdeutschland keine Neonazis, die so was tun würden. Die Aktionen in Mölln und Solingen wurden bestimmt von aus dem Osten herangekarrten Neonazis verübt, nicht wahr? Wie schön, dass man sich dann beruhigt zurück lehnen kann.
    Zitat von rabbit2575 Beitrag anzeigen
    fragt auch keiner ob das denn legitim sei. Die Täter sitzen dann maximal 15 Jahre in Haft, und DAS ist VÖLLIG unangemessen.
    Im umgekehrten Falle von Terroropfern würde von Ihnen als Antwort auf so einen Satz jetzt unweigerlich kommen: "Stellen Sie sich mal vor, es wäre Ihr Vater/Bruder/Onkel..." Ich antworte aber nicht so, weil es für die konkrete betroffene Famile wenig Unterschied macht, ob der Angehörige durch einen Terroranschlag oder durch ostdeutsche(!?) Neonazis umkommt (westdeutsche, das wäre ja nicht so schlimm, nicht wahr?).
    Zitat von rabbit2575 Beitrag anzeigen
    Mit Christdemokraten hat Frau Merkels Äußerung ebenfalls NICHTS zu tun,
    Wohl wahr! Weder mit Christen, noch mit Demokraten. Warum ist sie dann aber in dieser Partei und warum fühlt jene sich dann angeblich solchen Grundsätzen verpflichtet? Warum machte "Gutti" so einen auf moralisch, so lange er andere damit vollblubbern konnte?
    Wenn Sie dieses Heuchlertum und diese Doppelzüngigkeit erkannt haben, ist das ein großer Fortschritt.
  2. #91

    Ins Schema passen?

    Zitat von me-privat Beitrag anzeigen
    Und wer nicht ins Schema paßt...töten, ...
    Genau, jetzt verstehe ich es: Osama Bin Laden passte nicht 'in Schema' ... so wie Daniel Pearl nicht in Osamas Schema passte und ihm vor laufender Kamera die Kehle durchgeschnitten wurde? Oder die ganz normalen Nutzer der Pendlerzüge in Madrid?

    Unsere Weltvorstellung, damit verbunden unser Gerechtigkeitsverständnis, auch das findet Schranken und ist nicht beliebig in die Welt ausrollbar. Bei Islamofaschisten (ich zitiere hier Bernard-Henri Lévy) ist es sicherlich in letzter Konsequenz indiziert, zu handeln!
    Wieso - die Frage sei mal erlaubt - gedenken wir eigentlich Stauffenberg & Co. ? Die hatten vor, Hitler zu töten ... was waren die: Gute oder Böse? Nach Ihrer Sicht ja wohl böse, weil Hitler denen nicht 'ins Schema' passte.
    Solche Denkweisen wie die Ihre sind eine Pervertierung unseres Rechtssystems, zudem ist ihre Denkweise beliebig adaptierbar, und zwar durch sie selbst, so wie es Ihnen 'ins (linke) Schema' passt.
  3. #92

    ...

    Zitat von herr-lehmann Beitrag anzeigen
    Da Sie offenbar bei der Aktion der USA dabei waren, müssen Sie sich diese Frage schon selbst beantworten.
    Das Gesülze der Gutmenschen, die streckenweise den Tod eines "54-jährigen Familienvaters" bedauern, ist nur noch peinlich. Ob man sich deshalb freuen muss, ist eine andere Frage, aber Erleichterung und ein Stück weit Genugtuung darf man aus meiner Sicht schon verspüren. Dass in diesem Zusammenhang plötzlich mit christlichen Werten und den 10 Geboten argumentiert wird, finde ich überdies sehr erstaunlich. Das interessiert doch sonst keinen - leider.
    Naja, nicht zuletzt die Amerikaner haben ihre derzeitigen Kriege ordentlich religiös aufgeladen.
    Übrigens ist der Begriff "Gutmensch" eine Erfindung der deutschen National"sozialisten". Sie haben ja die Chance, diesen künftig zu vermeiden.
    Der Begriff verfolgt kein anderes Ziel, als Menschen, die ethisch und moralisch vielleicht höhere Ansprüche - auch an sich - stellen, als derjenige, der den Begff verwendet, zu diffamieren.
  4. #93

    Merkels "alternativlose" Aussagen

    Zitat von tschafmeier Beitrag anzeigen
    Stauffenberg wird - völlig zurecht - auch heute noch als Held tituliert, weil er mit dem Attentat auf Hitler dem Naziterror ein Ende machen wollte. Es zeugt von einer gewissen Doppelmoral, wenn man der Kanzlerin nun nachsagt, sie würde die Prinzipien des Rechtstaates verleugnen, wenn sie sich über den Tod eines Menschen "freue". Wenn ein Tyrann aus dem Verkehr gezogen wird, ist das immer ein Grund erleichtert zu sein.
    Dieser Vergleich ist nicht gerade passend. Wie wäre es denn möglich gewesen Hitler aufzuhalten und zur Rechenschaft zu ziehen? Es stand doch fast ein ganzes Volk hinter diesem Verbrecher. Zusätzlich wurde er von der von ihm kontrollierten Justiz gedeckt.

    Ich stimme Ihnen zu, dass das aus dem Verkehr ziehen eines Tyrannen ein Grund zur Erleichterung ist. Jedoch sollte das nicht mit einem Kopfschuss geschehen, wie im Fall Bin Ladens. Die USA haben es ja auch geschafft Saddam zu erwischen und das lebendig.

    Zum Glück hat Merkel die Hinrichtung Bin Ladens nicht als "alternativlos" bezeichnet...
  5. #94

    Soso

    Zitat von Ardolas Beitrag anzeigen
    Wir sollen also, allen ernstes, eine Religion- und Staatsform respektieren, die jedoch absolut keinen Respekt vor anderen Religionen (laut Islam gibts nur eine Religion, den Islam, alles andere sind nur Glaubensrichtungen) hat und danach strebt, die gesamte Welt zu islamisieren?
    Nur zu ihrer Information: In diesem Punkt sind die Weltbilder von Islam und Katholizismus einer Meinung: Es gibt auch nur die katholische Kirche. Deshalb heißt sie nämlich so: "die ganze Kirche".
    Und es war ja wohl auch gerade das Christenrum, das nicht nur danach gestrebt hat, die ganze Welt zu christianisieren, sondern dies mit Feuer und Schwert auch versucht hat umzusetzen, mit Millionen (!) von Toten auf allen Kontinenten der Erde. Und die das noch immer weiter treiben.

    Noch heute ziehen christliche Missionare durch die Dschungel Amazoniens, um die letzten ursprünglich lebenden Ureinwohner aufzuspüren und zum rechten Glauben zu bekehren. Wenn's sein muss auch mit Gewalt.
  6. #95

    Ja, die archaische Rachsüchtigkeit des braven Bürgers

    Zitat von Brettschneider Beitrag anzeigen
    Ja, die archaische Rachsüchtigkeit des braven Bürgers kann einen schon erschrecken. Immer dann, wenn er glaubt, ein legitimes Objekt für seine niedrigen Gelüste gefunden zu haben.
    Bringt ein Mensch einen anderen um, weil er sich nicht anders mehr zu helfen weiß, dann empfindet er kurz nach der Tat eine große Freude und Genugtuung; es ist ihm, als wäre eine große Last von ihm gefallen. Dieser Kick des Glücks hält -psychologisch betrachtet- fast nie länger als eine Stunde an. Danach verfliegt dieses Gefühl recht schnell und nach etwa einer Woche schaut es im Seelenleben des Mörders nicht anders aus, als es eine Woche vor seiner Tat aussah.

    In diesem Falle (BL) wird es nicht viel anders sein.
    Abgesehen davon befindet sich unsere Welt in einem nie dagewesenen Umbruch...BL ist nur ein winziges Mosaiksteinchen; aber immerhin eines von Millionen, das die Zivilisation, wie wir sie heute kennen, zu etwas zusammenfügen wird, gegen das der Hilerfaschismus und Stalinkommunismus ein Paradies war.
  7. #96

    Die Landrätin

    Gibt's es denn da niemanden in der Umgebung von Frau Merkel, der ein wenig auf sie einwirkt und ihr mehr diplomatisches Feingefühl vermittelt. Es lässt sich ja nicht so schnell ändern, sie ist halt z.Zt. unsere Bundeskanzlerin. Bevor noch mehr Porzellan von ihr zerschlagen wird, Frau Merkel würde bestimmt eine gute Bürgermeisterin oder Landrätin einer mittleren Kleinstadt abgeben. Ich will damit nicht sagen, dass solche Posten kein diplomatisches Geschick verlangen.
  8. #97

    Westerwelle mahnt zu Respekt vor dem Islam

    Jetzt soll man schon Respekt vor islamistischen Terroristen haben. Deutschland schafft sich ab.

    Es ist abstoßend, dass jetzt die Gutmenschen aus den Löchern kriechen und ihr übliches USA-Bashing betreiben. Bei den Anschlägen von New York, Madrid, London, Bali usw. war nichts zu hören.
  9. #98

    das ueberrascht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten": Dieser Satz von Kanzlerin Angela Merkel entfacht nun eine eine heftige Debatte - Kritik kommt vor allem aus der eigenen Partei. Aber auch Außenminister Westerwelle warnt vor Schadenfreude und mahnt zu Respekt vor dem Islam.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...760500,00.html
    Ich finde gut, dass Merkel fuer ihre daemliche Aussage auch von CDU Leuten kritisiert wird. Ein Kanzler sollte sich grundsaetzlich etwas mehr ueberlegen, was er sagt bzw. was er meint, wenn er in die Oeffentlichkeit geht.
    Schade ist, dass Merkel ihre verunglueckte Aussage nicht selber richtigstellt. Gut ist, dass es zumindest in Deutschland noch einen Sinn dafuer gibt, dass man ueber die Vernichtung menschlichen Leben - zumal wenn dies durch eine Kommandoaktion in Form einer gezielten Toetung erfolgt - nicht unbedingt in Jubel verfaellt. (Ausnahme natuerlich die Kanzlerin)
  10. #99

    Pseudofreudianisch

    Zitat von gerthans Beitrag anzeigen
    Ich habe viel von Sigmund Freud gelernt, zum Beispiel, dass Sexualität ein natürliches Gefühl ist, .... sni snip ... Auch die Rache ist wie die Sexualität ein natürliches menschliches Bedürfnis. Dass Menschen OBLs Tod begrüßen und feiern ist das natürlichste von der Welt.
    Gerthans macht sich wohl sein eigener Freud. Die Übertragung des Sexualtriebs auf Rachegelüste ist unzulässig. Sexualität, bzw. Fortpflanzung ist ein Trieb, der in alle Lebensformen vorkommt. Das gilt nicht für Rache. Tiere kennen keine Rache. Sie verteidigen sich, zur Not auch tödlich. Aber wenn der Angreifer flüchtet, lassen sie ihn laufen. Rache dagegen ist ein Element des Egos. Tiere kennen kein Ego, denn das ist mit dem Selbstbewusstsein verknüpft, was Tiere fremd ist.

    Wie sich in Gerthans Gedankenwelt die Tötung OBLs mit Kindesmissbrauch verknüpft, ist mir ohnehin ziemlich schleierhaft. Da sollte er wohl doch noch mal den Freud zur Rate ziehen.








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