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Tod beim Skicross: Zoricics Vater entlastet Renn-Veranstalter
DPAEntlastung für die Veranstalter des Skicross-Rennens von Grindelwald: Der Vater des gestorbenen Skifahrers Nik Zoricic glaubt nicht, dass die Streckenführung den Tod seines Sohnes begünstigt hat. Auch Kollegen des Opfers nehmen die Veranstalter in Schutz.
http://www.spiegel.de/sport/wintersp...820812,00.html
- #1 12.03.2012 14:33 von
mit der alten Sicherheitsphilosophie
Der Skifahrer sprang vom Kurs direkt auf den nicht mal 2 Meter vom Kurs entfernt stehenden Torturm.
Kein Slalom-, Super-G-, Riesenslalom- oder Abfahrtskurs hätte etwas ähnliches im Entferntesten zugelassen.
Die Geschgwindigkeiten, die Kurven und die Sprünge sind im Ski-Cross mittlerweile so extrem, wegen des Nervenkitzels für die Zuschauer, dass man mit der alten Sicherheitsphilosophie niemanden mehr schützt, sondern zunehmend gefährdet. - #2 12.03.2012 17:42 von
Tödliche Fangnetze
Fangnetze zur Absicherung eines Containers (!!!) haben in der potentiellen Landezone eines 90km/h-Sprunges nichts zu suchen!
Was hat also der Container neben der Landezone zu suchen?
Dass beim Skicross vor einem Sprung die optimale Fahrspur um ein paar Grad verlassen wird, weil ein Kampf um die Spur stattfindet oder ein Ski leicht verschneidet, sollte jedem Kursbauer klar sein. Dementsprechend müssen die Winkel der Landezonen angepasst werden, was hier nicht erfolgt ist.
Ich habe mir die Szene mit Standbildern angeschaut und meines Erachtens stimmte die Grundausrichtung des Sprunges zur Landezone nicht. Zu sehen war, dass die Fahrer vom Sprung automatisch eher nach rechts, also in Richtung des Containers und der Fangnetze, getragen wurden:
Der Kanadier Del Bosco fuhr gerade und mittig - also in der optimalen Spur - über den Sprung, landete aber nur eineinhalb Meter neben dem Zielpylon, also drei Meter neben den Netzen. Auf der anderen Seite waren geschätzt 10 Meter zum anderen Pylon.
Der vor Zoricic fahrende Franzose Devouassoux fuhr gerade und etwa einen halben Meter von der Mitte versetzt über den Sprung. Er landete trotzdem neben der blauen Landezonenmarkierung und musste sogar noch leicht die Richtung korrigieren, um überhaupt schulterbreit am Zielpylon vorbei zu kommen, was für ihn ca. zwei Meter Abstand vom Fangzaun bedeutete.
Zoricic ist den Sprung noch einmal einen halben Meter weiter innen und wahrscheinlich leicht schräg angefahren und landete direkt im Fangzaun. Ein größerer Fahrfehler war zu keinem Zeitpunkt ersichtlich. Es war auch kein aufstaubender Schnee als Indiz für ein Verkanten zu sehen.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Anfahrt zum Sprung nicht richtig auf den Zielraum ausgerichtet und/oder markiert war. Schließlich müssen sich die Fahrer auf die blauen Linien und die Absprungkante verlassen, da sie vorm Sprung weder Zielpylonen noch Landezone sehen können.
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