REUTERS/National GeographicJames Cameron ist auf den Grund des Marianengrabens im Pazifik getaucht. Der "Titanic"-Regisseur verbrachte im U-Boot "Deepsea Challenger" drei Stunden am Meeresgrund - dort sammelte er Daten und filmte die Tiefseewelt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...823648,00.html
Was mich an dieser Nachricht besonders freut, ist die Erkenntnis, dass es tatsächlich noch echte Abenteurer gibt, die ein zwar kalkuliertes aber dennoch sehr hohes Risiko eingehen, um ihrer Neugier nachzugehen und andere daran teilhaben lassen.
Wieviel und ob überhaupt in naher Zukunft wissenschaftlich verwertbare Ergebnisse dabei herumkommen, ist meiner Meinung nach sekundär. Wichtig ist, dass sich überhaupt jemand die Mühe macht, die Tiefsee zu erkunden.
Im Vergleich dazu sind doch diese Finanzfuzzis, die sich für innovativ, intelligent und omnipotent halten, doch die reinsten Lufthaken.
...keine schlechte Idee. Rein technisch wäre er wohl einer, der die Geschichte recht eindrucksvoll in Bilder umsetzen kann, wobei aber derzeit die Kosten solch einer Umsetzung einfach noch viel zu hoch wären.
Schlimmer fände ich bei einer Umsetzung durch Cameron allerdings die Gefahr, dass für den angelsächsichen Markt natürlich alle irgendwie wichtigen Personen und Institutionen aus den USA oder vielleicht UK kommen müßten. Der Norweger wäre vielleicht ein exotischer Kannadier und die Deutschen Forscher und Forschungseinrichtungen von weltruhm wären plötzlich in San Diego. Angelsachsen dulden bei der "Weltenrettung" niemanden neben sich. Ach ja, vielleicht gäbe es noch einen bösen Franzosen und einen trotteligen Italiener. ;-) Die Deutschen wären, wenn überhaupt, irgendwelche schmerbäuchigen Nerds ;-)
...wenn wir von 10000 Metern sprechen fehlt da noch eine Null , oder ?
Ich sehe es gerne wenn wohlhabende Abenteurer sich in Sachen Tiefseeforschung verschwenderisch mit Geld und begeistert bzgl. der Materie zeigen.
Reiche Menschen leiden ja heute oft unter dem Geld für Nonsens-Syndrom da ist es doch erfrischend wenn ein Cameron sich für viel Geld todesmutig in die Fluten stürzt um neue Informationen für uns alle zu liefern.
Nö, wieso? War eine rein objektive Festellung meinerseits. Fakt ist, dass mehrere größere Magazine teils in Titelstorys über Camerons Titanic-Tauchgänge berichten. Und das der Film demnächst nach 15 Jahren wieder in die Kinos kommt. Machen Sie sich ihr eigenes Bild... Das product placement funktioniert jedenfalls...
Schön, aber sinnlos. Tiefseeroboter waren schon häufiger in solchen Tiefen, sie haben eine längere Ausdauer und die Besatzung Bord der Kontrollschiffe hat mehr Möglichkeiten diese zu steuern. Bringt der Wissenschaft mehr.
Ein reiner Marketing - Gag eines Riesen-Egos, um nicht ein schlimmeres Wort zu benutzen.
Da haben Sie vollkommen Recht! Mich wundert an Ihrer "objektiven Feststellung" nur der tendenziöse Charakter, denn es scheint doch offensichtlich, dass Sie aus irgendeinen für mich nicht nachvollziehbaren Grund die Tatsache verteufeln, dass der Herr Tiefseetaucher die Aktion verständlicherweise marketingtechnisch clever nutzt. Soll er doch fett Kohle verdienen. Uns beide tut er damit nicht weh, also sind diese Hintergedanken, die so offensichtlich sind, dass sie keine Hintergedanken mehr sind, doch überhaupt nicht wichtig und erwähnenswert. Die Leistung wird dadurch zumindest nicht geschmählert oder?
habe ich zwar nicht gesehen - es sei denn, das Filmchen ist in der Spiegel-CD zum hundertjährigen enthalten in Auszügen -, aber ich freue mich auf Camerons Bilder vom Marianengraben.
Dort kommt ein Mensch wenigstens hin und zurück, von der Oberfläche unseres Planeten. Und es ist sogar "preiswert" finanzbar. Auch ganz ohne wissenschaftlichem Hintergrund, reine menschliche Lust.
Zur Raumfahrt ist der Mensch als Individuum nicht in der Lage. Weswegen wir uns mit dem einem Nachbarplaneten begnügen müssen. Der andere schon ist für uns unerreichbar. Rein phisiologisch, trotz eventueller Schutzanzüge.