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Tipps zum Studienstart: Professor Multimedia
Patrick Fox / Friedhelm HofmeyerAls Schüler drehte er Filme, als Professor inszeniert er seine Vorlesungen wie Seifenopern: Oliver Vornberger aus Osnabrück war einer der ersten Dozenten Deutschlands, die ihre Vorlesungen filmten und ins Netz stellten. Jetzt hilft er beim Semesterstart - in einer UniSPIEGEL-Videoreihe gibt er Tipps.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-856709.html
- #1 09.10.2012 20:06 von
very modern..
..dass der gute Herr Professor offenbar nur die Herren der Schöpfung beim Thema Studienwahl anspricht und von "ins Ohr säuselnden Lebensabschnittsgefährtinnen" ausgeht. Rückständiger Chauvi-Müll!
- #2 09.10.2012 20:49 von
Man könnte ja sagen
Man könnte ja sagen, die Frau Professorinnen könnten es ihm gleicht tun frei nach Anne Will ("wir sind die Hälfte, wir wollen die Hälfte") - ihr seid die Hälfte, schafft die andere Hälfte der Arbeit.
Man könnte auch moderater sagen, weil Herr Professor Informatiker ist - angeblich ein Studium mit 10% Frauenanteil ( meiner Schätzung nach deutlich weniger), habe sich der gute Mann an die Gesichter der männlichen Studenten gewöhnt - quasi nix Biologie oder Chauvinismus sondern Ergebnis äußerer Zuständer (angeblich ja der Grund, warum Frauen nicht Ingenieurinnen werden).
Allerdings sind es nur Bemerkungen für andere Leser, denn Ihrem Kommentar nach zu urteilen würden Sie sowieso sich nicht eine Minute lang freigeistig zurücklehnen und darüber nachdenken, ob da was dran ist. - #3 09.10.2012 20:49 von
Danke
Wieso Chauvi-Müll? Es ist doch nur ein Beispiel. Es ist dazu noch so universell, dass sich jeder hineindenken kann. Jemand bequatscht Sie X zu studieren, sie denken genau das Gegenteil, und entscheiden sich aus diesem Grund für das Studienfach ihrer Wahl.
Ehrlich gesagt spricht mir dieses Beispiel geradezu aus der Seele. Das hat nix mit Chauvi-Gehabe zu tun. Ich denke auch jede Frau kann sich in die gleiche Situation hineindenken. Von mir aus auf Mallorca, mit dem Lebensabschnittsgefährten, und sie denkt dann über ihren Sonnenbrand nach und studiert dann Hautmedizin statt Journalismus. Gut das Beispiel des Professors ist vielleicht prägnanter. Ich denke man braucht sich nicht gleich angegriffen fühlen, nur weil ein Beispiel aus der männlichen Sicht beschrieben worden ist.
Viel wichtiger ist mir die Aussage, die hinter seinem Videobeitrag steckt. Ich bin seit gestern im dritten Semester angekommen und stand also genau vor einem Jahr vor der Studienwahl.
Ich muss sagen, ein so positiver und aufmunternder Kommentar wie den der hier vorgestellt wurde, habe ich nirgends gefunden. Weder von den Abiturlehrern, den Beratern noch die Internetseiten haben den Klartext gesprochen, dass man in erster Linie das machen soll, was einen interessiert. Mir und meinen Mitschülern wurde das Gefühl gegeben direkt in die Arbeitslosigkeit zu studieren. Egal welches Studienfach. Es wird niemand gebraucht. Nun gut das kann bei einem Teil der Absolventen so sein, aber bestimmt nicht bei jedem. Deswegen danke ich dem Herrn Vornberger für diese motivierenden Worte.
Dieses ewige Schwarzmalen bringt keinen weiter. Ein bisschen Optimismus hilft hingegen sehr viel mehr.
Mit freundlichen Grüßen - #4 09.10.2012 20:55 von
Spiegel Online = Apple Homeboys?
Wieso müssen auf vier von acht Bildern ganz unverblümt Apple Produkte platziert werden? Produkplatzierung at its best!
- #5 09.10.2012 21:09 von
Danke nach Osnabrück
Hallo,
habe mich jetzt extra registriert für diesen Artikel -
ich möchte mich bei Prof. Vornberger bedanken. Ich habe 2004 / 2005 seine Vorlesungen besucht, und fand es einen absolut tollen Service, dass man die Wahl hatte zwischen überfülltem Vorlesungssaal am Westerberg, einem kleineren überschaubaren Saal in der Stadt in den übertragen wurde, oder dem Live-Stream. Ich habe das ein oder andere Mal die Vorlesung morgens noch im Bett verfolgen können, sei es bei Krankheit oder weil ich doch nicht aus dem Bett gekommen bin.
Auch hatte ich eine super Prüfungsvorbereitung - ich habe mich mündlich prüfen lassen bei ihm, und konnte mir so die alten Vorlesungen alle nochmal in der Lernphase als Auffrischung ansehen - wo bitte gibt es sowas sonst noch? Oder zumindest: wo gab es das 2004? Absolut genial.
Und Prof. Vornberger ist beim besten Willen kein Macho, Chauvi oder sonstwie Frauenfeindlich. Wäre das so gewesen dann hätte ich (weiblich) mich mit Sicherheit nicht bei ihm prüfen lassen.
Die Vorlesungen von ihm waren einfach nur immer interessant zu verfolgen, er geht auf Fragen der Studenten ein, erklärt sinnvoll und verpackt das ganze in kleine Anekdoten. Seine Nikolausvorlesung war ein absolutes Highlight. Ich werde mich in vielen Jahren noch im Guten an seinen Vortragsstil erinnern. Also - der Mann ist nur zu empfehlen. Einfach mal angucken, lohnt sich! - #6 09.10.2012 22:21 von
Ne Danke
Seit dieser Prof alle BWL-Studenten durch die Bank weg als arrogante geldgeile Idioten ohne Moral und Lebenszweck dargestellt hat, nur um seinen eigenen Bereich, die Naturwissenschaften in den Himmel zu loben, ist er bei mir unten durch. Jemand der Wissen vermittelt sollte auch ein gewisses Grad an Toleranz sein Eigen nennen.
- #7 09.10.2012 22:50 von
endlich
bei der Stanford University gibt es doch schon etliche gute Beispiele für Vorlesungen per Youtube:
aus der Physik: EDU - YouTube
der Informatik: Stanford Online
der Psychologie: Human Behavioral Biology (Robert Sapolsky) 25 lectures - YouTube
usw.
Und auch bei uns ist jener Prof. aus Osnabrück doch auch nicht gerade exklusiv:
Vorlesung: Ingenieurmathematik I | Video-Server - TU Clausthal
Ich bin sicher, irgendwann in nicht all zu ferner Zeit gibt es auf dem Sektor didaktische Revolutionen. Was vor 50 Jahren die Berkeley Physics Course für die universitäre Didaktik der Physik oder der Dieudonné für die universitäre Didaktik der Analysis in der Mathematik waren (das nur als Beispiel, weil mir diese Fächer halt geläufig sind), wird es jetzt wieder geben, und zwar auf der Basis der veränderten Medienmöglichkeiten.
Das wirklich Neue und Schöne daran ist aber, dass über Youtube dann auch anderen Interressierten (als nicht mehr nur exklusiv seinen Studenten) der Zugang zu solchen universitären Lehr-Informationen/Veranstaltungen dann offen stehen wird. - #8 10.10.2012 02:55 von
Erst ansehen, dann urteilen
Wer sich ansehen moechte, wie Sebastian Thrun das macht: Udacity - 21st Century University. Ich find's gut! Es geht doch bei diesen Dingen nicht darum eine "klassische" Uni zu ersetzen, sondern Neues auszuprobieren. Sowohl als auch, nicht entweder oder!
- #9 10.10.2012 09:38 von
Vorbildlicher Ausdruck der Achtung gegenüber seinen Studenten
Dieses Konzept des Professors ist vorbildlich und sollte ALLE Dozenten beschämen, die es bis heute nicht schaffen, genug Handouts zu kopieren und auszuteilen; kleinbürgerliche Entschuldigungen werden umsonst mitgeliefert. Es gibt viele Wege Achtung oder Missachtung den Studenten gegenüber auszudrücken.
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