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Tipps für den USA-Urlaub: Reise lieber ungewöhnlich

REUTERSBrennende Männer, Dinosaurier-Knochen und eine dänische Kolonie in Kalifornien: Auf der SPIEGEL-ONLINE-Reisekarte finden Sie Tipps für den etwas anderen Urlaub im Land der unbegrenzten Möglichkeiten - was ist Ihr besonderes USA-Erlebnis?

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-871539.html
  1. #1

    Solvang

    Der Tipp ist mehr als peinlich! Wenn ich Dänen sehen will, gehe ich sicherlich nicht nach Solvang. Eine einzige Touristenfalle, mehr ist das nicht. Viel eher würde sich da in dem verschmähten Los Angeles der Bahnhof oder die Disney Concert Hall anbieten. Beide natürlich von innen ansehen. Ausserdem lohnt sich allemal ein Spaziergang in den Santa Monica Mountains mit faszinierendem Blich auf Los Angeles bis hin zum Pazifik. Und wer's un-touristisch mag, sollte in Venice (streng genommen Marina Del Rey) auf dem Washington Blvd. ins Cow's End. Da gibt es ein Mass an interessanten Locals die immer eine Geschichte zu erzählen haben.
  2. #2

    optional

    Uhm ... wir sind ja selbst "Burner", also bei Burning Man gewesen und das einfach so als "Festival" reinzustellen, halte ich fuer ein wenig gefaehrlich. Black Rock ist eine Wueste, die aus einem ausgetrockneten Salzsee entstanden ist, der Boden besteht aus ausgesprochen aggressivem Staub, der ohne Schutz fuer Augen, Lungen und Haut zu chronischem Nasenbluten, Verbrennungen etc führt (wird auch "liebevoll" ... 'Playa Foot' genannt, weil z.B. ewig Leute jedesmal nur in Badelatschen rumlaufen und am Ende der Woche ... Aua). Die pötzlich auftretenden Staubstürme (White Outs) sind durchaus gefährlich, weil man wirklich nichts mehr sieht und die Tage andauern können. Inzwischen werden Zäune um das gigantische Areal gespannt (immerhin 50.000 Leute, eine Stadt aus dem Nichts), damit nicht irgendwelche ... Touristen ohne entsprechendes Equippment sich verirren und schlichtweg verdursten oder erfrieren. Ausserdem ist hat Burning Man mehrere Regeln, welche Touristen gerne komplett übersehen:
    a) es ist ein "no traces" event, d.h. ALLES was mitgebracht wird, muss wieder mitgenommen werden. Einschliesslich des Wassers. Also kein Duschen, Abwaschen oder aehnliches, ohne das Aufzufangen und wieder mitnehmen zu können. Der Boden ist zwar knochenhart aber wenn man die Schicht zerstörrt (Zeltherringe z.B. ) bleibt das auf ewig zurück. Dass Black Rock, die 'Playa' so verlassen wird, wie sie gefunden wurde, ist eine der Hauptpunkte. Davon hängt nämlich ab, ob das Organisationskomittee die Genehmigung von den Indianern, denen das Gebiete gehört, verlängert bekommen. Und "Touristen" stechen jedesmal dadurch heraus, dass sie Sachen wegwerfen, wegkippen etc oder Sachen mitbringen, die einfach zerbröseln und nicht einsammelbar sind. Das ist ein grosses Problem und große Gruppe an freiwilligen Müllsammlern sind jedesmal stunden- oder tagelang damit beschäftigt, das mit Rechen (!) von Hand wieder zu beheben.
    b) Burning Man ist geschäftsfrei. Es darf nichts ver- oder gekauft werden ausser im Zentraldom und nur da Eis (also gefrorenes Wasser) und Kaffee/Tee. Geschenke sind üblich an Wildfremde, aber das ist eben freiwillig und keine Gegenleistung vorgesehen, Sprich wer kommt, muß ALLES mitbringen, was er/sie braucht, vor allem genug Wasser (das ist eine Wueste!!), Lebensmittel, Schatten, Staubschutz wie Schwimmbrillen, Staubmasken, Essigwasser (Einreiben der Füße und Hände regelmäßig, um den alkalisch ätzenden Staub zu bekämpfen), Lippenbalsam für die Nase (innen, gegen das Nasenbluten nach ca. 4 Tagen, hängt von den Staubstürmen ab) etc.

    Es wird nachts richtig kalt dort, bis zu 4 Grad schon gehabt, also normale Schlafsäcke kann man vergessen. Tagsüber sind es um die 30 oder mehr. Das erfordert alles Vorbereitung, mal locker flockig from Reno für einen Tag hinfahren geht wohl (wenn man das Geld für die Tickets für so eine kurze Zeit ausgeben will). Aber wer wirklich länger bleiben will, sollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen, sich einen Themencamp erfahrener Leute anschliessen und sich bewußt sein, dass fast überall fotographieren tabu ist (Privatsphäre wird großgeschrieben, Leute fragen, bevor man sie aufnimmt) und man nach der Rückkehr auch als junge Leute durchaus ein paar Tage viel Ruhe und Vitamine braucht, bis man wieder richtig fit ist.
  3. #3

    Wozud

    Ich habe 10 Jahre für einen großen US-Konzern gearbeitet.

    Was US Städte zu bieten haben, das kann man in Disney World betrachten, schaltet man die Wartung für 25 Jahre ab. Sich deswegen am US-Flughafen von größenwahnsinnigen Sheriffs wie der letzte Dreck behandeln zu lassen, das habe ich nicht nötig.

    Mit Ausnahme von New Orleans und San Francisco bestehen die Innenstädte aus endlosen Bauruinen, Geldverleihern, fast-food Freßbuden und drug stores. Dazwischen einige Autohändler und Supermärkte in Blechbaracken, innen oft mit schicken Einkaufsstraßen wie Hollywood Kulissen.

    Das Original in Westeuropa ist einfacher, charmanter und deutlich weniger kriminell zu erleben. Die Natur ist zwar generell anders, aber keinen Deut besser oder schlechter.
  4. #4

    Aber ich wuerde doch noch eine dritte Stadt als sehenswert klassifizieren: Boston!
  5. #5

    Rudy's BBQ

    Wenn man schon Rudy's BBQ anpreist (worin ich mich vorbehaltlos anschließe) sollten auch neben den kulinarischen Highlights die Rahmenbedingungen nicht unerwähnt bleiben:
    1. Es gibt dort kein Geschirr, außer man bringt es selber mit.
    2. Alles fleischige wird großzügig in Papier eingewickelt, Salate (Kartoffelsalat, grüner Salat etc.) in Plastikdosen.
    3. Man erhält dort einen großen Pappbecher mit dem man sich an den Getränkeautomaten (Softdrinks) endlos bedienen kann (wie übrigens meistens in den USA)
    4. Von der Bedienungstheke trägt man seine Bestellwaren (frisch aufgeschnitten) in flachen Plastikkisten (wie man sie bei uns vorwiegend auf Obstmärkten sieht) an den Tisch.
    5. An den vorwiegend langen Tische mit Sitzbänken können etwa 12-15 Personen sitzen.
    6. Das Einwickelpapier dient als "Teller", wenn's nicht reicht, stehen große Papierrollen zum abreißen bereit.
    7. Auf den Tischen stehen die diversen Soßen und sonstige Gewürze in XXL Behältnissen.
    8. Kinderstühle stehen in anscheinend unbegrenzter Anzahl zur Verfügung.
    9. Tischabräumen und Saubermachen ist von den Kunden zu erledigen, in großen gelben Tafeln überall wird man daran erinnert: "Your Mother is not here please clean up your own mess" :-)

    (gesehen, erlebt und ergessen in Rudy's "Country Store" and Bar-B-Q in Albuquerque NM - lecker!)
  6. #6

    Naja

    Zitat von emporda Beitrag anzeigen
    Ich habe 10 Jahre für einen großen US-Konzern gearbeitet.

    Was US Städte zu bieten haben, das kann man in Disney World betrachten, schaltet man die Wartung für 25 Jahre ab. Sich deswegen am US-Flughafen von größenwahnsinnigen Sheriffs wie der letzte Dreck behandeln zu lassen, das habe ich nicht nötig.

    Mit Ausnahme von New Orleans und San Francisco bestehen die Innenstädte aus endlosen Bauruinen, Geldverleihern, fast-food Freßbuden und drug stores. Dazwischen einige Autohändler und Supermärkte in Blechbaracken, innen oft mit schicken Einkaufsstraßen wie Hollywood Kulissen.

    Das Original in Westeuropa ist einfacher, charmanter und deutlich weniger kriminell zu erleben. Die Natur ist zwar generell anders, aber keinen Deut besser oder schlechter.
    Der Kern, die Innenstadt von den meisten US Grossstaedten ist eigentlich ganz huebsch. Neue Eigentumswohnungen, Freizeitparks, Sportanlangen, etc. Weltklasse. Es sind eher die Suburbs um den Kern herum, die alle gleich aussehen und oft haesslich sind. Und Natur?..... das gibt es in Europa doch seit dreihundert Jahren schon nicht mehr.
  7. #7

    Wieder mal schlecht recherchiert

    Solvang kann ja wohl nur als Witz gemeint sein - das hat so wenig mit Dänemark zu tun wie der Deutschland- Nachbau im Epcot Center in Florida.
    Was mich wundert: Wie kann man so was auf einer seriösen Website ernsthaft als Tipp ausgeben? Wie wird sowas recherchiert? Mal eben so irgendwo augeschnappt?Liest da niemand mehr drüber? Chefredakteur zum Beispiel? Ziemlich peinlich.
  8. #8

    Typisches Vorurteil

    Zitat von emporda Beitrag anzeigen
    Ich habe 10 Jahre für einen großen US-Konzern gearbeitet.

    Was US Städte zu bieten haben, das kann man in Disney World betrachten, schaltet man die Wartung für 25 Jahre ab. Sich deswegen am US-Flughafen von größenwahnsinnigen Sheriffs wie der letzte Dreck behandeln zu lassen, das habe ich nicht nötig.

    Mit Ausnahme von New Orleans ....
    Mal wieder das typische Vorurteil bzgl. amerikanischen Staedten.
    San Francisco und new Orleans sind beide wunderbar, aber New York ist doch auch ohne jeden Zweifel eine phaenomenale Stadt, wenn nicht sogar die Stadt der Staedte. Meiner Meinung nach steht dem Chicago kaum nach, die Lage ist phantastisch und architektonisch ist Chicago eine Klasse fuer sich. Ausserdem sind z.B. Seattle, Savannah (Georgia), Charleston (South Carolina) und natuerlich Boston ausgesprochen schoen. Ich habe auch sehr viel Gutes von Portland, Oregon und Pittsburgh gehoert. Mir persoenlich hat sogar das eigentlich ziemlich uninteressante Houston gefallen.
    Insgesamt wuerde ich sogar im ganz Allgemeinen amerikanische Staedte deutschen vorziehen. Sie sind haeufig sehr viel vielfaeltiger, dynamischer und nicht so ueberreguliert wie deutsche Staedte.
  9. #9

    Besichtigen Sie den Klimawandel in Alaska

    Alaska ist genial. Direkflüge nach Anchorage und Fairbanks von Frankfurt in der Saison. Wunderbar. Ankunft in Anchorage im Juni, bei 25°C (über dem Gefrierpunkt). Uns haben alle für blöd erklärt, dass wir dorthin fliegen. Und sie waren baff, als sie unsere Fotos und Facebookeinträge sahen.

    Wunderschönes wildes Land, fast fünfmal so groß wie Deutschland, bei 650.000 Einwohnern (wie Düsseldorf). Tiere en masse, vom Wal bis zum Bären, vom Elch bis zum Ptarmigan. Unbeschreibliche Schönheit und Erhabenheit. Und sehr wenige Leute dort leugnen den Klimawandel, denn sie können ihn jeden Tag mit eigenen Augen sehen, weil sie erleben, wie das Eis schwindet und jedes Jahr mehr. Permafrost taut auf, Gebäude versinken.

    Wenn Sie in Valdez sind, machen Sie mit Captain Fred auf der Lulu Belle eine Fahrt, nicht mit dem größten Anbieter am Ort für Schiffsausflüge, es ist sooo toll! Zu den Gletschern und Eisbergen, und dann können Sie das Schild mit Merry Christmas in der Hand halten und sich fotografieren für die nächste Weihnachtskarte :-)

    In Seward geht's mit Kenai Fjords Tours zu den Walen, atemberaubend!


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