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"Time"-Titelbild: "Oh mein Gott!"
AP/ TimeIn den USA sorgt das "Time"-Magazine mit einem kontroversen Titelbild für Aufsehen. Abgebildet ist eine junge Mutter, die ihrem drei Jahre alten Sohn die Brust gibt. Nun streiten die Amerikaner: Darf man das?
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,832638,00.html
- #30 11.05.2012 18:51 von
Ich waere vorsichtig, die beiden Laender anhand von Vergleichen zwischen Lindenstrasse und Sex and the City zu vergleichen. Das ist vielleicht auch interessant, aber dient sicher nicht der Wahrheitsfindung.
Meine Einschaetzung als jemand, der in beiden Welt lebt: Deutsche und Amerikaner koennen pruede sein - nur eben auf unterschiedliche Weise. Trotz vieler Gemeinsamkeiten gibt es eben auch starke, gewachsene kulturelle Unterschiede - die auf beiden Seiten jeweils oft falsch interpretiert werden und dann zu Pseudowahrheiten heranwachsen in Form von (positiven und negativen) Vorurteilen - die dank unseres immer schneller (und bedeutungsloser) gewordenem Nachrichtenzyklus immer mehr verstaerkt worden sind. - #31 11.05.2012 18:51 von
Nun das Stillen von Kindern ist nicht verboten und ein maximales Alter der Kinder ist sicher auch nicht vorgeschrieben. Ich könnte mir aber vorstellen dass es als "sexueller Missbrauch" angesehen werden kann wenn schon lange keine Milch mehr fließt und es ledigllich als lustvolle Betätigung von Mutter und Kind fortgesetzt wird.......
- #32 11.05.2012 18:57 von
- #33 11.05.2012 19:10 von
Meine ach so unwichtige Meinung
1. zu Steinwald: verstehe den Vergleich zwischen Rauchen und Stillen nicht. Beim Stillen kann ich wegsehen beim Rauchen stinke ich hinterher genauso wie der Raucher, die Auswirkung auf die Gesundheit als Pasivraucher will gar nicht eingehen.
2.zu Achim33 - auch in Deutschaland gab es schon solche Bilder. U.A. eine Frau, welche mit iherm "9-jährigen" Sohn nach Frankreich geflohen ist, da der deutsche Staat das Stillen u.a. auch während der Schulzeit unterbinden wollte. - #34 11.05.2012 19:15 von
wie ekelhaft sind Sie denn?
Was ist das denn bitte fuer ein Vergleich? Geht's noch? Muttermilch ist Nahrung fuer den Saeugling und zudem auch noch gesund! Oh mann, da faellt mir wirklich nichts mehr zu ein.
Zum anderen: Ja, Nordamerika ist pruede und als in Kanada lebende Mutter war es teilweise ein Schweres oeffentlich meinen Sohn zu stillen. Die Industrie bietet hier aber wunderbar gemusterte Stillvorhaenge an, aehnlich eines Duschvorhanges, die von den kanadischen Muettern gerne und dankend genutzt werden.
Zum anderen: Jede Mutter soll das tun, was sie fuer richtig haelt. Und wenn die Kinder das schoen finden und kuschelig, warum denn nicht. Mann/Frau sollte sich ueber wichtigere Themen im Weltgeschehen aufregen.
Stillen war fuer mich wichtig und schoen, als allerdings der erste Zahn herzhaft zubiss hatte es sich nach 18 Monaten fuer mich erledigt. Mein Sohn lebt nun gluecklich und zufrieden mit Kuhmilch und Kuscheln. - #35 11.05.2012 19:26 von
Es geht ganz sicher nicht um Moral.
Herakles wurde auch drei Jahre gesäugt. Helden brauchen das. Damit ist allerdings auch eine wahnwitzige Mutterfixierung verbunden, die später in Frauenverehrung umschlägt, auch wenn der Muttercharakter ein wesentlicher Faktor ist. Das ist ja selbst bei den frühzeitig abgestillten neuzeitlichen Knaben so, gerade bei Homosexuellen ist eine extrem starke Mutterfixierung zu beobachten. In Deutschland sind amtlich höchstens zwei Monate Stillzeit vorgesehen, wenn man sich keine Amme leisten will oder eine Herdmutti, zumeist ist nach ein paar Tagen Schluß mit der Vorstellung, und „seelische“ Verarmung kehrt ein. Schon im Mittelalter (und Altertum) haben sich adelige Damen die Mühe des Stillens erspart. Womöglich war damals schon bekannt, daß die Brüste dann auslotteln.
- #36 11.05.2012 19:31 von
- #37 11.05.2012 19:42 von
Industrie
@westcoast: Danke für IUhren Kommentar. Hätte meiner sein können. Ich möchte aber bei dieser Gelegenheit auf etwas anderes aufmerksam machen: Heute muss man sich als Mutter ja quasi noch entschuldigen, wenn man dem Kind nach der Stillzeit oder statt des Stillens (geht ja zuweilen nicht anders - nicht jede kann stillen), einfach Kuhmilch gibt. "Waaaas? Einfache MILCH??? Da gibt es doch Aptamil!" Oder einen anderen Chemiecocktail, Milchpulver, mit Zusätzen angeblich "der Muttermilch angepasst". Was für ein geldschneiderischer Blödsinn! Kleinkinder sind sehr gut in der Lage, mit natürlich vorkommenden Nahrungsmitteln zurecht zu kommen. Wer auf die Werbung hereinfällt und viel Geld für Gläschennahrung und Kunstmilch herauswirft, tut den Lütten nichts Gutes. Stillen ist okay, solange man nicht befürchten muss, dass das Kind sozial Nachteile (Hänseleien) zu befürchten hat, weil es >4 Jahre alt ist. Spätestens dann sollte man seinem Kind die ganze geschmackvolle Welt von Obst und Gemüse, etc. gönnen. Meine Kinder sind so ernährt worden und kochen beide heute gern und leidenschaftlich selbst. Ganz ohne Fertigpamps :-)
- #38 11.05.2012 19:44 von
was sind sie denn für ein merkwürdiger mensch? wie kommen sie darauf, diese körperflüssigkeiten mit milch zu vergleichen??? im ersten moment wollte ich mich ärgern, dann haben wir zuhause schallend gelacht!
übrigens, auch kuhmilch ist eine körperflüssigkeit, schafskäse ebenfalls aus einer gemacht, auch der leckere chèvre kommt einfach aus dem körper einer ziege heraus. abartig, was? )))) - #39 11.05.2012 19:51 von
Hihi!
Für mich ist öffentliches Stillen im Restaurant (wie ich es bisher nur in Mitteleuropa erlebt habe) bei kleinen Säuglingen an sich normal und stört mich nicht, wenn es nicht offensiv a la "seht mal an, was für eine tolle Mutter ich bin" gemacht wird. Dieses aggressive "ich stille meine Kinder auch wenn sie schon laufen und sprechen können und egal wo ich bin oder mit wem ich unterwegs bin" ist aber unangenehm und ist mit demonstrativem Nasebohren durchaus vergleichbar.
Diese Stillvorhänge gibt es bei uns in Mexico auch, aber das wird ja wohl eher für ganz kleine Säuglinge verwendet. Normal ist das Abpumpen in Fläschchen und die werden dann herumgeschleppt.
Fand ich übrigens sehr praktisch, weil ich so auch zusätzliche Milch einer Bekannten für mein Kind zur Verfügung hatte.
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