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Tilman Jens über Missbrauch an der Odenwaldschule: "Auch die sexuelle Revolution hat

Er war Schüler der Odenwaldschule, wusste von den Duschorgien des Direktors mit Knaben - doch Tilman Jens hat geschwiegen. Im SPIEGEL berichtet der Autor nun über die Sex-Beziehungen zwischen Lehrern und Kindern - und beschreibt das Klima das damals an dem Institut herrschte.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...684809,00.html
  1. #150

    Angeheizte Hysterie

    Zitat von Walking_Ghost Beitrag anzeigen
    Hallo docmatthew,

    Wieso kommen sie denn immer mit den "Duschenspielen"? Die eigentlichen Vorwürfe beziehen sich doch auf viel schwerere Vorwürfe wie Beihilfe zur Vergewaltigung, hundertfachen systematischen Missbrauch und Zwangsprostitution. Kann ich davon ausgehen, dass sie einen Draht zur Odenwaldschule haben und mehr wissen als die Opfer, oder blenden sie die schwerwiegenden Vorwürfe einfach aus?
    [...]
    Mit Verlaub docmatthew: das Zölibat ist Sache der katholischen Kirche, denn noch herrscht in Europa Religionsfreiheit. [...]
    [...]
    Trotzdem bewegt mich noch etwas weiteres: auch wenn die Mißbrausfälle furchtbar sind, besteht die Gefahr, dass auf Grund der aktuellen Situation eine Hexenjagd gegen Pädagogen eröffnet wird.
    [...]
    Dennoch finde ich die momentan von Medien und Politik angeheizte Hysterie gefährlich. Vereine wie Wildwasser und Zartbitter haben sich diesbezüglich in der Vergangenheit nicht eben mit Ruhm bekleckert. Die Wormser Prozesse haben gezeigt wozu eine geschürte Hysterie bezüglich vermutetten Kindesmißbrauch führen kann.
    Hallo Walking Ghost,
    Ihr abgewogener und kluger Beitrag hätte eine ausführlichere Antwort verdient, für die mir allerdings heute aus beruflichen Gründen völlig die Zeit fehlt.

    Nur in aller Kürze soviel:

    Ich habe nicht den geringsten "Draht" zur Odenwaldschule. Wenn es stimmen sollte, was Sie schreiben, dann muss ich hier meine Position neu überdenken, denn dann geht es keineswegs nur um geringfügige Grenzüberschreitungen und Grauzonen sondern um Straftatbestände.

    Was den vielfach unterstellten Zusammenhang von Zölibat und Pädphilie angeht, so ringe ich hier ebenfalls um eine schlüssige Position. Aber unabhängig von diesem möglichen Zusammenhang würde ich der katholischen Kirche wünschen, dass ihr hier der Befreiungsschlag einer Auflockerung von kirchenrechtlichen Bestimmungen gelingt, die sich für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben zunehmend als hinderlich herauszustellen scheint. Und Sie haben natürlich Recht: Zum Glück haben wir das Grundrecht der Religionsfreiheit. Und Priester, die zölibatär leben wollen, sollen das selbstverständlich auch weiterhin tun dürfen. Darüberhinaus will ich auch keineswegs das Recht der katholischen Kirche einschränken, solche Bestimmungen aufrecht zu erhalten, wenn sie das für richtig hält.

    Ausdrücklich teile ich Ihre Befürchtungen, eine medial angeheizte Hysterie könne nun dazu führen, das Kind mit dem Bade auszuschütten, und eine pauschale Hetzjagd auf reformpädagogische Leitbilder befeuern, von denen (ohne dass dies im öffentlichen Bewußtsein eine Rolle spielen würde) längst der Schulunterricht erheblich profitiert. Ich denke dabei nur an Methoden wie den Projektunterricht, an handlungsorientiertes Lernen oder an die Idee von einer demokratisch verfassten Schule, an der Schüler mitbestimmen dürfen.

    Beste Grüße
    Und auf diesem Wege meine Entschuldigung an alle Foristen, die mir geschrieben haben, denen ich aber heute nicht mehr antworten kann
  2. #151

    Zitat von spiegelleserol Beitrag anzeigen
    Hallo Sie beide! Ich bin erschüttert, wenn ich mir Gründe überlege, die bei Ihnen zu Ihrer extremen Form von Verdrehtheit bei durchaus erhaltener Bildung geführt haben könnten. Das Verrückte an Ihrem Austausch ist, dass man fast den Eindruck bekommt, Sie benutzen diese Plattform quasi mit Sonderdruckrechten für diese schäbige Propagandaaktion, so, als gäbe es das wirklich, also Vergewaltigungs- und Zwangsprostitutionsszenarien. Dabei ist alles erfunden, d.h. Ihrem Stück fehlt die Substanz, es ist alles gelogen. Ich halte das sogar für strafrechtlich relevant, was Sie hier vorführen. Gestehen Sie, dass Sie Literatur erdacht haben, denn sonst werden Sie vielleicht in Untersuchungshaft kommen, Sie wissen schon, wegen Rufmord und solcher Delikte. Ihren Arbeitsplatz gibt es danach auch nicht mehr. Jedenfalls nicht für Sie... Also bitte, korrigieren sie das jetzt.
    Falls Ihr Beitrag nicht ironisch gemeint sein sollte, halte ich ihn wirklich für recht mißlungen. Sie können ja die Redaktionen gleich mit verklagen.

    SPON - Mehr Opfer als bisher bekannt
    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...683048,00.html

    SPON - Pädagogen teilten "sexuelle Dienstleister" fürs Wochenende ein
    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...682087,00.html

    Basler Zeitung - "Sei niemals der Letzte im Duschraum"
    http://bazonline.ch/panorama/vermisc...story/29047023
  3. #152

    Eine Waffel, ein Pharisäer und ein SPON

    Zitat von Walking_Ghost Beitrag anzeigen
    Falls Ihr Beitrag nicht ironisch gemeint sein sollte, halte ich ihn wirklich für recht mißlungen. Sie können ja die Redaktionen gleich mit verklagen.
    Ich erlaube mir die Ergänzung:

    http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%...onstrieren.csp

    Kümmern Sie sich um dieses Thema. Verstanden? - Rührt Euch.
  4. #153

    unzulässig

    Zitat von Walking_Ghost Beitrag anzeigen
    [...]
    Haben sie es immer noch nicht verstanden? Die Vorwürfe besagen folgendes: in der Odenwaldschule wurden SYSTEMATISCH und JAHRELANG Kinder gegen ihren Willen mißbraucht. Hier geht es nicht um Grenzbereiche! Hier geht es um ein System, in dem Kinder als sexuelle Dienstleister erwachsenen Günstlingen zur Verlustierung zugeschanzt wurden!
    [...]
    Ich halte diese Darstellung, zugegeben auch unterstützt durch das - von Wildwasser Darmstadt e.V. zusätzlich befeuert - unproffessionelle Agieren der heutigen Leitung der Odenwaldschule, nach der bisher bekannten Faktenlage, für infam!
  5. #154

    Das geht jetzt erst richtig los...!

    Ausdrücklich teile ich Ihre Befürchtungen, eine medial angeheizte Hysterie könne nun dazu führen, das Kind mit dem Bade auszuschütten, und eine pauschale Hetzjagd auf reformpädagogische Leitbilder befeuern, von denen (ohne dass dies im öffentlichen Bewußtsein eine Rolle spielen würde) längst der Schulunterricht erheblich profitiert. ..


    Mir fehlt noch die Gegenüberstellung des Päderasten Mohammed (Wie ist das eigentlich bei unseren Immigranten - Minderjährigen- Ehe ist doch Teil der Religionsfreiheit, oder nicht???) und mit Volker Beck, der für die Grünen eine Senkung der Straffälligkeit des homosexuellen Missbrauchs auf 14 Jahre forderte, während Odenwaldschule und katholische Internate aus dem Rechtfertigungsdruck nicht mehr herauskommen (werden).
    Achso: Und das Familienministerium "spielt auch mit"!
    "Laut einem Bericht der Online-Ausgabe des Spiegels vom 31. Juli 2007 hat die 64-jährige Ulla Lang ... Anzeige gegen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) und die Autorin der Broschüre "Körper, Liebe, Doktorspiele" Ina-Maria Philipps erstattet. Begründet wurde die Anzeige mit einer angeblichen "öffentlichen Aufforderung zum sexuellen Missbrauch von Kindern".
    siehe auch hier:
    http://www.scribd.com/doc/19498305/D...Junge-Freiheit
  6. #155

    Die Brandbeschleuniger!

    Weil es hier sehr gut passt, sei eine zitieren eines Users zu diesem Thema aus einem parallelen SPON-Blog "Odenwaldschule: Verwischte Grenzen" gestattet:

    Zitat von scoopx Beitrag anzeigen
    [...] Auf dem Gebiet des sexuellen Mißbrauchs herrscht seit Jahren eine Stimmung, die an stalinistische Schauprozesse erinnert. Das kann man u.a. an den schon grotesk übersteigerten Vorwürfen sehen, die im Zusammenhang mit der Odenwaldschule erhoben werden. Demnach gab es nicht nur den "sexuellen Mißbrauch", nein, dieser Becker war ein unersättliches Monster, er pflegte die Schüler seiner "Familie" mit Griff an die Genitalien zu wecken. Alle miteinander! Jeden Tag! Und die OSO war anscheinend eine Art Knabenpuff, zumindest "für Gäste am Wochenende".

    Da faßt man sich an den Kopf. Allein die Existenz solcher Gäste bedeutet, daß eine Art Pädo-Mafia existiert haben muß (und noch immer existiert), mit einem eisenharten Gesetz des Schweigens, insbesondere muß es eine Instanz gegeben haben, die geeignete "Gäste" ausgewählt hat, denn in dieser heiklen Sache kann man nicht jedem vertrauen. Wer waren diese Leute? Wie war das Ganze organisiert? Und dann, wieso haben Päderasten wie Becker einen so übersteigerten Sexualtrieb? Warum bauen sie sich keine Paarbeziehung auf sondern vergreifen sich wahllos an jedem der nicht bei drei auf dem Baum ist?

    Es ist unbegreiflich, daß keiner hier solche Fragen stellt. In den Wormser Prozessen hat das auch keiner gemacht. Und in den USA geht die Hysterie so weit daß die größte Zahl der Sexualtäter Jugendliche sind und die Verhörmethoden von der Art der Inquisition. Eine "Psychologin" wird mit den Worten zitiert: "No confession is ever complete." Auf diese Art wurden die Verhöre beispielweise auch im Slansky-Prozeß gestaltet.
    Wenn einer erst mal in den Strudel einer Mißbrauchsverdächtigung geraten ist, dann wehe ihm! Und wehe auch dem (mutmaßlichen) Opfer, denn es wird genauso verhört, und die Psycho-Rachegöttinnen geben keine Ruhe, bis der "Täter" als der Abschaum der Menschheit dasteht.
    Man fragt sich unweigerlich, und das explizit ohne die Herren Becker & Co. aus ihrer Verantwortung vorschnell zu entlassen und alles, was damals wirklich vorgefallen ist, zu bagatellisieren, ob es eigentlich ein Zufall ist, dass just mit der aktuellen Beratung der Odenwaldschule durch Wildwasser es nun zu dieser "Dimension" der Missbrauchsfälle gekommen ist? Und bevor jetzt alle über mich herfallen, hier zur Erinnerung - auch für alle Eiferer und Scharfrichter (aus Wikipedia):

    "Wormser „Massenmissbrauch
    1993 verwickelte sich Wildwasser Worms e. V. in einen Skandal. Eine Wildwasser-Mitarbeiterin wollte mit subtilen, in der Wissenschaft nicht anerkannten Methoden (anatomisch korrekte Puppen, Märchenerzählungen, „verhörähnliche“ Befragungen (von Kindern), Fragestellungen mit impliziter Antwort etc.) Beweise für einen massenhaften Kindesmissbrauch in Worms gefunden haben. Daraufhin wurden 25 Personen unter dem Tatverdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern festgenommen, die insgesamt 16 eigene bzw. fremde Kinder missbraucht haben sollten. In der öffentlichen Meinung waren die Angeklagten bereits verurteilt, die als Wormser Prozesse bekannt gewordenen Verfahren, die 1997 mit dem Freispruch aller Angeklagten endeten, fanden ein großes Medienecho. Die Beteiligten wurden trotz der Freisprüche sozial und finanziell ruiniert. Die meisten der betroffenen Kinder kehrten niemals in ihre Familien zurück."
  7. #156

    Öffentlichkeit herstellen

    Zitat von Humboldt Beitrag anzeigen
    Weil es hier sehr gut passt, sei eine zitieren eines Users zu diesem Thema aus einem parallelen SPON-Blog "Odenwaldschule: Verwischte Grenzen" gestattet:



    Man fragt sich unweigerlich, und das explizit ohne die Herren Becker & Co. aus ihrer Verantwortung vorschnell zu entlassen und alles, was damals wirklich vorgefallen ist, zu bagatellisieren, ob es eigentlich ein Zufall ist, dass just mit der aktuellen Beratung der Odenwaldschule durch Wildwasser es nun zu dieser "Dimension" der Missbrauchsfälle gekommen ist? Und bevor jetzt alle über mich herfallen, hier zur Erinnerung - auch für alle Eiferer und Scharfrichter (aus Wikipedia):

    "Wormser „Massenmissbrauch
    1993 verwickelte sich Wildwasser Worms e. V. in einen Skandal. Eine Wildwasser-Mitarbeiterin wollte mit subtilen, in der Wissenschaft nicht anerkannten Methoden (anatomisch korrekte Puppen, Märchenerzählungen, „verhörähnliche“ Befragungen (von Kindern), Fragestellungen mit impliziter Antwort etc.) Beweise für einen massenhaften Kindesmissbrauch in Worms gefunden haben. Daraufhin wurden 25 Personen unter dem Tatverdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern festgenommen, die insgesamt 16 eigene bzw. fremde Kinder missbraucht haben sollten. In der öffentlichen Meinung waren die Angeklagten bereits verurteilt, die als Wormser Prozesse bekannt gewordenen Verfahren, die 1997 mit dem Freispruch aller Angeklagten endeten, fanden ein großes Medienecho. Die Beteiligten wurden trotz der Freisprüche sozial und finanziell ruiniert. Die meisten der betroffenen Kinder kehrten niemals in ihre Familien zurück."
    ......

    Die Wormser Exzesse sind ebenso wie die viel zu späte Mißbrauch-Aufklärung in Sachen Odenwald und RKK das Ergebnis des Schweigens zum Themenbereich Grenzüberschreitungen/Mißbrauch.
    Jeder, der mit der Materie befaßt ist, weiß, daß die veröffentlichen Fallzahlen viel zu niedrig gegriffen sind, auf der anderen Seite führt die Abschiebung jeder Auffälligkeit in die Mißbrauchsecke zur Hysterie.
    Deswegen sind Öffentlichkeit und offene Auseinandersetzung ja so wichtig. Ist Mißbrauch ohnehin schwer nachzuweisen, ist dies nach Jahren, ja Jahrzehnten geradezu unmöglich, wenn nicht Geständnisse auf allen Seiten vorliegen.
    Die diffizilen Zusammenhänge dürfen aber weder ein Anlaß zum Vertuschen, noch einer zur Hysterie sein. Beides schadet der Bearbeitung der Thematik am allermeisten.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  8. #157

    Ärgerlich

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    ......

    Die Wormser Exzesse sind ebenso wie die viel zu späte Mißbrauch-Aufklärung in Sachen Odenwald und RKK das Ergebnis des Schweigens zum Themenbereich Grenzüberschreitungen/Mißbrauch.
    Jeder, der mit der Materie befaßt ist, weiß, daß die veröffentlichen Fallzahlen viel zu niedrig gegriffen sind, auf....
    Zwar pflichte ich Ihren Hinweis ausdrücklich bei, dass zu lange über "wirklichen" sexuellen Missbrauch (insbesondere in Familien) geschwiegen, vertuscht und den Opfern nicht geglaubt wurde und erst in den letzten 20 Jahre ein verstärktes Bewusstsein entwickelt wurde - aber den abgrundtiefen Wormser Missbrauchsskandal mit der sozialen und wirtschaftlichen Zerstörung von Menschen jetzt nachträglich nur als natürliches Ergebnis eines zu langen Schweigens zu bezeichnen, finde ich sehr ärgerlich - nein, eigentlich sogar empörend. Hier wird bewusst ausgeblendet, dass maßgeblich Wildwasser als selbsternannter Rächer der Gesellschaft und Speerspitze der "Wormser Inquisition" in der Verantwortung für unsägliches Leid und schuldhaftem Verhalten stand und steht.

    Sie versuchen eine von einzelnen Usern berechtigt eingebrachte Diskussion - und dass war überhaupt der Sinn von meinem Verweis auf Worms - über Hysterie, Kriminalisierung, neuer Prüderie, Skandalisierung, Pauschalisierung und Instrumentalisierung von sexuellen Missbrauch (und ich meine "sexuellen Missbrauch", nicht gemeinsames Duschen) mit durchaus sehr zu hinterfragenden Rollen von Organisationen wie Wildwasser und Zartbitter im Keim zu ersticken.

    Mir ist klar, dass eine kritische Reflexion der derzeitigen Art, wie z.B. die Odenwaldschule mit der Aufarbeitung von früheren sexuellen Übergriffen umgeht, störend ist und es sich aus dem klaren Schwarz-Weiss-Denken mit gut und böse, Opfer/Täter, richtig/falsch, zarte Feenkinder/blutunterlaufenen Pädomonstern usw. besser und einfacher lebt.

    Aber das wird das Problem nicht lösen. Und wird statt Aufklärung und Schutz vor sexueller Ausbeutung oder gar schwerer sexueller Gewalt nur noch neue Opfer produzieren.

    Und zu ihren Fallzahlen. Hier fängt es doch schon an. Was sind den überhaupt Fälle? Wenn ich erlebt habe, was Zartbitter Köln alles als sexuellen Missbrauch wertet, dann komme ich auch zu ganz anderen Dunkelziffern. Die Kriminalisierung von allem und jedem, und noch in jeder noch so kleinen zärtlichen Berührung einen "Fall" zu verorten und zuerst öffentlich nach dem Staatsanwalt zu rufen, ist heute bereits mehrheitsfähig, führt aber geradezu in eine gesellschaftliche Katastrophe (mit dann wahrscheinlich immer noch genauso vielen Missbrauchsfällen wie heute).

    Übrigens: Auf eine Entschuldigung (wie z.B. von Herrn Becker gefordert und inzwischen erbracht) warten die "Opfer" von Worms, sofern sie noch leben, von Seiten von Wildwasser bis heute!
  9. #158

    Anmaßend

    Man ist ja immer noch beschäftigt, die ganzen krassen Postings, welche hier getätigt wurden, vernünftig aufzuarbeiten. Daher musste ich noch mal 'ran :-) :

    Zitat von jhartmann Beitrag anzeigen
    Die Beziehung eines 17jährigen zur Frau von irgendwem wird gleichgesetzt mit Kindesmissbrauch.

    Zitat von avollmer Beitrag anzeigen
    Zu Recht, wer seine Stellung, ein Abhängigkeitsverhältnis oder eine Vertrauensposition zu einem pubertären oder adoleszenten Jugendlichen für eine sexuelle Beziehung ausnutzt, der begeht Missbrauch.

    Gleiches gilt ebenfalls für Beziehungen unter Erwachsenen, wenn sie einseitig über eine entsprechende Machtposition herbeigeführt wird. Man denke nur an den Pfleger, der sich an der dementen Pflegeheimbewohnerin verging oder zwangsverheiratete Frauen im Migrantenmilieu. Missbrauch.

    Die Qualität ist die Gleiche, das Opfer genauso wehrlos und nicht in der Lage einen freien Willen zu formulieren. Ein Gleichsetzen durchaus angebracht.
    Ich finde eine solche Vermengung von Benutzer:avollmer auf den mehr als berechtigten Einwand von Benutzer:jhartmann gegen einen auf alles und jeden angewendeten Missbrauchsvorwurf einfach nur unsäglich und auch unverschämt.

    Das 17jährige "Missbrauchsopfer" hat übrigens seinen "Täter" später geheiratet und soviel man weiss, scheint die Ehe bis heute zu halten. Daher finde ich ihre Aussagen gegenüber dem Paar besonders infam und eine Anmaßung sondersgleichen.

    Darüber hinaus: Jugendliche mit dementen Patienten in Altersheimen bezüglich ihres freien Willens gleichzusetzen, zeigt einmal mehr sehr anschaulich, wohin uns die neuen PuritanerInnen mit ihrer Missbrauchskeule führen wollen.

    Es schaudert!
  10. #159

    Ja, hört sich gut an, ist aber Unfug

    Zitat von Spinatwachtel Beitrag anzeigen
    sind die Schwächsten unserer Gesellschaft. Sie haben immer noch keine Lobby. Sie zu terrorisieren ist leicht.
    Wie eine Gesellschaft mit Kindern, Alten und Behinderten umgeht, zeigt den Wert ihrer Kultur.
    Zahllose Verbaende, Vereine, Galas, Promies, PolitikerInnen, Ämter, Stiftungen, Fernsehshows, Zeitungen etc etc etc befassen sich mit dem Wohl des Kindes, der Kindernothilfe, dem Jugendschutz, der Förderung und Bildung von Kindern, Spielplaetzen und weiß der Kuckuk.

    Das ist alles schön und gut so und soll auch so sein. Aber zu behaupten, daß Kinder in unserer Gesellschaft keine Lobby haben, ist schlicht und einfach Stuss.

    Ach und noch was: zwischen einer gemeinsamen Dusche mit 13-jährigen und terrorisieren ist auch ein Unterschied.








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