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Teures Gesundheitssystem: Chefarztverträge gefährden Ihre Gesundheit

dapdOperieren für den Bonus: Chefärzten werden immer öfter leistungsabhängig bezahlt. Krankenhäuser zahlen üppige Gehaltszulagen, wenn die Zahl lukrativer Behandlungen steigt. Für den Patienten wächst das Risiko unnötiger Eingriffe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...844265,00.html
  1. #1

    Logische Konsequenz, wenn Karrieristen, die ihr BWL-Studium mit Fallbeispielen im Konsumgüterbereich verbringen am Ende mit kranken Menschen arbeiten müssen. Nur kollabiert hier am Ende nicht das Fließband sondern der Patient.

    BWLer an die Schaltstellen in Krankenhäusern... guuute Idee...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Operieren für den Bonus: Chefärzten werden immer öfter leistungsabhängig bezahlt. Krankenhäuser zahlen üppige Gehaltszulagen, wenn die Zahl lukrativer Behandlungen steigt. Für den Patienten wächst das Risiko unnötiger Eingriffe.

    Kliniken: Welche Folgen Boni für Chefärzte haben - SPIEGEL ONLINE
  2. #2

    -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Operieren für den Bonus: Chefärzten werden immer öfter leistungsabhängig bezahlt. Krankenhäuser zahlen üppige Gehaltszulagen, wenn die Zahl lukrativer Behandlungen steigt. Für den Patienten wächst das Risiko unnötiger Eingriffe.

    Kliniken: Welche Folgen Boni für Chefärzte haben - SPIEGEL ONLINE

    Wahr schohn vor 13 Jahren so. Während meiner Zivizeit im Aufwachraum eines Vorortkrankenhauses gab es einen Chefanästhesisten, der hat es mit seinen Privatpatienten wie folgt gehandhabt:

    Die Narkoseinleitung übernahm er stets persönlich. Dann stellte er während der OP seinen Arzt im Praktikum hin und rannte zur nächsten Einleitung. Dort schüttelte er wieder vor dem einschlafen die Hände und blieb ne Weile vor Ort. Ging der Pieper, wurden die Plätze mit dem AIP-ler getauscht und Cheffe stand deus ex Machina vor dem Patienten der schon langsam erwachte. Dieses Bäumchen Wechsel dich machte er den ganzen Tag, selbstverständlich ohne das der AIPler gegenüber dem Patienenten oder gar auf dem Narkosebogen in Erscheinung trat.

    So konnte dieses clevere Kerlchen bei einem acht Stunden OP-Tag locker 13-15 Stunden privat abrechnen und alle im Krankenhaus hats gefreut. Nun die Patienten und Versicherungen dürften darüber falls er es bis heute noch immer so abzieht not amused sein......
  3. #3

    Wenn man gesund bleiben will

    Gerade als Privatversicherter ist es unheimlich schwer, einen korrekten Arzt zu finden, der nicht Geld schinden will.

    Das geht soweit, das z.B. auch notwendige und heilende Eingriffe verweigert werden (bringt nichts, zu gefährlich etc.), weil man mit einem gesunden Patienten kein Geld verdienen kann - selber gerade erlebt.

    Oder man bekommt völlig sinnlose Behandlungen angeboten, nur um Geld zu machen - manchmal grenzt das schon an versuchte Körperverletzung.

    Ich bevorzuge als Privatpatient Ärzte, die mich z.B. bei Terminvergabe nicht bevorzugen, wo ich im Wartezimmer wie alle anderen warten muss; mit solchen Ärzten habe ich die besten Erfahrunge gemacht. Da gibt es keine Geldschneiderei, sondern korrekte Behandlung.

    Ansonsten gilt immer noch die alte Weisheit: Wenn man gesund bleiben will, sollte man sich von Ärzten fernhalten...
  4. #4

    Ist doch ein netter Service

    wenn man bei operativer Entfernung eines Abszesses in der Leistengegend auch noch gleich den Blinddarm entfernt bekommt.
    So geschah es bei einem Bekannten von mir - der natürlich privat versichert ist. Er empfand das als tollen Service. Bei unserer vorherrschenden Ärztehörigkeit haben die Ärzte doch leichtes Spiel. Tierärzte sind da übrigens keinen Deut besser!
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Operieren für den Bonus: Chefärzten werden immer öfter leistungsabhängig bezahlt. Krankenhäuser zahlen üppige Gehaltszulagen, wenn die Zahl lukrativer Behandlungen steigt. Für den Patienten wächst das Risiko unnötiger Eingriffe.

    Kliniken: Welche Folgen Boni für Chefärzte haben - SPIEGEL ONLINE
    Die Lösung für das Bonus-System steht ja schon im Artikel:

    ..."Der Marburger Bund hat einen anderen Vorschlag. Wenn schon Boni, dann sollten sie für die Steigerung der Qualität gezahlt werden. Zum Beispiel, wenn die Zahl der Komplikationen nach Operationen sinkt. Oder wenn die Zufriedenheit der Mitarbeiter beziehungsweise der Patienten steigt. "Das wäre wirtschaftlich auch sinnvoller, als sich nach dieser reinen Mengenideologie zu richten", sagt der Gewerkschaftschef Henke"...

    Sehr guter Vorschlag.
  6. #6

    Wie wahr....

    Zitat von earl grey Beitrag anzeigen
    Gerade als Privatversicherter ist es unheimlich schwer, einen korrekten Arzt zu finden, der nicht Geld schinden will.

    Das geht soweit, das z.B. auch notwendige und heilende Eingriffe verweigert werden (bringt nichts, zu gefährlich etc.), weil man mit einem gesunden Patienten kein Geld verdienen kann - selber gerade erlebt.

    Oder man bekommt völlig sinnlose Behandlungen angeboten, nur um Geld zu machen - manchmal grenzt das schon an versuchte Körperverletzung.

    Ich bevorzuge als Privatpatient Ärzte, die mich z.B. bei Terminvergabe nicht bevorzugen, wo ich im Wartezimmer wie alle anderen warten muss; mit solchen Ärzten habe ich die besten Erfahrunge gemacht. Da gibt es keine Geldschneiderei, sondern korrekte Behandlung.

    Ansonsten gilt immer noch die alte Weisheit: Wenn man gesund bleiben will, sollte man sich von Ärzten fernhalten...
    ein Apfel am Tag - so der Doktor einen nicht plagen mag!
  7. #7

    Wer noch nicht erkannt hat, dass Ärzte heute in erster Linie Geschäftsleute sind, der riskiert nicht nur sein Geld, er darf auch damit rechnen, mit Medikamenten vollgepumpt zu werden und umgehend dies oder jenes Ersatzteil eingebaut zu bekommen.
    Das einzige Mittel, das mir dazu einfällt: Ärzte wirklich nur im Notfall aufsuchen, und wenn doch, dann möglichst einen, mit dem das Umfeld bisher keine üblen Erfahrungen gemacht hat. Vorsicht bei Ärzten, die sich nicht an Termine halten, Vorsicht bei Arztpraxen, in denen gerannt wird, dort ist Stress angesagt. Wer will mal so eben husch-husch aufgeschnitten werden?
  8. #8

    Das kommt dann davon,..

    dass Gesundheitsdienstleistung unter kommerzieller Kontrolle stehen. Wer Kliniken nach BWL Gesichtspunkten führt braucht sich nicht zu wundern.
    Krankenhäuser sollten wieder unter der Leitung der AAllgemeinheit als Non-Profit Organisationen geführt werden. Das
    kommt dann am Ende auch nicht teurer als beim gegenwärtigen Zustand. Und stellt die Ärzte mit Festgehalt an dann zählt wieder der medizinische Ruf.
  9. #9

    Frage

    Da ergibt sich die Frage: Was ist der Unterschied zwischen Chefärzten Und Bankern?

    Offensichtlich gibts keinen. Und die Krankenhausbetreiber verhalten sich wie die Bank.

    Boni, Boni über alles.








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