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Teurer Ausstieg: Atom-Bosse rebellieren gegen Merkel

Klagen, Brandbriefe, Gastbeiträge: Mit allen Mitteln kämpfen Deutschlands vier große Energieversorger gegen die Atompolitik der Regierung. Nach RWE und Vattenfall*droht auch EnBW damit, vor Gericht zu ziehen. E.on-Chef Teyssen fordert in einem Gastbeitrag Schadenersatz für den Ausstieg.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...767347,00.html
  1. #10

    Yohh

    Zitat von Katzenfreund Beitrag anzeigen
    Die Atom-Bosse haben doch Recht. Sie haben die Pflicht Schaden von ihren Aktionären abzuwenden. Ich denke die haben mit einer Klage gute Aussichten auf einen Erfolg. Das kann dann für den staat richtig teuer werden. Das beste wäre allerdings die Laufzeiten einfach wieder verlängern. Dann würden diese Kosten nicht entstehen. Und wie hätten dann auch noch die saubere Energie aus den AKK,S. Und wer weiß vieleicht kippt die Stimmung in 10-15 Jahren wieder in die Richtung pro Atom. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt. Ich bin für sauberen und günstigen Atomstrom. Und ich finde es auch nicht richtig das man nirgends 100% Atomstrom beziehen kann.
    Sie haben Recht, man sollte Atomstrom nicht verbieten!

    Man sollte ihn aber die Kosten selbst übernehmen und auch Versichern lassen! Nur weil man Dreck nicht sehen kann, heißt es noch lange nicht das es sauber ist. Und ob bei der vollständigen Kostenübernahme dann noch alles so billig ist, werden wir sehen.
  2. #11

    Das haben Sie aber schön gesagt

    Zitat von Johanna.1.15 Beitrag anzeigen
    Kein einziger der Leute, denen Sie jeden Tag im Bus oder im Supermarkt begegnen, muss ein Haftpflichtversicherung haben. Aber träumen Sie ruhig weiter.
    Die Leute im Supermarkt und im Bus sind aber auch nicht so gefährlich wie ein Atomkraftwerk.

    Bei gefährlicheren Objekten ist aber eine Haftpflichtversicherung in ausreichender Höhe zwingend vorgeschrieben, z. B. bei Autos, Eisenbahnen, Seilbahnen, Jäger usw.
  3. #12

    ...

    Zitat von geotie Beitrag anzeigen
    Man sollte ihn aber die Kosten selbst übernehmen und auch Versichern lassen!
    Trennen Sie sich besser von dieser Vollversicherungsmentalität und machen Sie die Auge auf: fast nichts, was Ihnen in Ihrem Alltag passiert, ist versichert.
  4. #13

    ...

    Zitat von ddkddk Beitrag anzeigen
    Die Leute im Supermarkt und im Bus sind aber auch nicht so gefährlich wie ein Atomkraftwerk.
    Richtig, die Leute sind wesentlich gefährlicher. Einmal von einem Rad angefahren, querschnittsgelähmt für den Rest des Lebens.

    Zitat von ddkddk Beitrag anzeigen
    Bei gefährlicheren Objekten ist aber eine Haftpflichtversicherung in ausreichender Höhe zwingend vorgeschrieben, z. B. bei Autos, Eisenbahnen, Seilbahnen, Jäger usw.
    Nicht einmal das stimmt: Autos haben gerade eine Mindestdeckung von 7.5 Millionen Euro, die sind schnell überschritten. Die Jagdhaftpflicht deckt ganze 500.000 Euro, das reicht ganz sicher nicht für alle Fälle. Seilbahnen sind sogar je nach Bundesland versichert.

    Machen Sie sich keine Illusionen: eine Totalversicherung gibt es meines Wissens nirgendwo.
  5. #14

    Klagen und dafür Subventionen weg

    Von mir aus sollen die klagen soviel sie wollen.

    Dafür sollte dann die Regierung alle Subventionen ersatzlos zusammenstreichen.

    Ups, dann hätten ja einige Damen und Herren Anzugträger plötzlich weniger Aufsichtsratjobs und kleinere Weihnachtsgeschenke.

    Dann lieber doch kein Ausstieg.
  6. #15

    Die Regierung sollte den Energiekonzernen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klagen, Brandbriefe, Gastbeiträge: Mit allen Mitteln kämpfen Deutschlands vier große Energieversorger gegen die Atompolitik der Regierung. Nach RWE und Vattenfall*droht auch EnBW damit, vor Gericht zu ziehen. E.on-Chef Teyssen fordert in einem Gastbeitrag Schadenersatz für den Ausstieg.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...767347,00.html
    mal die Gegenrechnung aufmachen. Die Posten:
    offene und versteckte Subventionen
    aufgelaufene und zukünftige Lagerkosten des Atommülls
    Polizeieinsatzkosten bei den Atomtransporten
    Rückzahlung der überteuerten Stromkosten an die Kunden
    Kostenerstattung an die geschädigten Atomopfer
    etc, etc
    da wäre es aber schnell ruhig ind den Mafiakreisen!
  7. #16

    Alles kann man wirklich nicht versichern

    Zitat von Johanna.1.15 Beitrag anzeigen
    Richtig, die Leute sind wesentlich gefährlicher. Einmal von einem Rad angefahren, querschnittsgelähmt für den Rest des Lebens.



    Nicht einmal das stimmt: Autos haben gerade eine Mindestdeckung von 7.5 Millionen Euro, die sind schnell überschritten. Die Jagdhaftpflicht deckt ganze 500.000 Euro, das reicht ganz sicher nicht für alle Fälle. Seilbahnen sind sogar je nach Bundesland versichert.

    Machen Sie sich keine Illusionen: eine Totalversicherung gibt es meines Wissens nirgendwo.
    Es kann tatsächlich vorkommen, dass 7,5 Mio für ein Auto oder 1/2 Mio für einen Jäger nicht ausreichen. Das Vierfache ist vielleicht möglich. Wenn dieser Fall eintritt, stehen immerhin noch 25 % als Entschädigungszahlung zur Verfügung.

    Ein AKW ist mit 2,5 Milliarden versichert.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...ssen-1.1074008

    Halten Sie diese Summe im Vergleich zu einem Auto oder einem Jäger für angemessen?

    Wie groß ist der Schaden, wenn ein Landstrich mit einem Radius von mindestens 30 km im dichtbewohnten Deutschland unbewohnbar wird und alle innerhalb dieses Radius liegenden Immobilien wertlos werden?

    Wie groß wären die Behandlungs- und Schmerzensgelder für vielleicht 100.000 strahlenbelastete Menschen?

    Ich halte da eine Versicherungssumme von 1 Billion für angemessen, wenn dies auch im Ernstfall, wie beim Auto, leicht überschritten werden kann und das entstehende Elend natürlich überhaupt nicht durch Geld entschädigt werden kann.
  8. #17

    ...

    Zitat von Hank_Chinaski Beitrag anzeigen
    wie wärs, wenn die KKW-Betreiber die kosten für die "Endlagerung" in Zukunft selbst übernehmen?

    Vielleicht wäre es besser die klappe zu halten und sich zu überlegen womit man in 20 Jahren Geld verdienen will. Wenn RWE, ENBW und Co so weitermachen sind sie nämlich bald überflüssig
    Das wird doch grade verhindert, die Förderung von Solar und Wind an Land wird gekürzt und es wird auf Offshore gesetzt. Wer ist denn wohl in der Lage vor der Küste große Windparks zu bauen, kleine Firmen sicher nicht. Anstatt den Strom nach Möglichkeit dort herzustellen wo er gebraucht wird sollen die großen 4 am Leben erhalten werden.
  9. #18

    Klagen sind völlig unberechtigt

    Allein schon weil die vier Atomkonzerne jahrelang massiv staatlich gefördert wurden, ist die jetzige "Rebellion" gegen den Atomausstieg vollkommen absurd.
    Atomenergie gibt es überhaupt nur weil sie mit Milliarden marktreif subventioniert wurde. Seit den 70er erhielt die Atomenergie insgesamt 196Mrd.€ an staatlichen Unterstützungen. Aber auch Braunkohle (67 Mrd.) und Steinkohle 288 Mrd.) wurden stark gefördert. Zum Vergleich: Erneuerbare Energien wurden bis 2010 nur 39 Mrd.€ gefördert.
    Nachzulesen ist das in einer aktuellen Studie von Germanwatch, in der aktuelle Forschungsergebnisse ausgewertet werden:
    http://www.germanwatch.org/klima/energiekosten

    Die vier marktbeherrschenden Atomkonzerne sollten mit "Entschädigungszahlungen" nicht noch weiter bevorteilt werden.
  10. #19

    Sie haben ja moralisch vollkommen Recht

    Zitat von hundertpro Beitrag anzeigen
    Allein schon weil die vier Atomkonzerne jahrelang massiv staatlich gefördert wurden, ist die jetzige "Rebellion" gegen den Atomausstieg vollkommen absurd.
    Atomenergie gibt es überhaupt nur weil sie mit Milliarden marktreif subventioniert wurde. Seit den 70er erhielt die Atomenergie insgesamt 196Mrd.€ an staatlichen Unterstützungen. Aber auch Braunkohle (67 Mrd.) und Steinkohle 288 Mrd.) wurden stark gefördert. Zum Vergleich: Erneuerbare Energien wurden bis 2010 nur 39 Mrd.€ gefördert.
    Nachzulesen ist das in einer aktuellen Studie von Germanwatch, in der aktuelle Forschungsergebnisse ausgewertet werden:
    http://www.germanwatch.org/klima/energiekosten

    Die vier marktbeherrschenden Atomkonzerne sollten mit "Entschädigungszahlungen" nicht noch weiter bevorteilt werden.
    Juristisch gesehen ist das aber unerheblich.

    Es muss deshalb an einer sauberen gerichtsfesten Lösung gefeilt werden, damit den durch die Politik verwöhnten und deshalb überheblichen Konzernen nicht noch mehr Geld in den Rachen geworfen werden muss.








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