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Teure Kreditversicherungen: Märkte nehmen Europas Banken in die Zange

Die Gefahr einer neuen Bankenkrise wächst: Kreditausfallversicherungen für europäische Institute sind mittlerweile teurer als nach dem Crash des US-Geldhauses Lehman Brothers.*Finanzminister Schäuble verspricht Maßnahmen in der gesamten Euro-Zone, um*neues Unheil*abzuwenden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...789944,00.html
  1. #230

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    Zitat von Semonides Beitrag anzeigen
    Welches Land soll das sein? Griechenland? Glauben Sie wirklich, Griechenland könne mit 3% der Wirtschaftsleistung der Eurozone die ganze Eurozone in die Krise stürzen? Das griechische Bruttoinlandsprodukt lag 2010 bei 230 Mrd. €., die Bilanzsummer der allein der .....
    Nun ja, deshalb sagen wohl einige FDPler dass man die Schuldnerpleite riskieren kann und dann eher die Auswirkungen in D bekämpfen sollte.

    Denn man ändert nur etwas wenn man die Verschuldungspolitik in den PIIGS ändert und nicht indem man Milliarden in die Hand nimmt um Griechenlands Bürokraten zu retten.

    Das mit der Finanz- und Realwirtschaft löst sich ganz schnell auf wenn alle ihre Positionen glatt stellen. ;-)
  2. #231

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    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Der Forist pom_muc sagt m.E. etwas Falsches, der Forist clonck hat m.E. Recht!

    Die gegenwärtige Schuldenkrise, die eine Zins-Krise ist, denn Solvenz ist das eigentliche Problem, führt in Europa nicht nur zu einer weiteren Umverteilung von unten nach oben, sondern führt auch zu einem Konflikt zwischen Peripherie und Zentrum.

    In Deutschland gibt es 400.000 Millionäre und davon 800 Superreiche mit mehr als 100 Mrd. € Privatvermögen. In Deutschland gibt es 10 mal mehr Privatvermögen der Superreichen (5,2 Billionen €) als das Einkommen des Volkes pro Jahr (500 Mrd. €) mit steigender Tendenz. Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer, weil der Zinsdienst der Schulden die Kaufkraft schwächt. Mit stetig sinkender Kaufkraft des gemeinen Volkes leidet die Realwirtschaft immer mehr.

    Ein Niedergang droht, wenn erst die deflationäre Abwärtsspirale in Gang gekommen ist. In der Deflation wird es zu Massenarbeitslosigkeit und Armut kommen sowie drohen Kriege und innere Unruhe. Die Sachwerte können dann von den liquiden Reichen billig aufgekauft werden, weil es einen Preisverfall geben wird. Weh dem, der dann zu viele Schulden hat und sie nicht bedienen kann. Der wird pleite gehen.

    MfG wibo2
    Im zweiten Absatz kommen Sie schwer durcheinander. ;-)

    Tatsächlich hat D nur ca. 100 Milliardäre und der reichste Milliardär hat ungefähr 17 Milliarden Vermögen.

    "Der Wert der 100 größten deutschen Vermögen stieg in der Summe leicht um 0,6 Prozent auf 287,35 Mrd. Euro."
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Zahl-d...le1698676.html

    Dieser Vermögenszuwachs deutet auch nicht unbedingt auf exponentielles Vermögenswachstum durch Zinsen hin, oder?

    Die Unstimmigkeit wäre Ihnen eventuell auch aufgefallen wenn Sie 800x100 Milliarden genommen hätten und diese 80 Billionen angebliches Vermögen in das Verhältnis zu den 2 Billionen Staatsschulden gesetzt hätten.
    Plausibilitätscheck nannte man das früher in der Schule als man errechnete Ergebnisse noch mal im Kopf überschlug.
    Sie meinten wahrscheinlich 100 Millionen. Was ist schon dabei sich um den Faktor 1000 zu verrechnen...

    Und bei den Millionären sollte man hinzufügen dass diese aus in Dollar gemessenen Schätzungen bestehen.

    Also 400.000 Dollar-Millionäre. Wer in München sein Haus verkauft um ins Altersheim zu ziehen taucht dann in dieser Schätzung auf.

    Genauso wie jedes Ehepaar das zusammen 60.000 € Jahreseinkommen hat und 25 Jahre die Hälfte davon spart statt das Geld durchzubringen. Die sind dann auch Dollar-Millionäre da solche Listen grundsätzlich nicht zwischen Ehepaar und Einzelperson unterscheiden.
  3. #232

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    Zitat von TheBear Beitrag anzeigen
    Das haben Sie auf eine mir nicht ganz zugängliche Weise in meinen Beitrag hineininterpretiert.

    Nur um das wesentliche herauszustellen:

    Der Sparer soll nicht der Depp sein sondern ist in vielen Fällen der Depp, wenn die Bank ihn über die Risiken seiner Anlag nicht gewissenhaft aufgeklärt hat.

    Wenn allerdings ein "Sparer" bewusst ein hohes Risiko eingeht, dann ist er zwar kein Sparer mehr, sondern ein Zocker. Aber das geht völlig in Ordnung solange er sein eigenes Geld verspielt.
    Ist der Sparer der sein Geld wie von der Politik gefordert in einer Lebensversicherung zur Alterssicherung der Allianz anvertraut ein Zocker?

    Zockte die Allianz als Sie das Geld 2005 in italienische, französische und griechische Staatsanleihen anlegte?

    Oder zockten die deutschen Beamten und SPD-Politiker wie Ex-Finanzminister Eichel als sie Griechenland umfassende Reformerfolge bestätigten und ihm deshalb den Zugang in die Euro-Zone ermöglichten?

    Wer hat jetzt gezockt?
  4. #233

    Machterhalt mit hilfe von Panikmache

    Zitat von katerramus Beitrag anzeigen
    Ja tatsächlich ein guter Artikel und daas nicht nur in Bezug auf diese Panikmache:

    >>>Angst war zwar schon immer ein schlechter Ratgeber, aber mit Angst ist auch schon immer Politik gemacht worden. Wer skrupellos genug ist, die Ängste seiner Mitmenschen auszunutzen, und es außerdem auch noch schafft, die Massenmedien auf seine Seite zu bekommen, der kann gerade in Situationen, in denen den Menschen die Angst in die Glieder fährt, seine Sonderinteressen auf Kosten der Allgemeinheit durchsetzen.<<<

    Und ist der pervertierte Wille zum Machterhalt nicht auch ein Sonderinteresse auf Kosten der Allgemeinheit oder wie sonst kann man Merkels plötzlichen Entschluß zum vorzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie aufgrund der mangelhaften Auslegung eines japanischen KKWs gegen Tsunami- Überschwemmungen wie sie am dortigen Standort in geschichtlicher Zeit schon mehrmals aufgetreten waren, begründen und zudem auch noch daran daran glauben , dass er tatsächlich im Konsens mit dem trotz aller Verdummungs- und Verängstigungskampagnen noch immer zum logischen Denken noch fähigen Teil der deutschen Bevölkerung erfolgte?
  5. #234

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    Zitat von tbms Beitrag anzeigen
    Also jedem Staat eine Schlankheitskur (Beamten in den Ruhestand schicken, bestimmte Bezüge kürzen etc.) verordnen. Das wird aber wohl kaum reichen, um die laufenden Kosten für das Gemeinwesen UND die (eigenen) Schulden abzubezahlen.
    Was würden Sie also sonst noch vorschlagen?
    Ich denke die halbe Miete ist ein absolutes Verschuldungsverbot für unsere Politiker.
    Keinerlei Ausnahmen egal unter welchem Vorwand! Jede Ausgabe des Staates muss durch Steuereinnahmen erfolgen.

    Und dann führen wir etwas Transparenz in unseren Beamtenstaat ein.
    Ich denke die meisten werden den Polizisten für 30.0000 € Brutto-Jahresgehalt weiter behalten wollen.
    Warum man 10.000 Angestellte bei der deutschen Bundesbank noch 10 Jahre nach Abschaffung der DM benötigt wird viel interessanter zu diskutieren sein.

    Und auch im "Gemeinwesen" könnte man sehr effektiv sparen wenn dies tatsächlich gewollt wäre.
    Man muss keine 100.000 € jährlich für die Kosten eines jugendlichen Intensivtäters aufwenden wenn man frühzeitig über elektronische Fußfesseln Fehlentwicklungen abstellen könnte. Aber natürlich hat die steuerfinanzierte "Sozialisierungsindustrie" keinen Anreiz für den verstärkten Einsatz technischer Mittel.
  6. #235

    .

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    "Die Qualität des Portfolios ist erschreckend schlecht"

    Die Rettung der Münchner Bank Hypo Real Estate (HRE) wird für die Steuerzahler viel teurer werden, als bisher bekannt.
    Der HRE wurden zunächst 40 Milliarden Euro Kapital gegeben.

    Die Problembank hat im Oktober 2010 mit einem juristischen Kunstgriff ihre Risiken von rund 173 Milliarden Euro von einer möglichen Konkursmasse getrennt. Auf Staatsanleihen der EU-Schuldenstaaten wie Griechenland und Portugal hat sie bisher keine Abschreibungen vorgenommen. Diese "stillen Lasten" im Portfolio betragen über 24 Milliarden Euro. Wie der Stern berichtete droht der staatlichen FMS Wertmanagement, der “Bad Bank” der HRE, ein Ausfallrisiko von etwa 50 Milliarden Euro auf Privatkredite weltweit.

    siehe
    http://bank.ag/2011/08/rettung-der-h...iarden-kosten/
    Nun ja, wir haben die Aussage eines Professors der für den Stern schreibt und von 50 Milliarden ausgeht und die Schätzungen der Wirtschaftsprüfer über 4 Milliarden.

    Nachdem aber unsere rot-grünen Politiker ganz lautstark fordern dass wir den griechischen Beamten mal eben 50% Schulden erlassen sollten werden aus den 4 Milliarden ganz schnell 10 Milliarden.

    Ist ja nur Steuerzahlergeld das die Sozen hier den Griechen erlassen wollen und nicht das eigene.
  7. #236

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    Zitat von Satiro Beitrag anzeigen
    Bitte können Sie auch begründen, warum diese Kreditausfallversicherungsverträge gehandelt werden müssen? Sogar Leerverkäufe sind angeblich möglich !
    Wie unten beschrieben aus den gleichen Gründen warum auch Anleihen gehandelt werden. Sie finden schlichtweg wenig Geschäftspartner die solch große Summen als Clusterrisiko allein im Portfolio haben wollen.

    Und Leerverkäufe sind meines Erachtens auch ok solange sie teilweise gedeckt sind.
  8. #237

    Sämtliche (!) Börsengeschäfte sind okay

    Zitat von pom_muc Beitrag anzeigen
    Wie unten beschrieben aus den gleichen Gründen warum auch Anleihen gehandelt werden. Sie finden schlichtweg wenig Geschäftspartner die solch große Summen als Clusterrisiko allein im Portfolio haben wollen.

    Und Leerverkäufe sind meines Erachtens auch ok solange sie teilweise gedeckt sind.
    Sogar die bösen, bösen, ungedeckten Leerverkäufe, ungedeckte Kreditausfallversicherungen, ... sind okay!
    Die Frage ist nur, wer an der Börse handeln dürfen sollte, genauer - mit welchem Geld man das tun darf.
    Mit meinem Geld will ich machen können, was ich will: auf Spielergebnisse der 4. italienischen Liga wetten, mir im Herbst 2018 einen Supertanker mit Erdöl sichern, darauf setzen, dass Timbuktu am 24. Februar pleite geht, ...

    Die Marktstörungen davon aus, dass Banken in ihrer heutigen Aufstellung "sicher" geglaubte Spargelder für so etwas verwenden dürfen. Und dass, wenn die diversen Spekulationen nicht aufgehen, die Verluste irgendwann auf den gutgläubigen Sparer zurückschlagen, was die Regierungen vermeiden wollen.

    Zum Kapitalismus gehört das "Recht auf Pleite"! Geld kann sich nunmal auch selbst vernichten. Es gilt nur, einen Weg zu finden, der den Geldgeber in den Stand versetzt die Risiken selbst abzuschätzen, klarer zu definieren, wofür er sein Geld gibt und wofür nicht. Und dann ist es auch kein Problem hieraus die Verluste zu verteilen - sogar aus Staatspleiten!

    "Eigentum verpflichtet." Auch bei Eigentum an Geld, also auch den Anleger, bis hin zum Kleinsparer, selbst die Haftung für "sein Geld" zu übernehmen, selbst die Chancen und Risiken einzuschätzen. Die Verpflichtung umfasst auch die Information darüber, was denn mit dem Geld passiert.

    Immer daran denken: wir reden über Geld, das der Anlager ja aktuell nicht braucht, überschießende Liquidität. Mit jedem Aufheben, nicht Ausgeben, spekuliert er darauf, später etwas Sinnvolleres damit anstellen zu können. Ich vermag nicht einzusehen, warum der Staat ihm den Erfolg dieser Spekualtion garantieren soll.
  9. #238

    Sparer

    Zitat von pom_muc Beitrag anzeigen
    Ist der Sparer der sein Geld wie von der Politik gefordert in einer Lebensversicherung zur Alterssicherung der Allianz anvertraut ein Zocker?
    Nein, denn er wurde ja nicht korrekt informiert, Der Zocker ist - jedenfalls in manchen Fällen - der Lebesversicherer, und er muss dann zur Verantwortung gezogen werden.
    Oder zockten die deutschen Beamten und SPD-Politiker wie Ex-Finanzminister Eichel als sie Griechenland umfassende Reformerfolge bestätigten und ihm deshalb den Zugang in die Euro-Zone ermöglichten?
    Das hat nichts mit Zocken zu tun, sondern mit Betrug und betrogen werden. Zuerst hat Griechenland betrogen um in die Euro-Zone zu kommen, dann haben deutsche (und andere europäische) Politiker (den Steuerzahler) betrogen, als sie nach Bekanntwerden des Betrugs (2004) Griechenland nicht sofort aus der Euro-Zone hinausgeworfen haben.

    Sie vermengen zwei Verhaltensweise (Ihre Motive sind mir nicht ganz klar):
    a) Sparer, die sich auf Grund falscher Information zu einer Investition verführen lassen, die in Wirklichkeit ein hohes Risiko darstellt.
    b) Leute, die bewusst ein hohes Risiko eingehen, in der Hoffnung hohe Gewinne einstreichen zu können.

    Wie ich sagte b) Ist ok, wenn jemand nur sein eigenes Geld riskiert. Bei a) ist letztendlich Betrug im Spiel, auch wenn der Sparer eine Mitschuld, im Sinne von Naivität, trägt, wenn er sich nicht vorher über die die Renditemöglichkeiten informiert hat, und aus Gier offenbare Risiken einfach nicht sehen wollte.
  10. #239

    Willkürliche Zahlen

    Zitat von pom_muc Beitrag anzeigen
    "Der Wert der 100 größten deutschen Vermögen stieg in der Summe leicht um 0,6 Prozent auf 287,35 Mrd. Euro."
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Zahl-d...le1698676.html

    Dieser Vermögenszuwachs deutet auch nicht unbedingt auf exponentielles Vermögenswachstum durch Zinsen hin, oder?
    Warum wählen Sie (bzw. ntv) die 100 größten Vermögen? Warum nicht 150 oder 1.000? Oder 10.000? Oder ein Zehntel der Bevölkerung?

    Recht einfach: zu den 100 größten Vermögen gehören die ALDI-Albrechts, BMW-Quandt oder die Porsches. Bei Unternehmensvermögen ist der Vermögenswert naturgemäß volatil und konjunkturabhängig. Da kann man über punktuell geringe Wachstumsraten prächtig raunen, in Wachstumsphasen hält man sich dann halt bedeckt (Die Porsches mußten etwa unter dieser Vermögensentwicklung leiden, die Quadts gar unter jener Vermögensentwicklung. Betrachten Sie bitte 10 Jahre). Aber seien Sie gewiß: bei Vermögen oberhalb von 1 Mrd. lassen sich die Schwankungen durchaus ertragen.

    Interessanter als die Top 100 ist doch die Frage der Verteilung. Da stellen wir fest: einem Zehntel der Bevölkerung gehören rund 60 % des gesamten Vermögens (aktuellere Zahlen in der Datenbank des statistischen Bundesamts). Mit steigender Tendenz.
    Der von Ihnen kritisierte Forist wibo2 hat völlig recht: die Schere zwischen arm und Reich wird größer, die mit der Verschuldung steigende Zinslast belastet die ayrbeitende, nicht die vermögende Bevölkerung.
    Daran kann auch eine willkürliches ntv-Zitat nichts ändern.








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