Matthias KrempDas US-Justizministerium geht rabiat gegen Apple und mehrere große Verlage vor. Die Kartellwächter vermuten illegale Preisabsprachen bei elektronischen Büchern, die vor allem dem Elektronikgiganten nützen. Hat die Klage Erfolg, dürfte sich vor allem der Apple-Konkurrent Amazon freuen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...826993,00.html
Ich verstehe den Vorwurf nicht, nicht nach dem Artikel.
Verlage verkaufen hierzulande Bücher zu einem HAP (Händlerabgabepreis) von 60% vom Ladenpreis. Der Buchhändler schlägt also 40% auf. (Zumindest in der Theorie).
Apple verlangt 30% - "Vermittlungsgebühr" aber die Preise der Bücher machen die die Verlage. Wie Amazon da Kampfpreise machen kann wird von Ihnen nicht erklärt, jedenfalls sind doch die E-Bücher im Verhältnis zum technischen und Distributions-Aufwand immer unverschämt teuer. Auch Amazon muss die Rechte kaufen, meistens von Verlagen, aber immer öfter auch von Autoren.
Wahrscheinlich wollen sich die Verlage ihr Ladengeschäft nicht kaputt machen. Wer kauft schon ein digitales Buch zum Preis einer Druckausgabe. Das lohnt sich mE allenfalls für Sachbücher, Nachschlagewerke etc.
Das eigentliche Problem sehe ich eher bei den armen AutorInnen, die Verlage versuchen doch regelmässig die E-Book Rechte mit in die Buchverträge zu verwursten und die Autoren dann mit dem gleichen billigen Prozentsatz abzuspeisen. Dabei liegt das Buch vor dem Druck bereits digital vor, es ist nur ein minimaler Aufwand daraus ein EBook zu machen, keine Papierkosten, kaum Werbeaufwand, keine Vertreterkosten, geringster Kapitalaufwand usw.
Dass also Verlage überteuerte E-Books verkaufen ist ein Skandal, schlecht für die AutorInnen, schlechte für die Leser, aber was Apple damit zu tun haben soll wird mir nach wie vor nicht klarer.
Apple ist - das muss man ganz klar sagen - das neue Microsoft. Nur schlimmer. Die Hassreden von Steve Jobs, die Hetze gegen Konkurrenten, Patentkriege, menschenverachtende Arbeitsbedingungen in den Apple-Fabriken und natürlich Behinderung des Marktes. Dazu kommen die vielen Sicherheitsprobleme bei Apple-Software und die ungezählten Defekte der "Premium"-Geräte.
Wer als Kunde immer noch bei Apple einkauft, macht sich in vielerlei Hinsicht mitschuldig. Das US-Justizministerium sollte hart durchgreifen und den Konzern zerschlagen. Wenn es sein muss, in tausend Einzelteile.
Es wird nicht mehr lange dauern, bis sich die ersten "Jünger des heiligen Steve" vor US-Botschaften & Konsulaten aus Protest in die Luft sprengen oder selbst anzünden. Wahrscheinlich gibt`s nächste Woche schon die dafür passende App im Applestore, mit direktem Link zu Facebook, Twitter, Flickr etc.
mit den Benzin Preisen, nur anders herum. Wenn jemand den Preis bei einem anderen Anbieter senkt, verlangt Apple das fuer sich auch. Da Apple quasi ein Nachfragemonopol besitzt, unterliegt dieses Vorgehen dem entsprechenden Monopol Gesetz. Sie verlangen ja wohl auch, das die Benzin Preise am Markt bestimmt werden, und nicht durch die Monopole. Das Gleiche gilt auch fuer Apple and CO im E-Book Markt halt auch.