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Terror auf Sinai-Halbinsel: Ägyptens Armee tötet militante Islamisten
APDer Konflikt zwischen Terroristen und der ägyptischen Armee auf der Halbinsel Sinai wird schärfer und blutiger. Schon wieder haben Islamisten Kontrollposten an der Grenze attackiert. Die Armee schlägt mit Raketen und Hubschraubern zurück, 20 Menschen sollen getötet worden sein.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...848804,00.html
- #1 08.08.2012 07:08 von
Nahost Chaos
Langsam blicke ich da nicht mehr durch: wer, für was kämpft. Wenn man sich für Terror als Mittel zum Zweck entscheidet, sollte man es wenigstens so einsetzen, um seine Ziele zu erreichen. Seit wie viele Jahre wird dort gekämpft, keiner hat irgendwas erreicht (außer Israel - die haben überlebt). Und solche Aktionen ändern aber wirklich nichts. So eine Verschwendung....
- #2 08.08.2012 08:06 von
Das liegt daran, dass im Nahen Osten immernoch die Stämme und Religionsströmungen Priorität (und Authorität) vorm Staat haben und dass ein Großteil der Länder künstlich erschaffen wurden, im Zuge der Kolonialpolitik. Das ist so, als ob man Deutschlands und Frankreichs "natürliche" Grenzen aufheben und willkürlich neu unterteilen würde. Leider können die Menschen heute noch nocht über so etwas nicht hinwegblicken. Zu sehr denken wir noch "wir" und "die". Aber die Globalisierung hat ja erst begonnen ;-)
- #3 08.08.2012 08:08 von
Frage nach dem Warum
Überall auf der Welt werden Moslem zu Gewaltaktionen gebracht/missbraucht. Für mich steckt da schon fast Methode dahinter. Wieso geht keiner so wenig wahrnehmbar gegen die geistigen Brandstifter vor? Offensichtlich haben Imame im Islam einen extrem viel stärkeren Einfluß auf ihre "Schäfchen" als es anderen Religionen vermögen (Ich wette der Papst schielt da leicht neidisch!). Die Führer dieser Religion sind für mich die wahren Brandstifter und sollten zur Rechenschaft gezogen werden für jedes Attentat was einer ihrer angeblich verirrten Anhänger so vollbringt.
- #4 08.08.2012 08:19 von
Klan-Gesellschaft und Kalifat
Was ist denn kompliziert ?
Es handelt sich um Klan-Konflikte in der arabischen Gesellschaft und imperiale Anstrengungen im Mantel der Religion - z.B. ein Kalifat möglichst bis Andalusien und auf den Balearen ("Sharia auf Mallorca" sozusagen). Denn auch dieser Boden wurde vor knapp 1000 Jahren von Ungläubigen besetzt - genauso wie Israel auf einem Boden, der muslimisch deklariert wurde, von einem "echtem Moslem" niemals akzeptiert werden kann. - #5 08.08.2012 08:19 von
Sicher sind die Imame mitverantwortlich, Ihnen allerdings die alleinige Schuld zu geben ist wohl Humbug - irgendwo braucht es auch einen fruchtbaren Boden auf dem eine Religion oder Ideologie (Islam wohl beides?) so derart pervertieren und gedeihen kann - ich persönlich glaube ja immer noch, dass die meisten Probleme dieser Welt wohl auf zu viele Mägen und zu viele leere Bäuche zurückzuführen sind. Besser wird´s kaum werden. Klingt fatalistisch? Ist auch so gemeint.
- #6 08.08.2012 08:21 von
- #7 08.08.2012 08:42 von
Ausreden
Todeskulte habe nichts mit leeren Mägen zu tun. Selbstmord-Attentäter haben meist eine gute Chance in einer zivilen Gesellschaft mit einem zivilen Beruf - die Gruppe um Mohamed Atta in Hamburg hätte mehr Gehalt als der bundesdeutsche Durchschnitt verdient. Solche Phänomene haben eher etwas mit Massenpsychose / Massenpsychologie zu tun.
Der volle Magen ist kein Ziel - so einfach ist das nicht mit der menschlichen Psyche... - #8 08.08.2012 09:07 von
Spiel nicht mit den Salafisten
Wenn die USA, wie im Artikel berichtet, eine engere Zusammenarbeit mit Ägypten bei der Terrorabwehr ankündigen, so bekämpfen sie die Terror-Brut, die sie selbst gezüchtet hat.
Gestern wurde in Tripolis (Libyen) ein Fahrzeug der US-Botschaft angegriffen, sodass die USA ihre Reisewarnung für Libyen bestärken musste. Vermutet werden salafistische Radikale, die von Katar und der NATO vor nicht allzu langer Zeit hochgerüstet wurden.
Und in Syrien erhalten Salafisten via Türkei und Libanon jede Menge Waffen.
Wann werden sie diese gegen ihre Hintermänner einsetzen ? - #9 08.08.2012 09:20 von
Da stimme ich voll zu. Es gibt natürlich verschiedene Motive, die zu solchen Taten führen. Ein Motiv ist wohl die jahrelange Unterdrückung islamistischer Strömungen in den arabischen Ländern, mit Unterstützung des Westens. Deshalb richtet sich der Hass und die Gewalt sowohl gegen diese Regime als auch gegen den Westen. Wenn die Unterdrückung entfällt und die Islamisten Chancen bekommen, an der Macht teilzuhaben, wie jetzt in Ägypten, dann entfallen zumindest diese Motive. Dann verlieren die Islamisten auch schnell ihren Mythos für Jugendliche ohne Perspektiven.
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