Forum


 

Tempel-Übernachtung in Südkorea: Urlaub mit Gong

CorbisHier kann man für umgerechnet 2,40 Euro pro Nacht unterkommen - dafür wird man morgens um drei Uhr von einem dumpfen, langen Gongschlag geweckt. Wer Urlaub macht in den buddhistischen Klöstern Südkoreas, muss sich auf den Rhythmus der Mönche einlassen. Viele kommen gerade deshalb.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...853652,00.html
  1. #1

    Interessant wären ein paar weitere Informationen, wie der Tagesablauf der Mönche und insbesondere Gäste aussieht.
  2. #2

    Tagesablauf

    Der Nachmittag ist frei, um 17:30h gibt es Abendessen, um 18:40h Trommeln und Abendgebet, danach die Gelegenheit zum Gespräch mit Mönchen. 20h: Waschen und Schlafen. 3h früh: Aufstehen, 3:30h: Frühgebet, 108 Verbeugungen und eine Stunde Meditation. Um sechs Uhr schließlich gibt es Frühstück, um sieben einen Spaziergang durch den Wald. Wer nun nicht am Tag abreist, sondern mehrere Tage bleibt, spricht mit den Mönchen individuelle ab, was er im Laufe des Tages machen möchte: Meditieren, lesen, vielleicht allein sein, bei landwirtschaftlicher Arbeit oder in der Küche halfen.
  3. #3

    Tongdosa

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hier kann man für umgerechnet 2,40 Euro pro Nacht unterkommen - dafür wird man morgens um drei Uhr von einem dumpfen, langen Gongschlag geweckt. Wer Urlaub macht in den buddhistischen Klöstern Südkoreas, muss sich auf den Rhythmus der Mönche einlassen. Viele kommen gerade deshalb.

    Urlaub im Kloster: Ruhe finden in Südkoreas Hwaeomsa-Tempel - SPIEGEL ONLINE
    Ich kenne die Tongdosa-Tempelanlage bei Busan. Ich empfand die Atmosphäre etwas gewöhnungsbedürftig. Neben den hervorragenden Tempeln mit ihren wunderschönen Details stehen Coca-Cola-Automaten für die Touristen. Die Mönche trugen zu ihren schlichten Gewändern Addidas-Turnschuhe und fuhren ausserhalb mit modernen Mopeds rum. Das hat die Klosterromantik etwas zerstört. Aber es sei ihnen gegönnt.
  4. #4

    ............Fast eine Stunde lang stehen und knien die Männer vor den riesigen, golden schimmernden Götzen.........
    Sehr katholischer Bericht:-)
  5. #5

    Alternative

    Wer diese direkte Einbindung in den Tempelalltag übertrieben findet, dem kann ich Kōya-san in Japan (südlich von Osaka) empfehlen. Es handelt sich um eine sehr abgelegen Kleinstadt in den Bergen, die um den Wirkungsort und das Grabmal eines buddhistischen Lehrers aus dem 8-9. Jahrhundert entstanden ist, mit zahlreichen Tempeln. Viele davon bieten Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste (ursprünglich für Pilger), die weitgehend einem normalen Hotelbetrieb entsprechen. Man erhält dem buddhistischen Glauben entsprechend vegetarische (und sehr schmackhafte!) Mahlzeiten und wer will kann an den Meditationen der Mönche teilnehmen. Ansonsten kann man in Ruhe die zahlreichen Sehenswürdigkeiten besichtigen oder in den umgebenden Bergen wandern.


TOP



TOP