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Telekom-Personalvorstand Sattelberger: "Karrieren werden beim Pinkeln gemacht"

Thomas Sattelberger verordnete der Deutschen Telekom 30 Prozent Frauen in Führungspositionen - und feuerte kurz darauf seine erste Quotenfrau. Im KarriereSPIEGEL-Interview spricht er über Männerzirkel, Rituale im Top-Management und Gründe für seine Kündigung bei Daimler.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...766536,00.html
  1. #20

    .

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    Jupp- genau das ist es. Egal ob Führungsposition oder Fussvolk. Statt über eine Frauenquote zu diskutieren sollten die Firmen Betriebskindergärten schaffen in denen Mütter/Eltern ihre Kinder auch nach 17.oo abholen könnten. Dann gäbe es auch keine Nachwuchsprobleme mehr in diesen Firmen.
    Scheint aber noch nicht ganz verstanden worden zu sein.
    Das ist doch auch nur vorgeschoben. Die Geburtenrate ist ein Desaster, Frauen in Führungspositionen sind nicht in dem Alter, sich um Kinder kümmern zu müssen, weil sie entweder zu alt sind oder genug verdienen, um eine Zugehfrau zu finanzieren. Da müsste man sich eher Sorgen machen, ob die Zugehfrau ihre Kinder betreut bekommt oder die Frage stellen, warum eine Kindergärtnerin zum Beruf macht, was sie auch privat als Beschäftigung haben könnte.

    Und was sich weitaus häufiger zeigt, ist, dass ein Großteil (um die 70%) der Mütter gar nicht mehr beruftstätig sein will - jedenfalls nicht in Vollzeit und dauerhaft. Damit scheint für eine Karriere im Management weder zeitlich noch vom gewünschten Lebensmodell her soviel Bedarf zu bestehen, dass man dafür die gesamte Wirtschaft zwangsverquoten müsste.
  2. #21

    Karrieren werden beim Pinkeln gemacht? Das erklärt vieles,

    daß die Telekom bei Kunden und IT-Fachleuten eine so schlechte Presse hat. Im Kundenbereich gab es vor vielen Jahren schon beinahe kriminelle Vorkommnisse und in der IT-Welt herrscht immer noch eine Abwehrhaltung Mangenta gegenüber. Es passierten Fehler, die ich für unmöglich gehalten hätte, aber dieser Riese schafft das schier Unmögliche.
    Also ist für mich obige Personalauslese gut erklärlich...
  3. #22

    Altersmilde?

    Macht der Mann einen auf "altersmilde"?

    Wie auch immer - von der Telekom würde ich eigentlich Schlagzeilen über wirkliche technische Innovationen erwarten. Da man die nicht hat, kommt man mit solchen Artikeln im Sommerloch. Na ja, vor einigen Jahren hatte man ja auch den Eindruck, dass die Fahrräder herstellen. ;-)
  4. #23

    Positionsmacht (Entscheidungsmacht) kann auch krank machen. Warum?

    Vor 40 Jahren wurde ich der jüngste Dozent an der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft. In den folgenden zehn Jahren habe ich Karriere gemacht und bin dann mit 36 Jahren ausgestiegen. Warum? Insbesondere zwei Unentrinnbarkeiten in Spitzenpositionen wollte ich mich nicht ausliefern (denn ich habe die Ergebnisse erlebt und beraten): a) die Art der Erfolgserlebnisse ist so abstrakt, dass sie den menschlichen Ansprüchen nicht mehr genügen kann. Glücklich sein, wenn andere erfolgreich sind ist noch das einfachste. Aber schon daran scheitern viele. Der Senior lässt den Junior nicht z.B. Diese Abstraktheit führt dazu, dass "Ersatzerfolgserlebnisse" gepflegt und produziert werden (Rang und Revier sind die wesentlichsten). Der daraus resultierenden Entfremdung kann man nur sehr schwer mittelfristig entgegenarbeiten.
    b) Die Positionsmacht (die Macht die man hat unabhängig von der inhaltlichen Kompetenz) führt dazu, dass man nach mehreren Jahren zwangsläufig unkreativ wird. Alles wird zur Platte. Zur Widerholung.
  5. #24

    Vergangenheit

    Zitat von schi_jo Beitrag anzeigen

    Das nun der Personalvorstand mit einer katastrophalen Personalpolitik (ich sage nur: Standortschliessungen) werbewirksam auf Mißstände hinweist...mir fehlen die Worte.
    Und wenn Sie das hier lesen, bleibt Ihnen erst recht die Spucke weg:

    http://www.t-blog.de/blog/die-vergan...-personalchefs
  6. #25

    Die absolute Unkultur seit Jahren

    Zitat von schi_jo Beitrag anzeigen
    Ich habe 15 Jahre bei der Telekom gearbeitet und bin (Gott sei Dank) nicht mehr im Unternehmen.

    Das nun der Personalvorstand mit einer katastrophalen Personalpolitik (ich sage nur: Standortschliessungen) werbewirksam auf Mißstände hinweist...mir fehlen die Worte.
    Ein Unternehmen in dem man gerne länger arbeitet findet man wahrscheinlich nur noch in wenigen Betrieben. Leider schrumpfen die ehemalig staatseigenen Telekommunikationsunternehmen seit 10 Jahren vor sich hin (Telefonica, France Telekom usw.), Löhne steigen kaum und die Arbeitsbedingungen werden immer schlechter. Dazu kommt seit ein paar Jahren eine absolute Unkultur in der Personalpolitik die einen nur krank machen kann. Ob Frauen das besser aushalten möchte ich mal bezweifeln. Die Konzentration auf wenige Standorte ist nach dem Verkauf der Immobilien an Strabag im Sinne der Aktionäre leider nur folgerichtig. Wo steht auch geschrieben das eine AG im Sinne der Beschäftigten handelt. Sie handelt vor allem im Interesse ihrer Aktionäre. Als Doku kann ich dazu empfehlen: "The Corporation"
  7. #26

    Frauenquote ... Frauenanteil

    /zitat
    "KarriereSPIEGEL: An den Unis gibt es doch zahlreiche Studentinnen, mehr als Männer sogar. Die Kandidatinnen wären also vorhanden."

    /zitat ende

    Wenn ich mal an die Frauen(Mädchen)-quote in meinem Mathematik Leistungskurs denke (13%) und dann an die Frauenquote an der Universität Erstsemester Informatik (ca. 10%), ja dann frage ich mich, wie wir zu einer allseits gerechten Frauenquote kommen wollen.

    Mag ja sein, dass es mittlerweile eine höheren weiblichen Absolventenanteil an den deutschen Unis und Hochschulen gibt, aber die Frage ist und bleibt: In welchen Fächern machen die Frauen ihren Abschluss? In Informatik, Mathematik, Physik? Ingenieurwissenschaftlich? Woher sollen also die 30% Frauen in diesen Fachbereich kommen?
    Wenn da was geändert werden soll dann muss das wesentlich früher beginnen. Bei der Berufung zum Vorstandsmitglied ist der Zug schon lange abgefahren, zumindest in einigen Branchen.

    Als Gegenbeispiel mag die Pharmazie gelten, da ist die Zahl der Absolventen über 60% weiblich. Leider hab ich keine Zahlen, wie viele schlussendlich in die Forschung gehen und wie viele in der Apotheke "hängen bleiben". Aber basierend auf den Absolventenzahlen, könnte man hier schon eine gleichmäßige/andere Verteilung erwarten.

    An die Redaktion bzw Christoph Titz: egal wie oft sie, und andere derartig platte Zahlenbeispiel auch wiederholen (siehe Zitat weiter oben), eine wirkliche Aussagekraft werden sie nicht bekommen.
    An Herrn Sattelberger: auch einleitende Sätze vor der eigentlichen Frage sollten kommentiert werden. Sie hingegen haben den von mir angemerkten Satz nicht einer Silbe gewürdigt.
  8. #27

    kein Titel

    Zitat von Parzival v. d. Dräuen Beitrag anzeigen
    Das ist doch auch nur vorgeschoben. Die Geburtenrate ist ein Desaster, Frauen in Führungspositionen sind nicht in dem Alter, sich um Kinder kümmern zu müssen, weil sie entweder zu alt sind oder genug verdienen, um eine Zugehfrau zu finanzieren. Da müsste man sich eher Sorgen machen, ob die Zugehfrau ihre Kinder betreut bekommt oder die Frage stellen, warum eine Kindergärtnerin zum Beruf macht, was sie auch privat als Beschäftigung haben könnte.

    Und was sich weitaus häufiger zeigt, ist, dass ein Großteil (um die 70%) der Mütter gar nicht mehr beruftstätig sein will - jedenfalls nicht in Vollzeit und dauerhaft. Damit scheint für eine Karriere im Management weder zeitlich noch vom gewünschten Lebensmodell her soviel Bedarf zu bestehen, dass man dafür die gesamte Wirtschaft zwangsverquoten müsste.
    verwechseln Sie hier nicht Führungspositionen mit Vorstandspositionen?
    Führungspositionen gibt es auch auf niedrigeren Ebenen. Gruppenleiter, Abteilungsleiter etc.
    damit hat man aber noch lange kein Gehalt, bei dem man sich Angestellte leisten kann.

    Genau hier geht aber die Weichenstellung los, um auch später noch weiter die Karriereleiter hochsteigen zu können.
    Also genau dann, wenn Frauen noch im gebärfähigen Alter sind (und dann aus genau diesem Grund nicht die Stelle bekommen).
    Dass frau dann ggf., nachdem sie tatsächlich Kinder bekommen hat, und mangels bezahlbarer, verlässlicher und flexibler Kinderbetreuung nur in Teilzeit arbeitend keine Lust hat, genau den selben Job ohne Aufstiegsmöglichkeiten immer weiter zu machen, finde ich sehr gut nachvollziehbar.
    Wenn dann endlich die Kinder nicht mehr dauernd betreut werden müssen, versucht frau erneut, Aufstiegschancen zu suchen. nur, jetzt ist sie zu alt der und verliert das Rennen gegen den 30-jährigen Mann (der ggf. vielleicht auch Kinder haben möchte, was aber für ihn kein größeres Karrierehindernis darstellt)

    Ich bin auch nicht unbedingt für eine Frauenquote sondern mehr für den Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeiten insbesondere auch in den Betrieben.
    und für ein Umdenken in den Chef-Köpfen bezüglich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie!
  9. #28

    Telekom, die machen das!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Thomas Sattelberger verordnete der Deutschen Telekom 30 Prozent Frauen in Führungspositionen - und feuerte kurz darauf seine erste Quotenfrau. Im KarriereSPIEGEL-Interview spricht er über Männerzirkel, Rituale im Top-Management und Gründe für seine Kündigung bei Daimler.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...766536,00.html
    Es gibt ein Buch mit dem Namen "Der Arschlochfaktor" von Robert Sutton. Wer im Konzern Deutsche Telekom heute "Karriere" machen möchte, der sollte das Buch kennen.

    Herr Sattelberger ist kein Manager sondern ein eiskalter Opportunist!
    Wenn man sich überlegt, dass er für den noch andauernden Personalabbau in weiten Bereichen der Telekom verantwortlich zeichnet, er massenweise Mitarbeitern Abfindungen zukommen lies und lässt, um dann neue Mitarbeiter zu suchen, die genau die wegrationalisierten Stellen besetzen und zum Teil erheblich höhere Gehälter bei geringerer Berufserfahrung forderten und erhielten, dann ist jedes Interview von ihm, dass sich auf Karrieren bei der Deutschen Telekom bezieht eine einzige Lachnummer. So werden z. B. Managerinnen von anderen Unternehmen via Headhunter zu einem Wechsel bewegt.Bei der DT AG versauern diese Managerinnen dann oder werden gnadenlos wieder "freigesetzt"!

    Herr Sattelberger kann hier so "frei" und "versucht ehrlich" auftreten, da er mit seinen 63 Jahren recht bald aus dem Vorstand ausscheiden wird. Anders als sein Vorgänger wird Herr Sattelbergers Weggang eine Erleichterung für das Unternehmen darstellen. Die aktuelle Planungslosigkeit gepart mit vollkommerner Aroganz, die aus dem Bereich von Hrn. Sattelberger hervorgeht, ist schon bemerkenswert. Nicht nur, dass er grandiosen Standortentscheidungen seinen Seegen aufzwingt, gleichzeitig versucht er den Beschäftigten klar zu machen, dass dieser Weg der Richtige ist.

    Der Zetralisierungwahnsinn, der von den Herren Sattelberger und Obermann propagiert wird, wird in einigen Jarhen dazu führen, dass die Telekom wieder einmal den Zugang zu qualifiziertem Fachpersonal verloren hat. Wer sich aus dem Rhein- Ruhrgebiet, dem Größten Ballungsraum Europas mit mehr als 10 Hochschulen heute verabschiedet und hofft, dass die ausgebildeten Fachkräft anschließend in ländliches Flair abwandern wollen (Münster, Regensburg, Bonn u.s.w.), der wird in 10 Jahren feststellen müssen, dass andere große Kommunikationsunternehmen mit Ihren Standorten und Zentralen ind Ratingen, Düsseldorf und Dortmund besser positioniert sind. Aber die Telekom kann ja dann wieder einstellen wie in den 90er Jahren, als fast jeder der sich beworben hat auch eingestellt wurde.

    Das bei einer solchen, verqueren Personalpolitk nichts anderes herauskommen kann, als Abortkarrieren, sollte jedem verständlich erscheinen. So lange das "dynamische Duo" Obermann und Sattelberger weiter "diktieren" dürfen, wird sich auch die Frauenquote als eine Lachnummer heraustellen. Intern sind bereits Stellen ausgeschrieben, auf die sich komischer Weise keine Frauen bewerben wollen. Hier eine Kostprobe:
    "Frauen in die IT. Kommen Sie als weibliches Kommunikationstalent als Consultant..." Hochdotierter Posten!
  10. #29

    ....

    Zitat von hoffnungsvoll Beitrag anzeigen
    "Karrieren werden beim Pinkeln gemacht"

    Vor der Rinne sind alle gleich. Das kennen Frauen nicht und
    es ist ein Bereich des ersten Kontakts auf gleicher Augenhöhe.
    "Gleiche Augenhöhe" eher nicht.

    http://www.youtube.com/watch?v=PDZx7DBKzPY


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