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Telekom-Ärger : Kunden, wollt ihr ewig leben?
dapdBis dass der Tod euch scheidet - von wegen! Die Deutsche Telekom hat manche Kunden so lieb, dass sie deren Ableben einfach nicht zur Kenntnis nimmt. Und ihnen weiter Geld vom Konto abbucht. Das Leidensprotokoll einer Angehörigen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...831979,00.html
- #160 28.05.2012 12:20 von
- #161 28.05.2012 12:21 von
.....
Ganz so einfach ist im deutschen Untertanen-Rechtssystem leider nicht! Als Erbe ( oder auch nur als 'Erbschaftssachenbesitzer', jemand der für die Erben in Treu und Glauben handelt..) übernehmen Sie Rechtspflichten und Verträge!
Aus dieser Nummer kommen Sie nur raus (als Erbe zumindest), wenn Sie innerhalb einer Frist vor dem zuständigen Amtsgericht die Erbschaft verweigern!
Das deutsche System ist daraus ausgelegt, immer einen Verantwortlichen zu haben, der zahlen muss, der sich kümmern muss!
Ich wurde beispielsweise auch vom Finanzamt aufgefordert, für meinen vestorbenen Vater einen Lohnsteuerjahresausgleich durchzuführen! Panische Angst dieses miesen Staates irgendwas zu verpassen!
Gesetz und dubiose Anspruchsteller akzeptieren einfach nicht, dass der Tod den längsten Strich zieht - #162 28.05.2012 12:25 von
Zum Teil ist das Problem auch ein unheimlich starres Prozesssystem
Ich arbeite im Callcenter eines anderen großen Telekommunikationsunternehmens. Viele Probleme sind so grundsätzlicher Natur, dass es völlig egal ist, welches Logo auf der Rechnung steht und haben auch nichts mit der Monopolstellung der DTAG im Bereich der TAL zu tun, wie mancher gern glauben mag.
Die wenigsten von uns wissen, wie Prozesse in Großunternehmen ablaufen. Der Kunde ist dort nicht Kunde, wie in einem Restaurant oder beim Schneider, sondern der Auslöser irgendeines Prozesses, der zu irgendeinem, manchmal sogar dem von Initiator gewünschten, Ergebnis führt. Weiss man das, kann (und sollte) man versuchen, sich vorzustellen, wie eine völlig gedankenfreie Maschine einen solchen Sachverhalt bearbeiten würde. Nun arbeiten in Callcentern zum Teil Menschen statt Maschinen, der Unterschied hingegen ist marginal, denn wo die kognitive Fähigkeit eines Mitarbeiters einzusetzen und kritische Fragen zu stellen droht, gibt es Workflows, die eine möglichst reibungslose - also zetsparend und standardisiert durchgeführte Bearbeitung zwingend vorschreiben.
So werde ich mich dann mal, ausgehend von meinem Unternehmen, dessen parallelen zu diesem Fall offensictlicher kaum sein könnten, mal an den Punkten entlang arbeiten.
Oktober 2011: Der Standard. Ein Agent versucht, schnell in die nächste Raucherpause zu kommen und findet einen Formfehler (der Sich auch hätte als Bearbeitungsfehler seiner selbst darstellen können, hätte er die Kundendaten vor der Bearbeitung gelesen. Das widerum ist typischerweise zumindest bei der ersten Bearbeitung des Kunden aber unntötig, also lässt man es weg. [So kommt es, dass die Vollmacht nicht bemerkt wird]
27. Oktober: Der Sachbearbeiter dachte mutmaßlich nicht daran, etwas zu bestellen. Aber wer so gebrechlich ist, kommt bestimmt ins Heim, eine "Ausrede" des Kunden, den Vertrag vorzeitig zu beenden. Ob Der Kunde bereits im Heim wohnt, kann und will der Agant vor seiner Raucherpause gar nicht wissen.
7. November: Hier finde ich mich wieder. Eine Spur zu ehrlich manchmal.
8. November: Hier sind zwei Prozesse zeitlich aneinander gelaufen. Sie hatten ja schon die Pflegeheim-Ausrede angewendet und als ein Agent schon gereaucht hatte, als er Ihr Schreiben bearbeitete, kam sogar etwas dabei heraus. Vermutlich ist bei der DTAG aber wie überall sonst auch nicht vorgesehen, dass äussere Einflüsse, z.B. der Kunde, weiterhin an den Rahmenbedingungen herumdoktorn, z.B. indem Sie einen Sterbefall melden. Dafür gibt es dann einen anderen Prozess - und ein anderes Schreiben.
16. November: Das las sich zu gut uim wahr zu sein. Glücklicherweise ist es das auch. Der Agent hat, vermutlich wieder unter Nikotinmangel leidend, einen bereits gekündigten Vertrag erneut gekündigt. Da der Vertrag aber bereits zu Februar gekündigt war, kann die Datenbank mit seinem Ansinnen nicht viel Anfangen.
Nun wird es unheinvoll. Formal das richtige getan habend, Berechnet die DTAG munter weiter, inkl. der angedrohrten Rechnung für den Monat nach der Kündigung[Da erst Februar: nach der März-Rechnung]. Wie ich die DTAG einschätze, hätte der Spuk im April wirklich aufgehört. Sicher sagen lässt sich das aber nicht, weil auch in der Zeit danach den Mitarbeitern bei Unsinnigkeiten wie dem Löschen der Eeinzugsermächtigung weitere Fehler passiert sein mögen.
Das Löschen einer EZE birgt übrigens immer, auch und gerade ausserhalb dieses Falls, die Garantie, statt Rechnungen Mahnungen zu erhalten, was den Ärger hochtreibt und - z.B. einer Störung - dafür sorgt, dass der Anbieter den Kunden irgendwann sperrt.
Der Agent, oft der nächsten Raucherpause harrend, ist dann genervt, weil ganz offensichtlich ist, dass die offenen Mahnungen für eine Anschlusssperre gesorgt haben, eine Entstörung ergibt daher keinen Sinn. Und die Verweise auf "da ging schon vorher was nicht!" kommen von allen renitenten Kunden, die ernsthaft glauben, man sei für Ihren Service im Callcenter... - #163 28.05.2012 12:33 von
Das ist eine Kundennummer, unter der die Prozesse ablaufen. Ein einzelner Prozess kann nicht Tage in Anspruch nehmen, sodass ein zweiter sich darübersetzen kann. Eine unsinnige "Aufnahmebescheinigung der Einrichtung" zu verlangen und auf die zu warten (!), ist schon stark. Aber dass eine Todeserklärung nicht Priorität hat und alles stoppt, ist Unfähigkeit.
Halte ich für Unsinn, allenfalls hängt sich ein altes Betriebssystem (XP oder so) auf, der Browser verhaspelt sich in mehreren Instanzen, oder so. Aber das Abrauchen von Hardware? Weil er mal 'ne Minute auf Vollast läuft??Bei meiner Tochter ist sogar bei einem alten Laptop der Prozessor komplett abgeraucht...
Das Problem sind allgemein Pisa-gebildete Billigkräfte, die minimal Überblick vermittelt bekommen, für 2 Dutzend Unternehmen gleichzeitig als Telefon-Hotline tätig sind und deren Eingaben im System niemanden interessieren. Beim nächsten Anruf landet man in einer anderen Stadt, bei einem anderen Sub-sub-Dienstleister mit ebenfalls 2 - oder 7 - Dutzend Firmen als Auftraggeber und ebenso billigen, ungeschulten Mitarbeitern, deren Eingaben im System niemanden interessieren. Denn die darübergeordnete Ebene gibt es garnicht mehr, oder sie ist so eingedampft worden, dass sie völlig überarbeitet ist.Aber für RedakteurInnen ist es ja so bequem, auf der Deutschen Telekom herumzuhacken. Noch hat sie den breitesten Rücken... Wenn Sie dasselbe Vorgehen bei irgend einem Wettbewerber "abgezogen" hätten, wäre es vermutlich noch idiotischer gelaufen.
Die untergeordneten Sub-sub-Mitarbeiter haben natürlich nur extrem begrenzten Zugriff. Schon der Datenschutz muss ja verhindern, dass der nicht sicherheitsüberprüfte Mitarbeiter des nicht sicherheitsüberprüften Subunternehmens Persönliche Daten des Kunden einsieht. Und beim nächsten Mal der nächste, übernächste, usw. Er gibt also irgendwas ein, was im Nirvana des Datenlochs verschwindet. Natürlich getrennte Computersysteme, wegen Sicherheit und weil jedes Sub-Unternehmen eben eigene Systeme hat. Da wird der eingescannte Brief geschreddert und liegt im System von Dienstleistungsunternehmen A, aber der Mitarbeiter des Subunternehmens von B hat keinen Zugriff darauf. Gäbe es eine Supervisor-Ebene, hat die auch erstmal keinen Zugriff, denn der Computer von A bleibt ihr verschlossen oder sie muss die Computer von 10 Dienstleistern durchsuchen. SO EIN UNSINN!
Der Kunde hat nicht alle Informationen zur Verfügung zu stellen wie ein Untergebener beim Militär! Das Unternehmen hat Dienstleistung zu erbringen. Wo außerdem fehlt Information in dem Beitrag?Es ist ganz einfach: Wenn Sie nicht alle, und wirklich alle, Fakten offenlegen, dann kümmern sich eben die Callcenter-Leute soweit ihnen die von Ihnen gegeben Informationen vorliegen. Mehr Zeit haben die aber nicht, um nach irgendwelchen "Leichen" (makaber) im System zu suchen... - #164 28.05.2012 12:33 von
Ist zwar kein sehr informativer Artikel - mehr ein ärgerlicher Bericht eines Kunden aber manchmal wäre ich auch froh darüber Autor einer bekannten Onlineredaktion zu sein um meinem Frust freien Lauf zu lassen! Gut so!
Denn das Problem bei großen Firmen ist ja immer, dass diejenigen die irgendeine Verantwortung haben und entscheiden dürfen, niemals mit den Kunden reden und keine Ahnung haben was dort abgeht.
Die sehen nur Zahlen zahlen zahlen. Dann wird noch ein extra Marktforschungsunternehmen beauftragt um herauszufinden wie zufrieden die Kunden sind. Dabei kann man doch einfach seine eigenen Mitarbeiter fragen und die Kunden selbst an der Strippe! Aber das wäre ja zu logisch!
Danke lieber Autor, dass sie ihren Bericht hier geschrieben haben, ich hatte viele ähnliche Erfahrungen mit der Telekom gemacht! Schlecht eingearbeitete Mitarbeiter, die keinerlei Befugnis haben und keine Ahnung von den ihnen angebotenen Verträgen geschweige denn der Rechtslage haben. Und hierfür sind ganz sicher nicht die Callcenter Mitarbeiter schuld, sondern der Vorstand persönlich. - #165 28.05.2012 12:54 von
Ermutigt durch diesen Artikel habe ich meinen vergleichbaren
Fall, den ich seit November 2011 erledigt haben möchte, heute telefonisch bei der Telekom aufgegriffen und von der super freundlichen Mitarbeiterin mitgeteilt bekommen, dass man meinen Vorgang versehentlich für den 15.5.2015 auf Wiedervorlage gelegt habe. Aber jetzt werde die Angelegenheit bearbeitet. Das klingt ja sehr ermutigend. Die monatlichen Kontakte mit der Telekom sind jedenfalls immer sehr nett. Allerdings habe ich meine anderen Verträge vorsorglich nicht bei der telekom abgeschlossen.
- #166 28.05.2012 12:54 von
- #167 28.05.2012 12:58 von
- #168 28.05.2012 13:02 von
Für ein titelfreies SPON-Forum
- #169 28.05.2012 13:03 von
Danke
Danke für den Artikel - etwas Ähnliches haben wir auch mit der Telekom erlebt und kann nur für andere hoffen, dass die Telekom sich dies zu Herzen nimmt und die Hinterbliebenen nicht weiter mit solch bürokratischem Unsinn quält. Kein andere Unternehmen und keine Behörde hat einen so in den Wahnsinn getrieben wie die Telekom!
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