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Telekom-Ärger : Kunden, wollt ihr ewig leben?

dapdBis dass der Tod euch scheidet - von wegen! Die Deutsche Telekom hat manche Kunden so lieb, dass sie deren Ableben einfach nicht zur Kenntnis nimmt. Und ihnen weiter Geld vom Konto abbucht. Das Leidensprotokoll einer Angehörigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...831979,00.html
  1. #130

    Selber schuld, wer heute noch bei der Telekom Kunde ist

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bis dass der Tod euch scheidet - von wegen! Die Deutsche Telekom hat manche Kunden so lieb, dass sie deren Ableben einfach nicht zur Kenntnis nimmt. Und ihnen weiter Geld vom Konto abbucht. Das Leidensprotokoll einer Angehörigen.

    Deutsche Telekom verschickt Rechnungen an Verstorbene - SPIEGEL ONLINE
    Und sich nach Strich und Faden betrügen lässt, geschweige denen auch noch eine Abbuchungserklärung unterschreibt. Das ist wie - Gelegenheit macht Diebe. Eben wie eine Einladung zum Abzocken. Der Obermann ist jetzt der Dritte im Bund der unglücklichen Vorstände seit der Privatisierung. Er steht in nichts dem Sommer und Ricke nach.
  2. #131

    Zitat von peddersen Beitrag anzeigen
    ....

    Und was in der Diskussion oft hintenüberfällt: Nach MEINER bescheidenen Meinung hat der KUNDE seine Pflicht erfüllt, wenn er dem Unternehmen sein Anliegen mitteilt - "Oma ist seit XXXXX tot." Punkt. Basta. Den Rest muß das Unternehmen selbst erledigen - was für Papiere, Abläufe und Formulare da nötig sind, ist denen ihr Bier. ...
    Und genau da sind sie wie viele Foristen hier leider im Irrtum.
    So wie sie auf Rechtssicherheit beim Abschluss eines Vertrages sein wollen, so möchte natürlich die Telekom oder jedes andere Unternehmen rechtssicher sein bei der Kündigung.
    Sonst könnte ich ja auch ihren Anschluss kündigen und sagen der werte Mann ist leider verstorben. Und sie wunders sich wenn kein tüt tüt mehr aus ihrem Hörer klingt.
    Was hier sonst so für ein blah und blub und Rechtsanwalt rauf und runter erzählt wurde zeugt eher von einem seltsamen Rechtsverständnis allgemein hier in diesem Ländle.

    Ich bin vom Ableben meines Alten Herren ein wenig überrascht worden.
    Aber ich habe mich dann zu diversen Angelegenheiten kundig gemacht.
    U.a. hilft einem auch das Beerdigungsinstitut bei gewissen Formalitäten.
    Es ist nie irgendein Unternehmen auf die Idee gekommen im Nachhinein
    noch Forderungen zu stellen. Alle Verträge waren entweder danach umgeschrieben oder gekündigt.
    Und ansonsten sagt ich nur; wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.
    Meiner eigenen Dummheit (Unerfahrenheit) war es zu verdanken, das ein alter ISDN Vertrag bei der Telekom vor sich hin dümpelte.
    Den hatte ich zwar schriftlich gekündigt aber das war wohl untergegangen (ja Fehler Telekom) irgendwann hatte ich eine andere Frage zu meiner Rechnung, da wurde ich von der freundlichen Dame auf diesen Vertrag angesprochen. Ich schilderte ihr das Ganze (u.a. meine irrige Annahme das ich diesen account für mobile Zwecke nutzen wollte, brauchts aber dafür garnicht)
    Sie fragte ob ich das Schreiben mit der Kündigung noch hätte.
    Bin in die Tiefen meiner Vertragssammlungen hinab gestiegen. (ja sowas sollte man immer aufheben, zumindest bis zum jeweiligen Vertragsende) und konnte ihr am Telefon das Datum der Kündigung mitteilen.
    (nix von wegen dann faxen sie mir das mal zu)
    Was soll ich sagen man hat sich bei mir entschuldigt und Wunder, ein paar Tage später wurde mir sogar das zuviel gezahlte Geld mit der nächsten Rechnung gut geschrieben. Damit hatte ich nicht gerechnet, zumal ich ja nicht nachgehakt hatte bei der Kündigung (also mein Fehler).
    Ich habe mich riesig über diesen Service gefreut.

    Insofern kann ich viele geschilderte Sachen hier nicht wirklich nachvollziehen.
    Vielfach ist es allerdings so das Kunden Fehler nicht oder nur unzureichend beschreiben können. Woran bitte soll sich ein CallCenter Mensch jetzt aus der Ferne ein Bild machen.
    Ich liebe solche Anrufe wo gesagt wird mein Computer geht nicht.
    Und nach einer halben Stunde des Redens und machen und tun stellt sich dann heraus das der Internetzugang gestört war.
    Drama hoch 3 bei dem herausfinden welche LED am Modem/Router denn leuchten oder blinken.
    Das Ende war jemand hatte den Kram mal von der Wand gerissen und die Kabel für Router und Splitter waren einfach wieder wirr zusammen gesteckt worden.
  3. #132

    Zitat von lalelu08150 Beitrag anzeigen
    ...wer sich soviel ärger selber macht. einzugsermächtigung entziehen, alles zurückbuchen und die rechnungen ungeöffnet mit der aufschrift "empfänger verstorben" wieder in den gelben kasten schmeißen... es kann so einfach sein.
    Sie waren wohl nie in einer ähnlichen Lage: Eine Einzugsermächtigung KANN NICHT einseitig vom Kontoinhaber entzogen werden. Eben aus dem Grund lieben die Unternehmen diese Zahlungsform und wollen sie unbedingt haben statt eines Dauerauftrags, der vom Kontoinhaber jederzeit mühelos gekündigt werden kann.

    Nach einer gemachten Erfahrung erteile ich grundsätzlich keine Einzugsermächtigung mehr.
  4. #133

    kleine Empfehlung eines Ex-Angestellten...

    Zitat von kundennummer Beitrag anzeigen
    Allizze ist auch so ein Quell endloser Freude. Aber da kann wohl inzwischen jeder Anschlußinhaber providerunabhängig Dönkes erzählen.
    ...gehen sie zu Kabel Deutschland ;o)

    Als langjähriger Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens versuchte ich acht Wochen lang vergeblich, meinen privaten Anschluss ein Haus weiter legen zu lassen.

    Die Kündigung dauerte im Laden lediglich 5 Minuten, das Legen meines neuen (Kabel-)Anschlusses (inklusive Straße an drei Stellen aufbaggern und Muffen tauschen) gerade mal ZWEI WOCHEN !

    Halber Preis, doppelte Geschwindigkeit... kostenlose Tarifanpassung ohne Mindestblabla-Erweiterung...

    Während man bei anderen Hotlines mit Fragen wie "ist der Stecker auch feste drin" oder "leuchtet da irgendwas an dem Gerät" traktiert wird, kann man mit der KDG-Hotline auch mal über die DNS-Einstellung des heimischen Routers philosophieren, denn da sitzt ein Techniker, der sich online bis ins heimische Modem einwählen kann.

    Die rufen sogar nach dem Hardware-Reboot zurück und fragen, ob es geklappt hat...

    So dämlich hab`ich glaub ich noch nie geguckt...
  5. #134

    falsch - typisch kapitalistische Methode

    Zitat von GSYBE Beitrag anzeigen
    typisch deutsch
    Die wollen doch nur auf dem Geld sitzen und scheren sich einen Dreck um die Benutzer. Diese Methode findet auch in AT statt und wahrscheinlich überall wo eine Einzugsermächtigung möglich ist. Deshalb Einzugsermächtigung entziehen, alles zurückbuchen und die Rechnungen ungeöffnet an Absender zurücksenden. Das hält das kapitalistische System nicht aus - kein Geld!
  6. #135

    wenn sie meinen Artikel richtig gelesen hätten

    Zitat von luwigal Beitrag anzeigen
    In diesem Fall ging es um eine alte Frau, deren baldiges Lebensende sich abzeichnete.

    Wenn Ihre Tochter oder Ihr Sohn heute 18 ist, lassen Sie sich schon als Eltern eine Vollmacht von ihr/ihm geben?

    Stellen Sie sich vor, Ihr Kind hat einen Unfall und liegt fuer lange Zeit im Koma.
    Stellen Sie sich vor, Ihr Kind ist ledig und alle ueblichen Zahlungen von ihm werden von seinem Konto Monat fuer Monat weiter abgebucht.
    Glauben Sie nur nicht, dass es fuer die Telekom selbstverstaendlich ist, dass sie auf Ihr Bitten hin den Anschluss still legt und das Chargen stoppt.
    Glauben Sie noch an den Weihnachtsmann?
    wüssten sie, das mit einer Betreuungs/Handlungsvollmacht auch im Falle eines nicht mehr agieren können ihrer Tochter Sohn Eltern Grosseltern welche vom Betreuungsgericht abgesegnet ist (Vormundschaftsgericht gibt es so nicht mehr) eine vollständige (oder in Teilen, das legt der Richter dann nach Anhörung fest) Handlungsfreiheit für den zu Betreuenden haben.
    Und schon sind alle Rechtsgeschäfte sehr einfach zu handhaben.
    Das ist nun mal so Usus hier in Deutschland und auch die Telekom hält sich daran.
  7. #136

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Die Telekom hat überhaupt keinerlei Anspruch darauf, dass die Erben den Vertrag in irgendeiner Art weiterführen. Die Telekom hat den Vertrag mit dem Anschlussinhaber und wenn der gestorben ist, ist der Vertrag damit beendet ....
    Sind Sie auch ganz sicher? Die Schulden, also Kreditverträge, müssen von den Erben ja auch übernommen werden, obwohl der Vertragspartner der Verstorbene war. Sie erben das Vermögen bzw. die Barmittel, aber auch die Verpflichtungen.
  8. #137

    Zitat von didigermany Beitrag anzeigen
    aber mit dem sog. gesunden Menschenverstand kommt man im juristischen Bereich nicht weiter. Also ,bevor man immer die anderen beschuldigt sollte man seine Hausaufgaben gemacht haben. Mein herzlichen Beileid zum Verlust einer Ihnen nahestehenden Person.
    In diesem Falle aber schon. Gerade die Rechtsgrundsätze sind "gesunder Menschenverstand" pur. Verträge sind einzuhalten, sowohl von Seiten der Telekom als auch von Seiten der Kundin. Pflegestufe III mag vielleicht ein Kündigungsgrund sein, aber dann braucht die Telekom eine amtliche Bescheinigung. Tod ist in jedem Falle ein Kündigungsgrund, ein sogenannter außerordentlicher Kündigungsgrund. Aber die Sterbeurkunde wurde einfach nicht zugesandt. Der gesunde Menschenverstand sagt doch, dass die Telekom eine Möglichkeit haben muss, zu überprüfen, ob ihr Vertragspartner nicht mehr selbst kündigen kann.
  9. #138

    das kenne ich von Vattenfall/EON

    So eine Realsatire läuft gerade auch bei mir. Ich bin 2010 mit zwei Stromzählern über Verivox von EON nach Vattenfall gewechselt. Seit der falschen Abrechnung Mai 2011 nur Stress, weil Vattenfall einen Zähler plötzlich vergessen hat. Dann heißt es auf einmal, der Zähler ist noch bei EON. Ich habe aber gar keinen Vertrag mehr mit EON, sondern eine wundervolle Kündigungsbestätigung aus 2010. Vorläufiger Höhepunkt dann ein Begrüßungsschreiben Anfang 2012 von EON mit neuen Vertragsunterlagen – und gleich wieder zurück. Ich will ja eigentlich nur meinen Strom bezahlen, aber….. Telefonieren bringt nichts, Einschreiben bringt nichts, die sind einfach zu blöd, das sit Comedy pur. Wenn ich mit dieser Nummer fertig bin, gebe ich SPON die Unterlagen – wird ebenfalls ein Brüller.
  10. #139

    .

    Zitat von gustavsche Beitrag anzeigen
    Zuallererst: Es hört sich so an, als wollte da jemand den Vertrag der Oma kündigen. Dafür benötigt man aber eine entsprechende Vollmacht oder ein amtliches Dokument, das die Geschäftsunfähigkeit der Großmutter bescheinigt. Im Text steht nicht, dass sowas beigelegt wurde. Bei der Kündigung wegen des Ablebens des Großmutter wurde die Kopie der Sterbeurkunde nicht beigelegt, sonst hätte das Call-Center nicht noch einmal dieses Dokument angefragt. Das weiß doch jedes Kind, dass man sowas benötigt.

    Es gibt außerdem auch Kündigungsfristen, die auch bei Sterbefällen eingehalten werden müssen, beispielsweise bei der Gebäudeversicherung oder bei der Pachtverträgen. Bei Telekommunikationsverträgen läuft der Vertrag wahrscheinlich noch bis Ende des Monats weiter (Grundgebühr ist bereits gezahlt).

    Außerdem werden Konten gesperrt, sobald der Kontoinhaber stirbt. Dann hätte die Telekom auch nichts mehr abheben können. Dann wäre es nicht so weit eskaliert. Heutzutage regeln große EDV-Anlagen die Abrechnung und größtenteils auch die Rechnungslegung. Da genügt ein fehlerhafter Eintrag und die EDV-Anlage legt ein eigenartiges Verhalten an den Tag.

    Die Lösung ist doch ganz einfach:

    1. Konto der verstorbenen Oma sperren.

    2. Kündigungen schreiben (nicht nur Telekom) und sofort eine Kopie der Sterbeurkunde beilegen. Klar kommunizieren! Ohne bitte, danke, Konjunktiv, Optativ und den ganzen Rotz: Indikativ, klare Aussagen, klare Fristen, klare Beweise (Sterbeurkunde). Natürlich höflich.

    3. Bestätigung abwarten, abheften und sämtliche weitere Forderungen ignorieren und bloß nicht die Laune verderben lassen.

    Ich frage mich ernsthaft, was die Kunden denn glauben, was die Telekom macht, wenn da eine Kündigung wegen eines Sterbefalls ins Haus flattert, ohne Beweis, dass der Kunde gestorben wäre. Da kann ja jeder herkommen und für Dritte kündigen, wenn die Telekom sowas ernst nähme.

    Das Chaos in diesem Falle hat nicht die Telekom verschuldet, sondern die Angehörigen der Großmutter.
    Amen. Mehr ist dazu eigentlich auch nicht zu sagen.


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