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Telekom-Ärger : Kunden, wollt ihr ewig leben?

dapdBis dass der Tod euch scheidet - von wegen! Die Deutsche Telekom hat manche Kunden so lieb, dass sie deren Ableben einfach nicht zur Kenntnis nimmt. Und ihnen weiter Geld vom Konto abbucht. Das Leidensprotokoll einer Angehörigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...831979,00.html
  1. #120

    Selbst schuld

    Wenn ich den Bericht der Autorin so überblicke, dann hat sie bei der Telekom an verschiedenen Stellen mehrere Prozesse in Gang gesetzt. Auf diese Art können Sie sogar Ihren eigenen Computer zum Absturz bringen, Sie brauchen nur, wenn der Browser nicht sofort startet, voller Ungeduld 10 weitere Male auf das Browser-Symbol klicken. Bei meiner Tochter ist sogar bei einem alten Laptop der Prozessor komplett abgeraucht...
    Aber für RedakteurInnen ist es ja so bequem, auf der Deutschen Telekom herumzuhacken. Noch hat sie den breitesten Rücken...
    Wenn Sie dasselbe Vorgehen bei irgend einem Wettbewerber "abgezogen" hätten, wäre es vermutlich noch idiotischer gelaufen.
    Es ist ganz einfach: Wenn Sie nicht alle, und wirklich alle, Fakten offenlegen, dann kümmern sich eben die Callcenter-Leute soweit ihnen die von Ihnen gegeben Informationen vorliegen. Mehr Zeit haben die aber nicht, um nach irgendwelchen "Leichen" (makaber) im System zu suchen...
    Sorry für die Presseschelte, aber Sie haben es sich verdient.
  2. #121

    Schöner Bericht, schöner Titel!

    Aber trauriger Anlass. Von cooner oben in Grass´scher Versform gewürdigt.
  3. #122

    Vodafone ist 100 mal schlimmer

    Anfang des Jahres (ich war arcor/vodafone Kunde) wollte ich von ADSL auf VDSL upgraden. Am Tag der Umschaltung aufs schnellere VDSL wurde jedoch nicht um- sondern abgeschaltet. 3 Tage später war dann auch das Telefon tot. Hardware wurde nicht geliefert, Leitung wurde nicht beschaltet. Niemand kümmerte sich oder ist von sich aus auf mich zugekommen. Dieser Zustand dauerte 3 MONATE (Zustände wie in Schwellenländern eher üblich). So lange hatte ich weder Telefon noch Internet. Vodafone war weder in der Lage mich wieder zurück auf ADSL noch hoch zu VDSL zu schalten. (solche Fälle wie meiner kommen normal in WiSO oder anderen Verbrauchermagazinen. Was für ein Alptraum. Man fühlt sich ohnmächtig einem Großkonzern ausgeliefert).

    Ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen. Die Story ist wesentlich komplizierter und hat mich viel meiner kostbaren Freizeit und Nerven gekostet. Ich hatte schon Gewaltfantasien gegenüber Vodafone. Jedenfalls habe ich diverse Mails geschrieben (über UMTS) und sehr oft bei der Hotline angerufen. Ich erhielt diverse Informationen, die sich teilweise widersprachen oder schlichtweg falsch waren. Die Hotline war bemüht bis freundlich. Getan hat sich jedoch nie was. Die Hotliner haben schön brav aufgenommen und weitergeleitet. Richtig fundiert informiert waren sie nicht, geschweige denn konnten sie verbindliche Termine oder Handlungsschritte benennen.

    Vor etwas über einem Monat sah ich mich dann gezwungen, den Vertrag mit vodafone fristlos zu kündigen (wegen massiver Leistungsstörung und Vertrauensverlust in den Anbieter). Dies hat insgesamt 3 Anläufe gebraucht, dann hat man mich zähflüssig aus dem Vertrag heraus gelassen. Ich mußte allerdings in diversen Foren poltern und scharf anklagen, damit vodafone mich aus dem Vertrag rausläßt. (ungemütlich muß man sein als Kunde, dann bewegt sich ein bisschen was).
    Dann gabs noch ne 3 wöchige Übergangszeit, wo sich die telekom auch ein wenig angestellt hat. Vodafone auf der anderen Seite hat die Leitung anscheinend nicht frei gegeben oder hats wieder mal verbummelt. Aber der telekom seh ichs nach, die hatten zu der Zeit nen kurzen Warnstreik am Hals.

    Langer Rede kurzer Sinn. Die telekom hat mich gerade auf 3 Notnummern (ISDN wie ichs haben will) und normales ADSL geschaltet. In 2 Wochen schaltet die telekom meine altgeliebten ISDN-Nummern wieder drauf und dann erhalte ich VDSL25. (50 soll angeblich nicht gehen, obwohl ich hier in der Innenstadt einer 100.000 Bürger Stadt wohne und meine Nachbarn ringsrum auch 50 haben). Die telekom kassiert natürlich den vollen Preis für halbes VDSL. Das ist anscheinend Geschäftspraxis bei denen. Kenn ich noch von meinem früheren ländlichen Wohnort. Da habe ich auch ne ganze Nummer kleiner bekommen, mußte aber den vollen Preis zahlen. Nun denn, hauptsache nicht mehr von der Außenwelt abgeschnitten sein. Insofern bin ich sogar noch dankbar.

    P.S Jedenfalls ist die telekom trotz kleinerer Pannen nicht so gigantisch schlecht wie zB vodafone. Die Mitarbeiter bei facebook ("telekom hilft") sind sogar recht zackig und versuchen schnell zu helfen. In der Regel erhält man noch am selben Tag eine Antwort. Überdies ist die telekom noch soweit ich weiß der einzige Anbieter, der noch das stabile und redudante ISDN anbietet. Vodafone hingegen versucht zwar den Eindruck zu erwecken, dass sie ISDN anbieten, bei VDSL ist es jedoch immer Voip/NGN.
  4. #123

    Zur Zustellung:

    - Entsprechendes Schreiben (Kündigung etc.) verfassen
    - Name, Kundennummer, Ort, Datum, Unterschrift nicht vergessen
    - Das Schreiben von einem Zeugen (beipielsweise Ehefrau) lesen lassen und im Beisein des Zeugens aufs das Faxgerät legen.
    - Faxbericht und Kopie des Schreibens aufheben.
    - Anschließend nochmal als normaler Brief (kein Einschrieben) an die Telekom.

    Dann ist die Zustellung weitestgehend wasserdicht und es gilt der Tag, an dem das Fax angekommen ist.
  5. #124

    Das Problem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bis dass der Tod euch scheidet - von wegen! Die Deutsche Telekom hat manche Kunden so lieb, dass sie deren Ableben einfach nicht zur Kenntnis nimmt. Und ihnen weiter Geld vom Konto abbucht. Das Leidensprotokoll einer Angehörigen.

    Deutsche Telekom verschickt Rechnungen an Verstorbene - SPIEGEL ONLINE
    hat mittlerweile jeder Dienstleister, der seine Verwaltung in sog. "Call-Center" tranferiert hat.
    "Hoch motivierte" 400,00-Euro-Jobber oder andere ausgebeutete "Fachleute", sind mit der Bearbeitung schlichtweg überfordert.

    Die Telekom hat z.B. versucht meinen Eltern, einen "Internetanschluß" aufzuschwatzen, obwohl bekannt war, dass meine Eltern weder einen PC oder andere Verwendungsmöglichkeiten für diesen Anschluß hatten. Die Masche hieß "Sie wollen doch beim Telefonieren Geld sparen"?

    Es hat monatelang und etliche Schreiben gedauert, bis meine Eltern "aus Kulanz" aus dem Vertrag entlassen wurden.

    Es scheint weiterhin zum Geschäftsmodell zu gehören, wie bei anderen Anbietern auch, dass Kunden, trotz des gesetzlichen Verbots von Werbeanrufen, per Werbeanrufe zu überrumpeln, um Anschlußverträge oder vermeintliche Angebot zu verkaufen.

    Erst nach einingen Anrufen bei der Telekom und Drohung, dieses Verhalten bei der Bundesnetzagentur anzuzeigen, war endliche Ruhe.

    Fazit:

    Der Kunde trägt zu einem gewissen Anteil eine Mitverantwortung, da man eigentlich Unternehmen mit Call-Centern oder Hotlines boykottieren sollte - dort wird nämlich vorangig am Service gespart.
  6. #125

    Am falschen Ende gespart

    Die Telekom spart, wie Fachleute wissen, am falschen Ende. Die Callcenter sind das einzige telefonische Bindeglied zum Kunden und leider allzuoft überfordert oder nicht in der Lage einen Vorgang abschliessend zu bearbeiten. Wäre ein X-beliebiges Callcenter dazu authorisiert, einen Vorgang abzuschliessen, anstatt ihn nur vorzubereiten (so scheint es ja nach der Beschreibung) wäre das alles nicht passiert. Die Callcenter können jedoch scheinbar einen Vorgang nur weiterleiten. Und bei der Telekom versanden diese Aktionen dann aufgrund überlasteter oder überforderter Mitarbeiter. Da kannste machen, was du willst. Es hilft nix. Die Telekom ist ja nicht mal in der Lage das Chaos zu entwirren. Es wird nur irgendwie gewurstelt. Problemlösungen kosten Extrazeit und damit Extrageld. Solche Prozesse sind im Universum von Rene Obermann nicht existent, da man ihm solche Probleme wohl auch nie vorträgt. Armer Herr Obermann. Da ist was faul im Staate D.... nein T.....
  7. #126

    Telekom bezahlt ihre Schulden nicht

    Ich lebe zum Glück noch, hatte aber wegen allgemeiner Unzufriedenheit meinen Telekom-Vertrag gekündigt und war zu einem privaten Anbieter gewechselt. Die Telekom hat aber weiterhin monatelang abgebucht und erst nach wiederholter Beschwerde die Abbuchungen gestoppt. Dabei enstand mir ein Schaden von 300 Euro und den hat die Telekom trotz zahlloser schriftlicher und telefonischer Mahnung meinerseits nie bezahlt - heute behauptet sie, sie habe 2 Jahre nach meiner Kündigung (die Frist zur Aufbewahrung der Akten) alle Unterlagen vernichtet und daher liesse sich der Vorgang nicht mehr nachvollziehen.
  8. #127

    Vor 14 Tagen wollte mich ein Telekom-Vertreter überzeugen.

    das ich bei der Telekom besser aufgehoben sei als bei meinem jetzigen Anbieter.

    Zum Glück bin ich standhaft geblieben
  9. #128

    Ängstliche Untertanen.

    Zuallererst: Es hört sich so an, als wollte da jemand den Vertrag der Oma kündigen. Dafür benötigt man aber eine entsprechende Vollmacht oder ein amtliches Dokument, das die Geschäftsunfähigkeit der Großmutter bescheinigt. Im Text steht nicht, dass sowas beigelegt wurde. Bei der Kündigung wegen des Ablebens des Großmutter wurde die Kopie der Sterbeurkunde nicht beigelegt, sonst hätte das Call-Center nicht noch einmal dieses Dokument angefragt. Das weiß doch jedes Kind, dass man sowas benötigt.

    Es gibt außerdem auch Kündigungsfristen, die auch bei Sterbefällen eingehalten werden müssen, beispielsweise bei der Gebäudeversicherung oder bei der Pachtverträgen. Bei Telekommunikationsverträgen läuft der Vertrag wahrscheinlich noch bis Ende des Monats weiter (Grundgebühr ist bereits gezahlt).

    Außerdem werden Konten gesperrt, sobald der Kontoinhaber stirbt. Dann hätte die Telekom auch nichts mehr abheben können. Dann wäre es nicht so weit eskaliert. Heutzutage regeln große EDV-Anlagen die Abrechnung und größtenteils auch die Rechnungslegung. Da genügt ein fehlerhafter Eintrag und die EDV-Anlage legt ein eigenartiges Verhalten an den Tag.

    Die Lösung ist doch ganz einfach:

    1. Konto der verstorbenen Oma sperren.

    2. Kündigungen schreiben (nicht nur Telekom) und sofort eine Kopie der Sterbeurkunde beilegen. Klar kommunizieren! Ohne bitte, danke, Konjunktiv, Optativ und den ganzen Rotz: Indikativ, klare Aussagen, klare Fristen, klare Beweise (Sterbeurkunde). Natürlich höflich.

    3. Bestätigung abwarten, abheften und sämtliche weitere Forderungen ignorieren und bloß nicht die Laune verderben lassen.

    Ich frage mich ernsthaft, was die Kunden denn glauben, was die Telekom macht, wenn da eine Kündigung wegen eines Sterbefalls ins Haus flattert, ohne Beweis, dass der Kunde gestorben wäre. Da kann ja jeder herkommen und für Dritte kündigen, wenn die Telekom sowas ernst nähme.

    Das Chaos in diesem Falle hat nicht die Telekom verschuldet, sondern die Angehörigen der Großmutter.
  10. #129

    xXx

    Zitat von Rubeanus Beitrag anzeigen
    Nochmal zum Mitschreiben: Kündigen tut man immer schriftlich (gegen Einschreiben, wenn man vermutet, dass etwas schief gehen könnte). Niemals Online, per Email oder telefonisch kündigen.
    im Grunde hast Du recht!

    Ich habe bei Mobilcom/Debitel per Email gekündigt - selbstverständlich mit Kündigungsbestätigung, ebenfalls per Email. Das ganze habe ich ca. 1/2 Jahr vor dem Ende des Vertrages erledigt.

    Es ging gänzlich ohne Probleme über die Bühne!

    Aber, wie gesagt;
    Verträge immer per Post kündigen!

    lg
    Harry


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