Sollte vieleicht einfach das Bundesland wechseln. Zieht einfach zu Bekannten/Verwandten in ein Bundesland, in dem alles passt und macht sein externes Abi.
fotografieschmitzFelix Weimer brach mit 13 Jahren die Schule ab und ging studieren. Begründung: Die Langeweile machte ihn krank. Nun will er ein externes Abi machen, aber das hessische Schulrecht erlaubt das nicht. Felix' Dilemma: Ohne Abi kriegt er keinen Studienabschluss.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/s...-a-860301.html
Sollte vieleicht einfach das Bundesland wechseln. Zieht einfach zu Bekannten/Verwandten in ein Bundesland, in dem alles passt und macht sein externes Abi.
Imerhin eines hat der junge Mann nun gelernt: Das man mit den Folgen eigener Entscheidungen auch leben muss.
Diese Lektion ist vielleicht wichtiger als ein Abi.
Ich will dies nicht, ich will das nicht, ich will jenes nicht und das da ist auch doof. Hey, ich bin doch viel zu schlau für Regeln!
Wenn der Junge irgendwann reif genug sein sollte, um zu verstehen, dass das Leben eben nicht der berühmte Ponyhof ist und eben auch nicht glitzert, dann sollte man ihm vielleicht auch die Reifeprüfung gönnen...
Frueher hiess das auch mal Reifezeugnis, und auch heute noch ist Schule mehr als reine Wissensvermittlung. Da geht es auch um das erreichen einer gewissen Reife in einer Gesellschaft, indem man sich in einem komplexen sozialen System (=Schule) bewiesen hat.
Wer das nicht hat, sondern eigenbroetlerisch seinen Sonderweg geht, der ist halt NICHT reif in diesem Sinne, also bekommt er auch kein Abitur.
Sobald man nicht "Standart" ist fällt man durchs Raster. Ist man zu schlecht, bekommt man keinen Schulabschluß, ist man zu gut bekommt man keinen Studienabschluß. Was für eine kaputte Gesellschaft, die nur auf Standarts setzt. Es gibt genug die "ihr" Fach studieren könnten, scheitern aber am allgemeinen Abi oder FOS. Wer keine Novelle von einer Kurzgeschichte unterscheiden kann, darf kein Mathe, Bio oder Informatik studieren...
Wieso müssen Adler schwimmern können, wieso Fische laufen und wieso Hasen tauch? Gleiche Chancen bedeutet nicht, daß alle gleich gut (schlecht) werden, sondern daß jeder die Chance bekommt seine Talente und Interessen zu fördern. Es müssen nicht alle eine allgemeine Hochschulreife haben. Manche sind Inselbegabt und andere zu gut für den durchschnittsbegabten Gesetzestextschreiber. Wir verschwenden Talente und demotivieren junge Menschen mit starren Strukturen.
Vielleicht hilft es ja wenn man es neusprechmäßig schreibt: Die Märkte fordern eine effizientere Ausschöpfung des Humankapitals, Förderung jeder Talente um für Shareholder die Gewinnmaximierung zu gewährleisten, zur Beruhigung der nervösen Märkte. BlaBlaBla
Jeder sollte die Bildung erhalten die er auch umsetzen kann. Abi schön und gut, aber Außnahmen für die Talentierten!
So kann es gehen wenn man sich auf andere verlässt ohne die vorher zu fragen.
Man sollte sich halt im Vorfeld über Rechte und Pflichten erkundigen.
Das die Schulpflicht bis 18 Jahren gilt wusste die Mutter sicherlich, und darauf geruht wohl auch die Grundlage, dass man dieses Nichtschülerabi erst mit 18+ machen darf...
Letztlich ist es kein Dilemma sondern Dummheit, die für den Jungen zwar nervig, aber nicht unbedingt schlimm sind. Bei solchen Sachen lernt man fürs Leben ;o)
Es zeigt aber auch wie dringend wir in D eine Revolution in der Bildungspolitik brauchen.
Seltsame Strategie, das Kind abzuschulen, ohne sich vorher über die weiteren Möglichkeiten und etwaige Schwierigkeiten informiert zu haben. Generell finde ich es eher problematisch, dass der Schüler nach nur neun Jahren Schule studiert, ohne jemals eine Oberstufe besucht zu haben. Das Abitur besteht ja nicht nur aus einer zentralen Prüfung. Die Qualifikationsphase soll ja auch Kompetenzen jenseits des reinen Fachwissens ausbilden. Schulpflicht besteht im übrigen bis zur Volljährigkeit.